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EU-Kommission: Die Pflicht zum USB-Port-C war nur der Anfang

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© Artfully Photographer/Shutterstock

Der Ausschuss der Europäischen Union drängt weiterhin auf eine Gesetzgebung, die den Nutzern und der Umwelt zugute kommen soll. Die jüngste ist die USB-C-Standardisierung, von der vor allem Apple betroffen ist, da die iPhones immer noch einen proprietären Anschluss verwenden. Es scheint, dass sich eine weitere Vorschrift über austauschbare Akkus abzeichnet, die weitaus größere Konsequenzen für Apple und andere große Unternehmen hat.

EU-Kommission verlangt austauschbare Akkus

Der neue Gesetzesentwurf in der EU-Region wurde von "Pocket Now" aufgespürt. Darin heißt es, dass alle Hersteller austauschbare Akkus für elektronische Geräte einführen oder zumindest den Nutzern das Aufrüsten oder Recyceln der Komponenten erleichtern sollen.

In der neuen EU-Gesetzgebung ist jedoch nicht genau festgelegt, wie dies bei Geräten mit verlöteten Batterien und weitaus komplexeren Formfaktoren wie Smartphones erreicht werden soll. Stattdessen könnte die Kommission dies durch Änderungen oder vor der vollständigen Umsetzung festlegen, die erst 3 Jahre nach der Unterzeichnung in Kraft treten soll.

Auch wenn die Initiative auf viele Hürden und gegensätzliche Ansichten von großen Unternehmen wie Apple und Samsung stoßen wird, verfolgt sie dieselben Ziele wie das Common Charger Act – nämlich die langfristige Reduzierung von Elektroschrott. In diesem Sinne sind die Unternehmen gesetzlich verpflichtet, ausrangierte Batterien von den Kunden einzusammeln und gleichzeitig die Recyclingziele zu erfüllen.

Wie Apple, Samsung und andere Unternehmen ausgenommen werden könnten

Es gibt eine Möglichkeit, wie Apple und Samsung das vorgeschlagene Gesetz umgehen könnten: Möglich wäre das durch das kürzlich gestartete Selbstreparaturprogramm. Derzeit erlaubt Apple es ausgewählten iPhone-Modellen, von seinen Kunden repariert zu werden. Notwendige Werkzeuge können geliehen und Original-Ersatzteile separat gekauft werden.

Im Gegensatz dazu haben Samsung und Google eine Partnerschaft mit iFixit für DIY-Reparaturanleitungen geschlossen. Beide Unternehmen unterstützen mehr Smartphone- und Tablet-Modelle im Rahmen ihres Self-Service-Reparaturprogramms als das Unternehmen aus Cupertino.

Was denkt Ihr über austauschbare Akkus? Glaubt Ihr, dass eine solche Maßnahme das Design und die Ergonomie der Geräte verschlechtern würde?

Quelle: Pocket Now

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31 Kommentare

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  • Olaf Gutrun vor 1 Monat Link zum Kommentar

    Die Eu sollte dann doch erstmal die wegfwerf Einweg E Zigaretten verbieten die täglich millionenfach verkauft werden.

    Ich bin schockiert darüber, 5 Elfbar Einweg Zigaretten entsprechen einem ganzen Handyakku. Ja tatsache in den Elfbars sind Akkus die einfach in der Tonne landen.

    Das ganze ist schon eckelig und die Dinger gehen über die Theke wie geschnitten brot.

    Ein Handyakku hält locker 5 jahre mittlerweile.


    • Martin vor 1 Monat Link zum Kommentar

      Obwohl so ein schoenes Recyclingpaket angeboten wird.

      Ernsthaft .... was ist wohl der wahre Grund, warum weder Alkohol noch Tabak verboten sind ? Moeglicherweise verdient ja jemand gut daran und nimmt die nachgewiesenen toedlichen Konsequenzen in Kauf. Wer mag das sein ?

