Acht Gründe gegen WhatsApp: Sucht Euch einen neuen Messenger!

Acht Gründe gegen WhatsApp: Sucht Euch einen neuen Messenger!

Wie viel Kritik an WhatsApp muss es geben, dass die Mehrheit der Nutzer den Messenger endlich an den Nagel hängt? Denkt Ihr schon länger über einen Wechsel nach, könnt Euch aber nicht ganz dazu bringen, findet Ihr nachfolgend 8 deutliche Gründe gegen WhatsApp.

Über 80 Prozent der Deutschen nutzen WhatsApp einmal im Monat und knapp 60 Prozent sogar täglich. In anderen Ländern ist das nicht wirklich anders. Mit derart hohen Nutzerzahlen ist der Messenger noch immer auf Platz 1 der Messaging-Apps und auf diesem Thron ruht sich das 2014 durch Facebook aufgekaufte Unternehmen ziemlich aus. Denn allerspätestens seit der Übernahme durch den Megakonzern hat WhatsApp im Vergleich zu seinen Alternativen erhebliche Nachteile. Denn in den letzten Jahren wurde die App nur noch im Detail verbessert, der Datenschutz immer schlechter und die Kritik an WhatsApp deutlicher.

WhatsApp noch immer ausschließlich zu nutzen, ist daher ein echtes Versäumnis. Telegram beispielsweise bietet zum Teil sehr interessante Gruppen, will weniger über Eure personenbezogenen Daten wissen und verfügt über eine praktische Umfrage-Funktion. Ohnehin haben die meisten Chat-Dienste, WhatsApp ausgenommen, inzwischen begriffen, dass Nutzer Nachrichten auch im Nachhinein verändern möchten. Wechselt also endlich zu einer WhatsApp-Alternative oder lasst Euch mit unseren 8 Gründen gegen WhatsApp zum Wechsel überzeugen!

1. Der Datenschutz ist eine Katastrophe

Es hilft kein Zetern und kein Sträuben: Der Datenschutz bei WhatsApp ist schrecklich und das wurde spätestens Anfang 2021 deutlich. Denn die Ankündigung neuer Nutzungsbedingungen löste eine Welle der Empörung darüber aus, dass die Nutzerdaten fortan mit Facebook und den dazugehörigen Unternehmen geteilt werden können. Zwar war diese Klausel in den deutschen Nutzungsbedingungen nicht enthalten und WhatsApp hat die Änderung zur weiteren Prüfung erst einmal aufgeschoben – den Datenschutz-Scheinwerfer hat Facebook aber auf jeden Fall auf sich gelenkt.

WhatsApp Data iOS
Der App-Store führt eine lange Liste auf, wenn man nach den Datensammler-Aktivitäten von WhatsApp fragt.  / © Apple iOS / Screenshot: NextPit

Denn hierbei wurde noch einmal deutlich, wie viele Daten die Millionen an Nutzern erst mit WhatsApp und im schlimmsten Falle auch mit Facebook teilen. Dabei handelt es sich nicht etwa um Cookies oder anonyme Nutzerdaten, sondern um Eure Telefonnummer, Euren Standort, Bilder, Videos, Kontakte usw. Im Bild über diesem Absatz habe ich Euch einmal die gesammelten Daten in den neuen AppStore-Informationen abfotografiert.

Alternative: Signal oder Threema

Eine deutlich datenfreundlichere Alternative ist der Messenger Signal (iOS / Android), der lediglich nach Eurer Handynummer fragt und ... naja, halt auch nicht zu Facebook gehört. Schaut man hier in die verknüpften Nutzerdaten im AppStore, sieht man hier viel leeren Raum und den Hinweis über die Nutzung der Telefonnummer. Ist Euch selbst das noch zu invasiv, könnt Ihr auch zu Threema (iOS / Android) wechseln. Hier erhaltet Ihr wie damals bei ICQ eine ID und könnt die Handynummer weglassen – allerdings ist der Messenger nicht umsonst.

2. WhatsApp ist nur auf einem einzigen Gerät nutzbar

Ihr wollt WhatsApp auf einem Tablet ausführen? Oder Euch an einem PC im Browser einloggen und eingeloggt bleiben? Idealerweise auf dem Arbeitsrechner und zuhause auf dem Heimrechner; den Log-in vorhalten, sodass Ihr Euch nicht zweimal am Tag komplett einloggen müsst? Dann seid Ihr bei WhatsApp an der falschen Adresse!

