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Elon Musk plant ein Twitter- oder Tesla-Smartphone als Offensive gegen Apple und Google

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Die kürzliche Übernahme von Twitter durch Elon Musk hat sicherlich die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit und der Medien auf sich gezogen und zu einem neuen Rekord an täglicher Kurznachrichtenaktivität geführt. Obwohl wir der Meinung sind, dass dieser Schritt nicht zu beanstanden ist, so sind wir dennoch an einige Stellen mit den jüngsten Veränderungen auf der Plattform nicht zufrieden. Elon denkt nun darüber nach, sein eigenes Smartphone zu bauen, falls Apple oder Google Twitter aus dem App-Store schmeißen würden.

Twitter- oder Tesla-Smartphone mit eigenem Betriebssystem?

Die US-Autorin und Podcast-Moderatorin Liz Wheeler twitterte über ein mögliches Twitter- oder Tesla-Smartphone, falls Apple und Google den Zugang zu Twitter blockieren oder die Social-Media-App aus ihren jeweiligen App-Stores entfernen würden. Sie markierte sogar Musk, der sofort reagierte und der Idee zustimmte, wenn er keine andere Wahl hätte.

Im Moment können wir weder Google noch Apple einen Grund nennen, warum sie Twitter verbieten sollten, es sei denn, die Plattform verstößt gegen die geltenden Richtlinien. Außerdem ist das "Elonphone"-Konzept etwas weit hergeholt, da es mindestens ein paar Jahre dauern könnte, bis wir ein funktionierendes Gerät sehen würden.

Gleichzeitig stellt sich auch die Frage, welches mobile Betriebssystem das Tesla- oder Twitter-Smartphone verwenden würde. Es könnte entweder eine eigene Software von Grund auf neu entwickeln oder auf dem Android Open Source Project basieren, wie es Amazon bei  Fire OS betreibt. Die hatten sich 2014 auch einem eigenem Amazon Fire Phone versucht.

Bei aller Ekstase: Neben der Entwicklung neuer Hardware gibt es auch noch andere Möglichkeiten, sofern die App wirklich aus dem Google-Play-, beziehungsweise Apple-App-Store geworfen wird. Android-Nutzer:innen können die App immer noch installieren, obwohl das auf iPhones mit iOS nicht möglich wäre, da Apple das Sideloading von Drittanbieter-Apps nicht erlaubt. Alternativ gibt es noch immer die Möglichkeit, Twitter über einen Webbrowser aufzurufen. Also – keine Panik Musk!

Elon Musk ist dafür bekannt, dass er viele Versprechungen macht, aber nur wenige realisiert. Dennoch würde die Vorstellung eines weiteren großen Konkurrenten des Apple-Ökosystems sicherlich zu weiteren Innovationen ermutigen. Was denkt Ihr über ein mögliches Tesla- oder Twitter-Handys? Würdest Ihr Euch eines kaufen, wenn es kommt?

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Top-Kommentare der Community

  • Fabien Röhlinger
    • Admin
    • Staff
    vor 2 Monaten

    Ich würde das nicht als Bashing bezeichnen. Es ist sicherlich provokant. Aber die letzten Wochen hat sich Elon Musk nicht gerade mit Ruhm bekleckert – das ist zumindest meine Meinung.

    Mal ganz unabhängig davon, wie sein Auftreten bei Twitter war und wie er sich gegenüber der Mitarbeiter dort verhält, ist sein Produktmanagement in diesem Bereich leider unterirdisch. Neue Funktionen funktionieren nicht gut oder man versteht sie nicht, Produkte werden angekündigt und müssen vorschnell zurückgezogen werden.

    Nun also auch noch Telefonhersteller. Ich frage mich, warum?! Ist es, weil Musk sich mittlerweile omnigenial hält und weil er denkt, er könne alles?

    Ich habe sehr viel Respekt davor, was Elon Musk alles geleistet hat. Das ist absolutes Unternehmertum! Aber als sachlicher Beobachter der Situation, habe ich gerade sehr viele Fragen. Und ich bin mir am Ende nicht sicher, ob das Verhalten am Ende nicht seine Lebensleistung in den Abgrund zieht.

12 Kommentare

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  • Thomas vor 2 Monaten Link zum Kommentar

    soll er machen,schlimmer als das damalige 'facebookphone' kann es ja nicht werden und eine bereicherung am smartphonemarkt kann nicht schaden


  • Hubelix vor 2 Monaten Link zum Kommentar

    Langsam erinnert Elon Musk immer mehr an den Bäsewicht aus "James Bond - Der Morgen stirbt nie", Elliot Carver. Der ebenfalls mit seinen Medienkanälen und Satelitten etc auf alles Einfluss nehmen will. Jaja, Meinungsfreiheit - für die Meinung die am Besten Musk bestimmt.