      Ich rauche und gelegentlich trinke ich sogar immer noch Alkohol, aber die einzig vernuenftige Entscheidung waere, beides umgehend zu verbieten.


      • rolli.k vor 1 Monat Link zum Kommentar

        Warum denn verbieten, (Alkohol und Tabak) darf sich doch jeder von der Erde verabschieden wie er möchte. Dann allerdings mit allen Konsequenzen und nicht nach Hilfe rufen wenns abwärts geht.


      • Florian March vor 1 Monat Link zum Kommentar

        Schonmal was von der Prohibition in Amerika gehört? Keiner möchte mehr, dass es so eskaliert. Wenn die Nachfrage da ist, kommt der Schwarzmarkt. Eine Nachfrage nach nicht-austauschbaren Handyakkus gibt es dagegen nicht und damit keinen Schwarzmarkt


  • René H. vor 1 Monat Link zum Kommentar

    <<< Wie Apple, Samsung und andere Unternehmen ausgenommen werden könnten

    Im Gegensatz dazu haben Samsung und Google eine Partnerschaft mit iFixit für DIY-Reparaturanleitungen geschlossen. >>>

    Also wieder nur ein Pseudo-Gesetz. Wenn nur Partnerfirmen den Austausch vornehmen können/dürfen, wird es genau so teuer wie es schon ist. Das wird kein Kunde mitmachen und lieber ein neues Gerät kaufen. Zudem nützt die Austauschbarkeit nichts, wenn die Hersteller nicht gleichzeitig auch verpflichtet werden, mindestens 6 Jahre lang Sicherheitsupdates und Ersatzakkus liefern zu müssen. Also alles bleibt wie es ist. Nichts halbes und nichts ganzes, wie immer bei der EU-Regierung, Gesetze/Verordnungen ohne Sinn und Verstand.


    • Michael K. vor 1 Monat Link zum Kommentar

      iFixit ist kein Partnerunternehmen, das selber die Akkus tauscht, sondern eines, das Online-Reparatur-Anleitungen zur Verfügung stellt. Eine Vorgabe der EU-Verordnung ist, dass die Käufer der Geräte die Akkus selber tauschen können sollen, und die wäre in Verbindung mit leihbaren Werkzeug damit prinzipiell erfüllt.
      Ich stimme allerdings in der Ansicht überein, das eine solche Lösung in der Praxis vermutlich wenig tauglich wäre, und damit nur als "Murks" zu bezeichnen wäre.
      Mehr als einen handelsüblichen Schraubendreher sollte man zum Akkutausch zudem nicht benötigen.
      Eine Online-Reparatur-Anleitung zur Verfügung zu haben bedeutet ja noch nicht, dass die Reparatur nicht trotzdem eine komplexe Abfolge von Tätigkeiten an äußerst filigranen Bauteilen darstellt, verbunden mit dem Risiko, dass nachher mehr kaputt ist als vorher.
      Ein Großteil der Käufer könnte trotz Online-Anleitung mit dem Akkutausch somit überfordert sein. Werkzeug gegen Hinterlegung einer Kaution ausleihen zu müssen, ggf. verbunden mit zeitlichen Verzögerungen für den Versand dürfte einen weiteren Teil potenzieller Selbsttauscher "abwinken" lassen.
      Gesetzesvorhaben stellen zwar meistens einen Kompromiss der Interessen verschiedener Beteiligter dar, sollte aber eine Online-Anleitung zur Selbstreperatur dem Vorhaben zur Genüge reichen, dürfte ein wesentliches Ziel des Vorhabens verfehlt werden.


      • René H. vor 1 Monat Link zum Kommentar

        Leicht austauschbar wird es so aber nicht.


      • Michael K. vor 1 Monat Link zum Kommentar

        Genau da liegt das Problem. "Leicht austauschbar" ist ein Gummibegriff ohne konkrete Aussagekraft. Was macht "leichte Austauschbarkeit" aus? Einer mag schon 5 notwendige Arbeitsschritte als "schwer" empfinden, ein anderer 50 immer noch als leicht.