WhatsApp aktiviert Ihr auf exakt einem Gerät. Das muss ein Smartphone sein. Ein zweites Smartphone, Tablet oder mehrere PCs im Parallelbetrieb sind nicht drin. Und WhatsApp Web ist der größte Witz der Messaging-Industrie; aber dazu später mehr.

telegram desktop update original
Telegram lässt sich auf dem Desktop unabhängig vom Handy weiterverwenden. / © NextPit

Alternative: Telegram, iMessage und ... naja Facebook!

Telegram, Facebook oder Hangouts zeigen, wie es vernünftig geht. Jene Messenger lassen sich unabhängig vom Smartphone auch auf weiteren Geräten; auch auf mehreren parallel verwenden. Im Falle von Telegram müsst Ihr zwar auch beim Log-in Eure Handynummer eintippen. Den Log-in bestätigt Ihr dann aber nicht per SMS- oder QR-Code sondern mit einem Code, der via Telegram an all Eure anderen eingeloggten Geräte geschickt wird. Einmal eingeloggt, werden überall sämtliche Chats und sogar der Entwurf Eurer nächsten Nachricht perfekt synchronisiert.

3. WhatsApp-Web ist ein schlechter Witz

Während andere Anbieter nur eine einzige Authentifizierung per QR-Code anbieten und Euch dann in Ruhe ohne Smartphone weiter chatten lassen, schikaniert Euch WhatsApp Web, wo es kann. WhatsApp Web ist an sich gar keine App, sondern im Grunde nur eine Fernbedienung, die WhatsApp auf Eurem Smartphone bedient. Falls Euer Smartphone mit mobilen Daten verbunden ist, werden diese also weiter belastet.

Falls Euer Smartphone knapp bei Akku ist, oder sich gar abschaltet, deaktiviert sich WhatsApp Web. Dasselbe gilt, wenn Energiesparfunktionen den Hintergrunddienst für WhatsApp Web schlafen legen. Fahrt Ihr nach Hause und wollt dort WhatsApp Web verwenden, müsst Ihr Euch komplett neu authentifizieren und die Verbindung auf Eurem Arbeitsrechner kappen.

4. Viele Funktionen fehlen

Wenn WhatsApps treue Nutzer wüssten, wie viel man mit Messengern auf dem Smartphone eigentlich anstellen kann. Umfragen, Nachrichten, die sich selbst zerstören oder sogar das nachträgliche Korrigieren von Rechtschreibfehlern in bereits verschickten Messages. Solche Features sind bei Messengern wie Signal, Telegram und Threema schon längst Standard, dort redet sogar kaum noch jemand darüber.

WhatsApp schafft's allerdings nicht, seinen Funktionsumfang auf einen modernen Stand zu bringen. Sicher würde WhatsApp nun so argumentieren, dass man die Nutzer nicht überfordern will, aber so ein paar Komfortfunktionen wären doch nicht zu viel verlangt. Zumal sich die anderen Messenger auch bequem und einfach bedienen lassen.

5. Backups zu umständlich und zu unflexibel

Ihr kommt vom oder wollt zum iPhone? Dann sagt Winkewinke zu Euren Gesprächsprotokollen. Die lassen sich ohne zusätzliche Apps nicht von der einen auf die andere Plattform übertragen. WhatsApp nutzt für iPhones die iCloud und für Android-Handys Google Drive. Letzteres ist zwar von iPhones aus theoretisch erreichbar, aber für diesen Einsatzzweck unbrauchbar: Euer WhatsApp-Backup bekommt Ihr so nicht ins iPhone.

Wieder zeigt ein Blick auf andere Messenger, wie das anders funktionieren könnte. Bei Telegram liegen Nachrichten nicht auf dem Gerät, sondern verschlüsselt auf einem Server. Loggt Ihr Euch also auf einem neuen Gerät ein, habt Ihr immer den aktuellen Stand der derzeitigen Nachrichten. Bei iMessage werden die Daten ebenfalls auf Eurer eigenen Cloud gespeichert.

