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Fitbit Sense 2 ausprobiert: Viel Geld auf den Knopf hauen

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Fitbit stellte auf der IFA 2022 auch die Sense 2 aus. Damit konnten wir unsere durchtrainierten Fingerchen an die neue Smartwatch bekommen. Im Ersteindruck zeigt sich dabei ein hübsches Wearable mit einer eindrücklichen Änderung. Allerdings ist es nicht der kapazitive Knopf, den der inzwischen zu Google gehörende Hersteller im Vergleich zum Vorgänger hätte ändern sollen. Auf zum Hands-On!

Pro

  • Haptischer Knopf sinnvolle Verbesserung
  • Noch immer schick
  • Noch immer leistungsstark
  • Google Maps & Google Wallet per Update

Contra

  • Viele Features noch immer hinter Paywall
  • Nur ein Modell für alle Handgelenke

Fitbit Sense 2: Preis und Verfügbarkeit

Die neue Fitbit Sense 2 kommt am 19. September zu einem Preis von 299,95 Euro in den Handel. Dabei müsst Ihr Euch zwischen den Farben Nachtgrau, Mondweiß und Edelblau entscheiden. Neben der Smartwatch empfiehlt es sich zudem, das Abonnement Fitbit Premium zu abonnieren. Denn nur so erhaltet Ihr Zugang zu allen Funktionen der Smartwatch. Allerdings kostet das Abo 8,99 Euro im Monat beziehungsweise 79,99 Euro im Jahr.

Design & Display

Am Design der Fitbit Sense 2 hat sich kaum etwas geändert. Allen voran ist es der neue Knopf, den der Hersteller an der linken Seite ins Gehäuse einlässt. Das ist zwar eine kleine, aber eine sehr sinnvolle Änderung. Denn im Test der ersten Fitbit Sense klagte Stefan über Fehleingaben, die beispielsweise bei Liegestützen auftraten.

Fitbit verriet im Gespräch auf der IFA 2022, dass sich viele Kund:innen einen echten Knopf gewünscht hatten. Und siehe da: Er funktioniert – und stört auch optisch an der hübschen Smartwatch nicht. Ein eventuelles Manko: Die Fitbit Sense gibt es noch immer nur in einer Gehäusegröße mit 40,5 × 40,5 × 12,3 Millimetern.

Fitbit Sense 2
Auf der linken Seite der Sense 2 sitzt nun wieder eine mechanische Taste. / © NextPit

Das AMOLED-Display ist wie beim Vorgänger hell, scharf und sieht auf dem Messestand echt hübsch aus. Die Bedienung läuft weitestgehend über Wischgesten, was eventuell nicht jedem Smartwatch-Nutzer gefallen könnte.

Tracking und Fitness

Als Fitbit-Smartwatch soll die Sense 2 natürlich Eure Vitaldaten aufzeichnen. Fitbit wählt dabei einen besonders ganzheitlichen Ansatz aus Sport, Erholung, der Vermeidung von Stress und Schlaf-Tracking. Wollt Ihr alle Features nutzen, müsst Ihr allerdings das Premium-Abonnement für 8,99 Euro im Monat dazubuchen.

Die Sense 2 unterstützt sogar die Erstellung eines EKGs, bei dem die Smartwatch kleine Stromstöße durch Euren Körper schickt. Dafür legt Ihr die Hand auf die Uhr und wartet knapp 30 Sekunden. Zwar sind die EKG-Daten nicht akkurat genug, um ein echtes EKG zu ersetzen, sie können aber trotzdem auf Probleme mit Eurem Herz-Kreislauf-System hinweisen.

Fitbit Sense 2
Die Fitbit Sense 2 bietet wieder zahlreiche Tracking-Funktionen. / © NextPit

Neu eingeführt hat Fitbit mit der Sense 2 die "Sleep-Animals", die Ihr Euch auch mit weiteren Fitbit-Modellen anzeigen lassen könnt. Zur IFA war unser Pressekontakt ein schlafender Igel, da sie in den letzten Tagen nachtaktiv war. Insgesamt stehen Euch fünf Tiere zur Auswahl – dass dieses Feature in einem Hands-On erwähnenswert ist, sagt schon einiges über die Innovationen in Fitbits neuer Smartwatch aus.