  • Tim vor 1 Monat Link zum Kommentar

    Gerade Apple ist beim Thema Akkuwechsel - anders als bspw. Samsung - eigentlich längst sehr gut aufgestellt. Was die reine Hardware angeht, sind iPhones ziemlich einfach aufgebaut. Apple muss nur deren idiotisches Software-System entfernen.


    • rolli.k vor 1 Monat Link zum Kommentar

      Ich habe vor 3 Monaten den Akku🔋 meines Note 9 tauschen lassen für 65 €. Das geht in Ordnung.
      Was ist da bei Apple besser?


  • Sabrina vor 1 Monat Link zum Kommentar

    Finde ich richtig. Das sollte dann genauso leicht gehen wie bei Klotzkameras. Per Knopfdruck Akku verriegelung entsperren und dann muss er seitlich rausgedrückt werden.

    Ich habe immer noch das Samsung S10 und das Pixel 5, weil die Nachfolgemodelle meinem Anforderungsprofil an die Kamera bislang nicht genügen.

    Zum Telefonieren habe ich diese Geräte bislang kein einziges Mal benutzt.

    Benutzt habe ich die als Landkarte, als Musikplayer, als Fotoapparat, als Taschenrechner, theoretisch auch als Navi, aber diese Geräte haben keinen GPS-Empfang, sondern verwenden nur die Ortung durch das Mobilfunknetz.
    Da habe ich mir dann ein Garmin Edge Explore gekauft, wenn die Smartphonehersteller GPS-Empfang nicht auf die Reihe kriegen. Das Geld hat man in wenigen Monaten wieder rin, wenn man die Kosten für Mobilfunkverträge gegenrechnet. Da werden ja immer noch mehr als 15 Euro pro Monat verlangt - natürlich für Wenignutzer zu teuer.

    Außerdem scheint mir der meiste Traffic, also Datenverkehr, (für Leute, deren deutsche Sprachkenntnisse nicht so gut sind) von Apps im Hintergrund zu stammen, die die Nutzer selbst gar nicht bewusst und aktiv nutzen - und die man nicht mal deinstallieren kann.

    Da darf die EU auch gern mal aktiv werden, indem festgelegt wird, dass jede App deinstallierbar sein muss.

    H G


    • Michael K. vor 1 Monat Link zum Kommentar

      Mobilfunk-Verträge mit Datenvolumen von um die 5 GB werden schon um die 4 bis 5 € im Monat angeboten, i.d.R. ohne 5G, und mit vielleicht 50 MBit/s, was mir im Alltagsgebrauch völlig reicht. Einfach mal bei den Discountern vorbeischauen. Ich zahle derzeit 5,99 € für 7 GB. Das war allerdings ein Aktionsangebot eines Discounters. Etwas Geduld kann sich also auch bei den Discountern lohnen.
      An Netzabdeckung und Verbindungsqualität habe ich nichts auszusetzen.


      • Sabrina vor 1 Monat Link zum Kommentar

        Danke für den Tipp, Werd ich mal machen, wenn ich den Kopf dafür frei habe.


      • Martin vor 1 Monat Link zum Kommentar

        Sowohl S10 als auch Pixel 5 haben GPS Empfang.


    • Tim vor 1 Monat Link zum Kommentar

      Einen seitlichen Akkueinschub wäre ein ergonomischer Alptraum bei Smartphones... Sowas wird garantiert nicht passieren.
      Zumal so ein Mechanismus deutlich mehr Platz wegnimmt. Bei einer riesigen DSLR o.Ä. ist das kein Problem. Bei Smartphones hingegen sehr wohl. Und hinzu kommt noch, dass gerade Spiegellose Kameras geradezu katastrophale Akkulaufzeiten haben, gegenüber DSLRs. Und das obwohl sie deutlich größer sind, als Smartphones usw.
      Mit so einem System fliegen wir direkt wieder zurück nach 2012, wo ein galaxy S3 keine 2 Stunden gehalten hat.