6. WhatsApp weiß trotz Ende-zu-Ende-Verschlüsselung zu viel über Euch

WhatsApp kann nicht in Eure Gesprächsprotokolle reingucken, das stimmt. Auch Eure Bilder oder die Audio-Mitschnitte kann sich bei WhatsApp niemand anhören. Aber WhatsApp und somit auch Facebook wissen, wann Ihr mit wem gesprochen habt. Denn WhatsApp hat Zugriff auf Euer Adressbuch. Und WhatsApp kann Euren gemeinsamen Speicher auslesen. WhatsApp kann seine Daten mit dem Mutterkonzern Facebook abgleichen und die wiederum können ihr Bild über Euch schärfen.

Der Abgleich Eures Adressbuchs birgt gar ein rechtliches Risiko für Euch: Denn es ist umstritten, ob Ihr überhaupt das Recht habt, Telefonnummern Eurer Bekannten an Facebook weiterzugeben. Vor allem für beruflich genutzte Smartphones können hier Risiken entstehen. Denn Ihr könnt WhatsApp nicht einfach den Zugriff auf einen Teil Eures Adressbuchs verweigern. Ganz oder gar nicht, lautet das Motto.

Alternative: Anonyme Konten und Metadaten-Verschlüsselung

Für echte Anonymität darf eine App nicht nach Daten fragen, die auf Euch persönlich zurückzuführen sind. Eure Handynummer liegt jedoch bei WhatsApp vor und WhatsApp schützt sie auch nicht vor anderen Nutzern oder Kunden. Ihr könntet sie genau so gut an jede Bushaltestelle in Eurer Stadt schreiben.

Zu der Forderung aus Punkt 1 kommt also hinzu, dass WhatsApp nicht wissen sollte, mit wem Ihr wann chattet. Durch diese Meta-Daten alleine lassen sich bereits unangenehme Annahmen über Euch ableiten, sollte einer Eurer Kontakte etwa mit einem Verbrechen in Verbindung gebracht werden.

7. Ihr könnt abgeschickte Nachrichten nicht mehr verändern

Erst neulich hat WhatsApp endlich die Option nachgereicht, abgeschickte Nachrichten so zu löschen, dass sie auch bei den Empfängern verschwinden. Doch wenn Ihr nur einen missverständlichen Fehler eliminieren wollt, wie er sich durch die Autokorrektur oft einschleicht, könnt Ihr diesen nicht editieren. Dann müsst Ihr die komplette Nachricht kopieren, löschen, neu einfügen, umschreiben und erneut abschicken. Das ist nicht nur umständlich, sondern auch kompletter Unsinn. Etliche Konkurrenten wie Telegram oder sogar Skype erlauben es inzwischen, Nachrichten nachträglich zu bearbeiten.

8. Gruppenverwaltung ist unterirdisch schlecht

Wegen jeder Gelegenheit werden WhatsApp-Gruppen erstellt. Dabei ist die Gruppenchat-Funktion von WhatsApp eine der schlechtesten am Markt. Wenn man sich den Funktionsumfang anderer Gruppenchats ansieht, müssen man sich WhatsApp, aber auch viele andere einfache Messenger fast schon schämen.

  • Es gibt keine Kanäle, für die man sich anmelden kann. Telegram bietet mit seinen Channels eine Möglichkeit, öffentliche News-Kanäle wie RSS-Feeds zu abonnieren.
  • Stattdessen gibt es bloß Gruppen, bei denen alle Gruppenmitglieder Eure Handynummer sehen können.
  • Es gibt nur eine Administrator-Stufe. Das heißt, Admins können anderen Admins die Rechte entziehen.
  • Gruppen lassen sich nicht schließen, bevor alle Mitglieder (bis zu 256) austreten oder manuell und einzeln von Admins entfernt werden.
  • Ihr könnt nicht mehr nachträglich einsehen, in welchen Gruppen Ihr teilnehmt, weil es keine spezielle Übersicht über Eure Gruppen gibt.
  • Ab Werk kann Euch jeder in seine Gruppe hinzufügen und so ohne Eure Zustimmung Eure Handynummer weitergeben.
  • Wechselt Ihr die Handynummer in WhatsApp, werden Mitglieder in jenen Gruppen über Eure neue Nummer benachrichtigt.