Fitbit Sense 2
Welches Schlaftier ist Eures? / © NextPit

Wie beim Vorgänger gibt es wieder Achtsamkeits-Features für Atemübungen, der Reduzierung von Stress und mehr. Wieder sind sie nur im Premium-Abo verfügbar.

Smarte Features

Die Sense 2 ist eine echte Smartwatch – und unterstützt dadurch die Installation von Apps, kann Euch Benachrichtigungen anzeigen und mehr. Leider setzt Fitbit trotz der neuen Zugehörigkeit zu Google noch nicht auf WatchOS 3.0. Welche Smartwatches mit dem neuen Betriebssystem kompatibel sind, lest Ihr in der verlinkten Übersicht.

Leider greift bei der Sense 2 zum Marktstart wie beim Vorgänger das Bananenprinzip. Zwei spannende Apps kommen erst im Laufe des Jahres auf die Smartwatch. Auf Google Maps und Google Wallet, was früher Google Pay hieß und bei Fitbit eigentlich Fitbit Pay hieß, müsst Ihr verzichten. Dafür gibt es wie bei der neuen Samsung Galaxy Watch 5 eine Turn-by-Turn-Navigation für Eure Routen.

Fitbit Sense 2: Akku

Die Akkulaufzeit der Fitbit Sense 2 gibt der Hersteller mit mehr als sechs Tagen an. Konnten wir natürlich nicht ausprobieren auf der IFA – begrüßenswert ist aber, dass Ihr die Smartwatch in nur zehn Minuten vollständig aufladen könnt.

Abschließendes Urteil

Insgesamt handelt es sich bei der Fitbit Sense 2 um ein sehr, sehr inkrementelles Upgrade. Dabei ist es begrüßenswert, dass der Hersteller auf seine Community hört und den kapazitiven Button mit einem echten Knopf ersetzt. Damit bleiben allerdings viele Kritikpunkte des Vorgängermodells bestehen.

Ihr müsst noch immer ein teures Abonnement abschließend, was nach wie vor der größte Kritikpunkt ist. Da hilft es auch nicht, dass Fitbit uns verriet, dass die Abozahlen kontinuierlich steigen. Offenbar sieht sich Fitbit hierin also bestätigt, ich werde aber so lange gegen die "Premiumisierung" von teuren Produkten wettern, bis die Hersteller mit dem Unfug aufhören!

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3 Kommentare

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  • Uli vor 1 Woche Link zum Kommentar

    Nie wieder Fitbit. Nach 2 Versuchen, zuerst Versa, die nach nur 10 Monaten kaputt war und zuletzt die Ionic, die wegen der Gefahr eines explodierenden Akkus zurück gerufen wurde. Dazu ständige Probleme mit der Verbindung zwischen der Uhr und dem Handy, Updates die rein gar nichts verbessern und einem grottigen Support.
    Übrigens sind die Garantiebedingungen seit der Übernahme von Google so geartet, dass man nur in den ersten 3 Monaten über den Händler abwickeln kann, danach muss man sich im Garantiefall online an Fitbit wenden.
    Meine Empfehlung: keine Empfehlung für Fitbit


  • Martin Strahl vor 2 Wochen Link zum Kommentar

    Ich habe bei der Fitbit Sense 3
    auch schlechte Erfahrungen gemacht.Bei so einem Preis noch ein Jahresabo abschließen zu müssen ist eigentlich eine Frechheit.Mit meiner neuen Garmin bin ich dagegen sehr zufrieden.


  • paganini vor 2 Wochen Link zum Kommentar

    Alleine schon wegen diesem Abo würde ich einen großen Bogen um Fitbit machen. Dazu noch das miese OS. 300€ ist ein Wahnsinns Preis für so eine Uhr

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