      • Sabrina vor 1 Monat Link zum Kommentar

        Ich habe ja nicht gesagt welche Seite. Oder wollen Sie auf der Rückseite einen Deckel öffnen? Glaube nicht, dass das zweckmäßiger wäre. Ja man muss ja nicht die Lösungen der Systemkameras übernehmen. Bei Systemkameras hat man aber den Vorteil, dass man ein Vorschau-Histogramm hat und somit bessere Kontrolle über die Belichtung. Ich mache damit viel weniger Fotos pro Motiv. Bei DSLRs kann man natürlich mit der Zeitautomatik arbeiten und am Rädchen das etwas nach unten korrigieren, dass man bezüglich Überbelichtung auf der sicheren Seite ist. Geht auch. War mir aber nicht zuverlässig genug. Am Ende habe ich mit der DSLR soviele Fotos pro Motiv gemacht, dass der Akku kaum länger gehalten hat. Aber gut - sind ja auch nur meine persönlichen Erfahrungen.


  • Klaus E. vor 1 Monat Link zum Kommentar

    und wer hat früher einen Original Akku des Herstellers gekauft?
    Die meisten doch wohl den billigsten Mist, den es bei Ebay gab. Und weil er so günstig war, war es auch nicht so schlimm, wenn er nicht lang gehalten hat. Dann wurde ein neuer gekauft.
    Ob das so gewollt ist?


    • Sabrina vor 1 Monat Link zum Kommentar

      Das Problem ist mangelnder Verbraucherschutz. Oder haben Sie wegen der Gesundheitsschäden aus der Corona-Impfung vor Gericht auf Schadensersatz geklagt? Siehe auch Contergan, Lipobay, Pandemrix-Schweinegrippe-"Impfung".

      Die Hersteller müssen ja noch nicht mal verbindliche Aussagen machen, unter welchen Bedingungen die Akkus wie lange verwendbar sind.

      Warum kritisieren Sie die Verbraucher, statt den mangelnden Verbraucherschutz?


    • Michael K. vor 1 Monat Link zum Kommentar

      Dem Problem lässt sich leicht entgegenwirken. Wechselakkus könnte man mit dem Smartphone über Sicherheitschips verdongeln, so dass nur Akkus, die über ein Zertifikat abgesichert sind, das die dann tatsächlich in ihrem TPM haben müssen, um überhaupt mit dem Smartphone oder sonstigem Gerät zusammenzuarbeiten. Bei einem Akku ohne ein solches Zertifikat läuft ein solches Gerät also gar nicht erst hoch. Bei Druckern werden, allerdings auf technisch niedrigerem Niveau, solche Verdongelungen mit Patronen oder Tonerkartuschen schon durchgeführt. Das allerdings derzeit sehr zum Ärger der Nutzer solcher Geräte, da solche Patronen häufig überteuert sind. Die EU-Gremien sollten eine solche Verdongelung deshalb zwar durchaus vorschreiben, nicht aber ohne auch vorzuschreiben, dass entsprechende Zertifikate auch an Drittherhersteller kostenlos auszustellen sind, wenn diese nachweisen, dass der Akku bestimmte Sicherheits- und Qualitätskriterien erfüllt, nämlich die selben, die der Originalakku auch erfüllt.
      So wären Sicherheit und Qualität der Drittherstellerakkus sichergestellt, der Wettbewerb zwischen den Herstellern würde aber gleichzeitig sicherstellen, dass für Ersatzakkus keine "Wucherpreise" verlangt werden können.


      • Tim vor 1 Monat Link zum Kommentar

        Genau sowas macht Apple und genau das wird dann auch wieder kritisiert, weil das ja sofort wieder ein "Monopol" ist.

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