Alle Nachteile und Mängel von WhatsApp gipfeln in der Gruppenchat-Funktion. Die Funktion ist dennoch genau so erfolgreich wie der mangelhafte Chat-Client selbst. Die Gruppenchat-Features sind nicht nur mangelhaft, sondern die Mängel auch noch ein Affront gegen Eure Privatsphäre.

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Slack verwaltet Gruppen vernünftig. / © NextPit

Alternative: Slack

Eine vernünftige Lösung für Gruppenchats mit komplexen Anforderungen ist Slack. Die Schichtung in mehreren Kanälen, das effiziente Benachrichtigungssystem und eine professionelle Administration machen einen erheblich weniger improvisierten Eindruck als bei WhatsApp oder vielen anderen Messengern.

Fazit und warum der Wechsel dennoch schwer ist

Insgesamt gibt es nur einen einzigen Aspekt, in dem WhatsApp anderen Messengern überlegen ist – und zwar der Anzahl der aktiven Nutzer. Erhaltet Ihr eine neue Handynummer, ist es somit am wahrscheinlichsten, dass Ihr die Person über WhatsApp umsonst und an einem Ort mit anderen Menschen erreichen könnt. Dieser Vorteil zwingt aktuell noch viele Menschen dazu, ihre Daten an Facebook zu geben. Denn mit einem Wechsel zu einer WhatsApp-Alternative geht auch die Gefahr einher, sich aus einigen Freundeskreisen zu schießen.

Diese soziale Abhängigkeit ist WhatsApps größter Vorteil und leider auch der Grund, warum sich Facebook so viel erlauben kann. Gefällt Euch das nicht, teilt diesen Artikel über die Share-Funktion ganz oben und zeigt auch anderen WhatsApp-Nutzern, wie unterlegen der Messenger anderen Apps ist.


Dieser Artikel wurde am 21. Januar 2021 von Benjamin Lucks aktualisiert und durch einige Zusatzinformationen ergänzt. Da der Großteil des Textes allerdings aus dem Original stammt, bleibt Eric Ferrari-Herrmann als Autor stehen.

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Top-Kommentare der Community

  •   45
    Gelöschter Account 10.01.2018

    Interessant finde ich die Reaktionen hier: im Grunde wird hier nur eine von vielen verfügbar Apps in ihren Schwachstellen beleuchtet und es werden alternative Empfehlungen gegeben. Die einen reagieren nachdenklich, selbstkritisch und offen, die anderen fühlen sich persönlich angegriffen, genötigt, gebasht.... Es ist schon interessant, wie "emotional" manche Menschen darauf reagieren, wenn man ihnen Fakten zur Verfügung stellt, die eine liebgewonnene Gewohnheit in Frage stellt und sie zum unangenehmen Nachdenken animiert. Es wird als Zwang denunziert. Sicher- für manche Menschen ist eigenes Denken so unangenehm und anstrengend wie ein Hürdenlauf in Schwimmflossen! Aber diese "Überreaktionen" und das sich fast "beleidigt fühlen", weil man die heilige Kuh thematisiert hat, lässt seeeehr tief blicken.
    Des Menschen Wille ist sein Himmelreich!