  • Tenten vor 2 Monaten Link zum Kommentar

    "Zudem erklärte Musk, Apple habe zum großen Teil damit aufgehört, über Twitter Werbung zu schalten. »Hassen sie die Meinungsfreiheit in Amerika?«"
    (Zitat Spiegel)

    Ich muss schon sagen, wer derart populistisch und hetzerisch "argumentiert", dem würde ich nicht mal eine elektrische Zahnbürste abkaufen und schon gar kein Smartphone. Irgendwie wird dieser Mann immer gefährlicher und Twitter rückt damit noch näher an den rechten Rand und QAnon und dergleichen.


    • Fabien Röhlinger
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      vor 2 Monaten Link zum Kommentar

      Ich bin hier Deiner Meinung. Ich habe mir Elons "Wutausbruch" auf Twitter mal genauer angesehen. Das ist schon etwas sehr wild alles – und wenn man bedenkt, dass er Apple vorhält, sie würden keine Meinungsfreiheit unterstützen und quasi "Cancel Culture" betreiben, nur weil sie nicht mehr so viel werben wie vorher – dann hat das etwas irre Züge! Unabhängig davon, dass Apple ganz offensichtlich weiter Werbung geschaltet hat, wird ein Unternehmen doch wohl frei selbst entscheiden dürfen, wo und wie man wirbt.

      Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass Elons wüste Beschimpfungen beim Ausräumen des Problems so richtig helfen. Ich zumindest würde mich als Apple-Mitarbeiter und -Verantwortlicher jetzt in jedem Falle fragen, ob Twitter noch die richtige Plattform für mich ist.


  • pierrecinema vor 2 Monaten Link zum Kommentar

    Apple hat ja wirklich schon lange keine inovationen mehr gebracht und viele Sachen die neu sind gibt es bei Android seit jahren


  • Hubelix vor 2 Monaten Link zum Kommentar

    Wenn dann die Spaltmaße so schief sind wie bei den Autos, wo keine 2 Kofferaumdeckel gleich montiert sind, dann aber gute Nacht.


    • Fabien Röhlinger
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      vor 2 Monaten Link zum Kommentar

      Das sehe ich ähnlich. Man merkt, dass Tesla sich abseits der Software mit der Qualität recht schwer tut.


  • Fabien Röhlinger
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    vor 2 Monaten Link zum Kommentar

    Wenn das Telefon so gut funktioniert, wie das autonome Fahren bei Tesla, explodiert einem das Phone wahrscheinlich direkt am Ohr.


    • Thomas Oppenheim vor 2 Monaten Link zum Kommentar

      Bashing, und das von dir?!


      • Fabien Röhlinger
        • Admin
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        vor 2 Monaten Link zum Kommentar

        Ich würde das nicht als Bashing bezeichnen. Es ist sicherlich provokant. Aber die letzten Wochen hat sich Elon Musk nicht gerade mit Ruhm bekleckert – das ist zumindest meine Meinung.

        Mal ganz unabhängig davon, wie sein Auftreten bei Twitter war und wie er sich gegenüber der Mitarbeiter dort verhält, ist sein Produktmanagement in diesem Bereich leider unterirdisch. Neue Funktionen funktionieren nicht gut oder man versteht sie nicht, Produkte werden angekündigt und müssen vorschnell zurückgezogen werden.

        Nun also auch noch Telefonhersteller. Ich frage mich, warum?! Ist es, weil Musk sich mittlerweile omnigenial hält und weil er denkt, er könne alles?

        Ich habe sehr viel Respekt davor, was Elon Musk alles geleistet hat. Das ist absolutes Unternehmertum! Aber als sachlicher Beobachter der Situation, habe ich gerade sehr viele Fragen. Und ich bin mir am Ende nicht sicher, ob das Verhalten am Ende nicht seine Lebensleistung in den Abgrund zieht.


      • Tenten vor 2 Monaten Link zum Kommentar

        Musk träumt ja von einer Alles-App (X), ähnlich dem chinesischen WeChat und ich denke mal, das tut er nicht aus rein altruistischen Gründen, sondern die damit einhergehende Kontrolle spielt dabei sicher eine große Rolle. Dass er ein Kontrollfreak ist, zeigt ja schon der Umgang mit seinen Angestellten und allein schon sein jüngstes Handeln bei Twitter kann seine aufscheinenden Allmachtsfantasien nur sehr schwer verbergen. Was liegt da also näher als zur Software auch die Hardware in Angriff zu nehmen? Da geht es ja nicht um irgendeine Hardware, sondern um die Geräte, die wir alle ständig bei uns tragen.


      • Fabien Röhlinger
        • Admin
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        vor 2 Monaten Link zum Kommentar

        Ich glaube eh, dass wir als Gesellschaft einen Fehler gemacht haben, kritische Kommunikation (und dazu zähle ich vor allem Social Media) in die Hände einzelner Unternehmen zu legen.

        Wir haben es erst gestern bei unserem Podcast besprochen: Gerade Broadcasting-Kommunikation muss eigentlich dezentral gehandhabt werden. Es ist verrückt, dass wir ein Werkzeug gebaut haben, mit dem man ohne Probleme unsere Werte angreifen und uns als Gesellschaft so derart spalten kann.

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