  •   45
    Gelöschter Account 10.01.2018

    Super Bericht! WhatsApp lebt nach dem Prinzip "Kacke schmeckt prima- 10.000 Schmeißfliegen können nicht irren!" WhatsApp ist m. E. Auswuchs einer bequemen und unkritischen Subkultur, die inzwischen eine verhängnisvolle Eigendynamik entwickelt hat und letztlich ein bedrückendes Spiegelbild der sich entkultivierenden Gesellschaft darstellt. Eine Rechtschreibreform, die sich der Lautsprache annähert und vermutlich irgendwann "LOL" als vollwertige Phrase in den Duden aufnimmt, gibt beredt Auskunft über den Verlust von Sprachvermögen etc.
    WhatsApp hat bereits in den AGB´s unfassbare Klauseln. So erklärt man mit der Nutzung von WhatsApp pauschal, dass man die Rechte (Urheberrechte!) an allen übersandten Inhalten (Bilder) besitzt. Diese tritt man zwar nicht ab, aber man gestattet als Urheber WhatsApp die vollständige (auch gewerbliche) Nutzung der übersandten Bilder!!!! Bei Verletzung von Urheberrechten (Ihr habt z.B. trotz Fotografierverbot in einem Museum ein Selfie von Euch gemacht und im Hintergrund ist die "Mona Lisa" zu sehen. Ihr habt sodann Urheberrechte verletzt, wenn Ihr das Foto verbreitet) haftet IHR! Wenn also WhatsApp auf die Idee käme ein versendetes Bild von Euch kommerziell nutzen zu wollen und nutzt die erkennbare Mona Lisa, würdet IHR haften, da Ihr WhatsApp ja zuvor erklärt habt, dass Ihr die Rechte daran habt!!!! Im Extremfall DÜRFTE WhatsApp das süße Bikinifoto Eurer 5jährigen Tochter aus dem tollen Strandurlaub nutzen, um kommerziell eine bestimmte Interessengruppe von Konsumenten zu bewerben... Das sind dann die "Partnerunternehmen", denen man auch den Zugriff erlaubt hat.
    Ein weiteres Problem: ich habe es beim Blackberry Messenger immer geliebt, dass übersandte Bilder auf keinem Server gespeichert bleiben. Wenn man beim BBM Bilder übersenden wollte, mussten Sender und Empfänger im Netz sein und der Empfänger musste zustimmen. Die Server dienten nur als "Carrier". WhatsApp erlaubt das zeitversetzte Abrufen von Bildern, weil sie auf den Servern gespeichert bleiben und dort bereit gehalten werden. WhatsApp macht keine Angaben darüber, wann die Inhalte UNWIDERBRINGLICH gelöscht werden. Es wird lediglich angegeben, dass Inhalte nur befristet abgerufen werden können.
    Nach derzeitiger Rechtslage in Deutschland ist die unautorisierte Weitergabe einer Telefonnummer ein Verstoß gegen geltendes Datenschutzrecht! Wer also eine Gruppe bildet und anderen Mitgliedern der Gruppe ggf. bis dahin unbekannte Rufnummern ohne VORHERIGE Nachfrage UND Zustimmung beim Eigentümer weiterleitet, macht sich strafbar! Fakt! Derzeit sind mir jedoch keine Klageverfahren in Deutschland bekannt.
    Früher habe ich für den BBM Werbung gemacht- unbefristete Rücknahme und Löschung von Nachrichten auf dem Empfängergerät ist möglich, zeitbegrenzte Nachrichten sind kein Problem (man kann einstellen, wieviel Sekunden eine Nachricht beim Empfänger nach dem ersten Öffnen sichtbar ist, bevor sie sich löscht), keine Übermittlung der eMail, Tel.-Nummer, Namen bei Kontaktaufnahme. Möglichkeit, unliebsame Teilnehmer nicht nur zu blocken, sondern sich sogar aus dem Telefonbuch (Kontakte BBM) zu löschen (Anmeldung über PIN erforderlich!).... Aber inzwischen ist er auch nur androidisch, läuft auf einem Google-Server in Indien, ist werbeverseucht und nur in der Enterprise-Version AES128/256 verschlüsselt....
    Man muss sich nicht bezahlen lassen, um "Werbung" für andere Messengerdienste machen zu können und zu wollen. Man muss nur mal kritisch lesen, nachdenken und das eigene Gewohnheitstier in sich mundtot machen... Aber genau das sind Fähigkeiten, die die hier thematisierte Popkultur abtrainiert...

    Danke für den objektiven und vernünftig recherchierten Bericht!!!!

  • Eric Ferrari-Herrmann 10.01.2018

    Viele Gegner der oben geschilderten Meinung fallen eventuell dem backfire effekt zum Opfer. Der wird unter anderem in diesem Comic ( http://theoatmeal.com/comics/believe ) geschildert. Tl;dr: Ich habe Euch mit einer Information konfrontiert, die Euer Weltbild hinterfragt. Ihr beschützt es mit allem, was Ihr habt und wettert gegen die neue Information. Doch dieses Weltbild sollte hin und wieder hinterfragt und ausgebaut werden. Sonst werdet Ihr Euch eventuell eines Tages in einer Sackgasse befinden und Euch ärgern, dass Ihr das Hintertürchen zugemauert habt. ;)

  • Werner G. 10.01.2018

    Warum macht Ihr den Autor so runter? Er hat in allen Punkten recht!
    Stellt Euch einfach vor, man würde alles auf Null stellen und die Menschen müssten sich für einen Messenger der "breiten Masse" entscheiden. WhatsApp hätte keine Chance. Diese Meinung will uns der Artikel vermitteln, und ich stimme dem vollständig zu.

  •   38
    Gelöschter Account 10.01.2018

    J.G. hat sich imerhin intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt. Du musst mit ihm nicht einer Meinung sein, aber dein eigenes "BlaBla" ist ein rein persönlicher Angriff auf diesen Kommentar, da dir offenbar zu sachlicher Kritik die Basis an Höflichkeit und Sachkompetenz fehlt.
    Zum Thema: WhatsApp soll gar nicht mehr besser werden, denn es ist Eigentum von Facebook. Der FB-Messenger soll nach dem Wunsch von FB nach für nach die Kundschaft übernehmen und bekommt deshalb immer mehr Funktionen, die WhatsApp vorenthalten werden. Der Abgesang ist für den Konzern nur eine Frage der Zeit, bis die Kunden, die noch kritisch Zuckerbergs Imperium gegenüberstehen, entweder genervt aufgeben oder aussterben. Deshalb ist der FB Messenger mittlerweile in den meisten Bereichen mindestens ebenbürtig, oft besser und moderner aufgestellt. WhatsApp wirkt seit geraumer Zeit optisch bereits stark überholt, eher wie Android 4.0, und hat in dieser Hinsicht wohl auch keine Updates mehr zu erwarten. Warten wir es ab.

505 Kommentare

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  • Witzig, dass ich den Bericht dann nur über WhatsApp teilen kann, nicht aber über die alternativen Messenger.


  • Das ganze hier erinnert mich sehr stark an die früheren Diskussionen (Hasstexte) gegen Microsoft (Windows, Office). WhatsApp benutze ich schon eine gefühlte Ewigkeit. Das man den Text nicht mehr nachträglich (früher ging das (innert 5 oder Minuten???) ) ändern kann


  • Toller Artikel, Danke dafür.
    Kann ich so einfach an meine belämmerten Freunde und Kollegen weiterleiten, wenn ich mal wieder keine Lust habe, all die Nachteile von WA aufzulisten.


  • Solange meine Kontakte nicht z.B auf Telegram wechseln, bringt es mir nix mich von WhatsApp zu entfernen.


  • Manche raffen nicht mal ,wenn andere nicht wechseln wollen. Da brauchen manche auch nicht trampeln wie Kleinkinder.
    Wenn der Kontakt das nicht möchte ,dann ist das eben so und ich KANN entscheiden ob ich Kontakt so weiterführe über WhatsApp oder nicht. Aber hier Leute tatsächlich dazu zu drängen konsequent Kontakt zu streichen ,nur damit man einem anderen Messengerdienst nutzt ,ist schon dreist.
    Letztendlich haben alle Leute ihre freie Wahl und es wäre schön wenn manche Schwarzseher das endlich auch akzeptieren. Geht zum anderen Dienst ,aber lasst einfach diese Bekehrerei sein.


    • Aries vor 2 Monaten Link zum Kommentar

      Aber wer wechseln will darf das doch auch. Nur darf er sich nicht wundern, wenn niemand nachzieht, wenn er trotz persönlichen Bedenken bei WhatsApp bleibt.

      Es ist doch eher so, dass ein Druck besteht, bei WhatsApp zu bleiben, auch wenn man das eigentlich nicht will.

      Was den Punkt „raffen“ angeht, das gilt ebenso für die WhatsApp-Nutzer, die mir den Daten anderer bewusst oder unbewusst larifari umgehen.

      Deshalb halte ich alle geschlossenen Systeme für den falsche Weg.


      • Ach komm ,gerade du und C.F. ihr stürzt euch wie die Wahnsinnigen auf die User hier. Schlimmer wie die Zeugen Jehovas. Ihr könnt Nachteile aufzählen ,aber belästigt doch nicht jeden und vorallem wenn ihr schon 'nen Korb bekommt ,lasst es wenigstens dann mal gut sein.
        Aber Einsicht ist da gleich null. Lügen tu ich jedenfalls nicht, ist ja für jeden zu lesen , was ihr beiden hier vom Stapel lasst.


    • C. F.
      • Blogger
      vor 2 Monaten Link zum Kommentar

      Warum gleich wechseln sollen müssen? Am Anfang wäre es doch erst mal ausreichend, wenn sie sich zusätzlich eine Alternative installieren würden, um damit die zu erreichen, die kein WhatsApp (mehr) haben.


  • Sehr emotional geschriebener Artikel.


  • Ich möchte früher Facebook und auch WhatsApp, seitdem es eine Firma ist, darf man emindestens eins von beidem nicht mehr haben.


  • Leute ihr solltet die neuen Datenschutzbestimmungen mal richtig lesen . Hat sich doch fast nix geändert . Die Panikmache besteht doch nur aus dem Problem wenn ich die neuen Regeln nicht aktzeptiere kann ich WA nicht mehr nutzen .


  • Persönlich mag ich Telegram und ICQ ganz gerne. Nicht wegen des Datenschutzes bzw. der Verschlüsselung. Die Verschlüsselung ist mir (fast) egal. Der Komfort ist erheblich größer als bei WhatsAPP. WA auf dem Tablet mit Multisim oder PC über WhatsApp Web ist echt nervig und schon fast eine Zumutung. Telegram und ICQ bekommen das richtig gut hin. Da nehme ich dann auch Abstriche bei der Verschlüsselung hin, die funktionieren auf dem Tablet genau so gut wie auf dem Telefon und auch unter Windows und sogar unter Linux Mint. Auch mach ich die Channels aka Kanäle und die öffentlichen Gruppen, die es so bei WhatsAPP ja gar nicht gibt. Bei mir kommen sogar noch SMS an. Die sind afaik ja gar nicht verschlüsselt. Stört das eigentlich irgendjemanden, dass die unverschlüsselt sind? Aktuell habe ich neben ICQ, Telegram, WA auch noch Signal, Threema, Viber und Skype auf meinen Geräten und überall tauchen die letzten Tage neue Kontakte auf. WhatsAPP ist aber immer noch dabei, aber nur weil dort noch einige Kontakte sind, die nirgends anders sind. WA selbst bei mir auf dem letzten Platz der Messenger (den Komfort betreffend).


  • Aries vor 2 Monaten Link zum Kommentar

    > Bei Telegram liegen Nachrichten nicht auf dem Gerät, sondern verschlüsselt auf einem Server.

    Bitte hört mit diesem Pseudo-Argument auf! Was das genau bedeutet, hat Telegram auch auf Anfrage nie erklärt! Das ist wahrscheinlich nichts anderes wie eine Dateisystemverschlüsselung auf PC oder unseren Smartphone, die im Betrieb außer Kraft ist und nur davor schützt, wenn die Server oder Festplatten aus den Rechenzentren getragen werden.

    Selbst wenn Telegram eine weitere Verschlüsselung darüber legt, hat Telegram die Schlüssel. Das ist kein Sicherheitsargument gegen WhatsApp, denn diesbezüglich ist WhatsApp sicherer als Telegram.


    • Bei Telegram kann man den Server ausschalten. Dann läuft es nur von Telefon zu Telefon. Wenn jedoch der Chatpartner dies nicht auch so eingestellt hat, weiss ich nicht wie es dann funktioniert. Zudem kann Telegram die WhatsApp-Chats importieren.


  • Ich muss schon sagen da lese ich die irrsten Kommentare und ich glaube es wird sich gar nichts ändern und das ist gut so! Ein freund hat mir geschrieben "ab morgen wird kein Whatsapp mehr funktionieren usw. Ein anderer hat mich überredet Signal zu installieren habe ich gemacht und von 188 Kontakten sind gerade 3 in Signal aufgetaucht.Der mich gewarnt hat ist natürlich bei Whatsapp geblieben. Viele von diesen Schwarzsehern haben vielleicht einen anderen Messenger installiert aber die meisten haben aber Whatsapp nicht deinstalliert. Aber sie können sagen ich habe einen anderen "Messenger"!

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