Nokia 5.4 vorgestellt: Quad-Cam, Snapdragon 662 und Android 11 für 219€

Nokia 5.4 vorgestellt: Quad-Cam, Snapdragon 662 und Android 11 für 219€

Warum 1.000 Euro für ein Smartphone ausgeben, wenn es ähnliche Funktionen bereits in der Smartphone-Mittelklasse gibt? Das kurz vor dem Weihnachtsgeschäft vorgestellte Nokia 5.3 wirft diese Frage erneut auf und bietet für nur 219 Euro einen Snapdragon 662, Android 11 und eine Quad-Kamera. Hier gibt's alle Details zum Nachfolger des Nokia 5.3.

HMD Global verriet im Rahmen einer digitalen Pressekonferenz, dass viele Menschen neben ihrer beruflichen Tätigkeit einem "Side-Hustle" nachgehen. Wer sich im Rap-Jargon ein wenig auskennt, wird das Leben als Hustler sicher kennen. Beim Nokia 5.4 geht es jedoch darum, die eigene Kreativität neben dem Hauptberuf im Privaten auszuleben und sich der Fotografie, Videos oder der Musik zu widmen.

Nokia 5.4
Die beiden Farbvarianten sind an die nordische Natur angelehnt./ © HMD Global / Collage: NextPit

Und zumindest für die ersten beiden Punkte bringt das neuste Smartphone von HMD Global interessante Eigenschaften mit. Denn auf der Rückseite des Nokia 5.4 sitzt eine Quad-Kamera, die mit maximal 48 Megapixeln auflöst. Zwar finden sich hier die in der Mittelklasse bekannten und eher zu vernachlässigenden Zusatz-Sensoren für Tiefe und Makro (jeweils 2 Megapixel), die integrierte Bildstabilisierung sowie Full-HD-Filmaufnahmen in 60 Bildern pro Sekunde könnten das 5.4 in der Mittelklasse dennoch zum interessanten Handy für Hobby-Filmer machen.

Auch der zusätzliche Ultraweitwinkelsensor gehört zur Standard-Aussstattung einer Quad-Kamera in der Mittelklasse. Allerdings soll der im Snapdragon 662 arbeitende Spectra 340 ISP (Image Signaling Processor) die Auslöseverzögerung bei Fotos beiseiteschaffen und mit OZO-Raumklang und einer Windgeräuscheunterdrückung hat HMD auch an den Klang Eurer Videos gedacht.

Mehr sehen dank Punch-Hole-Notch

Interessant ist zudem HMDs Entscheidung, von einer Wassertropfen-Notch auf eine Punch-Hole-Notch und somit auf eine Ausstanzung im Display zur Platzierung der Frontkamera zu setzen. Die Kamera im 6,39-Zoll-Display löst mit 16 Megapixeln auf - der Bildschirm schafft es auf eine Auflösung von HD+. Durch die Punch-Hole-Notch wirkt das Handy ein wenig moderner, während die Ränder rund um das Display noch ein wenig schrumpfen.

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Statt auf eine Wassertropfen-Notch setzt das Nokia 5.4 auf eine Ausstanzung im Display. / © HMD Global

Für Unabhängigkeit von der Steckdose soll ein Akku mit 4.000 Milliamperestunden sorgen, der mit maximal 10 Watt aufgeladen werden kann. Hierfür verfügt das Nokia 5.4 über einen USB-C-Port, der jedoch lediglich USB 2.0 unterstützt. Auf Wireless Charging müsst Ihr schon aufgrund der Rückseite aus Polykarbonat verzichten. Neben USB-C findet sich auch ein 3,5-Millimeter-Klinkenanschluss am Gehäuse, nicht zu sehen ist hingegen der NFC-Chip, mit dem Ihr beispielsweise Kopfhörer verbinden oder Android Pay nutzen könnt. 

Update auf Android 11 in Planung

Das Nokia 5.4 kommt mit Android One und wird schon bald ein Update auf Android 11 erhalten. Updates soll es ab dem Launch im Januar 2020 zwei Jahre lang geben, Sicherheits-Updates sogar drei Jahre und als kleines Extra für Android-Fans spendiert HMD Global dem 5.4 einen dedizierten Google Assistant-Button. Im Inneren des Smartphones stecken neben dem bereits erwähnten Snapdragon 662 SoC vier Gigabyte Arbeitsspeicher und 128 Gigabyte interner Speicher, der sich dank MicroSD-Karten um bis zu 512 Gigabyte erweitern lässt.

Auf der Rückseite findet Ihr zudem einen Fingerabdrucksensor und somit ist über das neue Nokia-Smartphone fast alles gesagt. Moment, der Preis fehlt noch. Das Nokia 5.4 kommt ab Mitte Januar für 219 Euro in den Handel und ist dann in den Farben Polar Night und Dusk erhältlich. Im Lieferumfang enthalten sind neben einem Ladegerät auch ein kostenfreier Screen Protector. Eine Smartphone-Hülle müsst Ihr selbst dazu kaufen.

Kurzkommentar zum Nokia 5.4

HMD Global zeigt hier ein gutes Gespür für das, was in der Smartphone-Mittelklasse ankommt. Gerade die versprochene Akkulaufzeit von 2 Tagen sowie der Wechsel auf eine Punch-Hole-Kamera auf der Front sind interessante Eigenschaften. Etwas schade finde ich allerdings, dass Nokia scheinbar auf eine Mogelpackung bei der Quad-Kamera setzt. 48 Megapixel, Ultraweitwinkel und zwei Pseudo-Sensoren mit jeweils 2 Megapixeln haben wir in Mittelklasse-Smartphones schon oft gesehen. Insgesamt gibt es also wenig, mit dem das Nokia 5.4 so richtig heraussticht, auch wenn es schön ist, dass Android One noch immer einen Platz in der Mittelklasse hat.

Was haltet Ihr vom neuen Nokia 5.4? Ein interessantes Smartphone unter 300 Euro oder setzt Ihr Eher auf Alternativen wie das Xiaomi Mi Note 9 Pro? Seid Ihr an einem Testbericht interessiert?

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10 Kommentare

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  • Na ja!!!! Sein Samsung A51 bekommt man für den Preis, ein Redmi Note 9S für 159 EUR. Leicht überteuert ist dieses Nokia für die verbaute Hardware.


  • @Nextpit:
    * Eine Idee für die nächste Vorstellung einer Pressemitteilung:
    Schreibt die Infos etwas strukturierter und übersichtlicher. ZB alle bekannten Daten in einer Tabelle. Als Eigenleistung könnte man diese Daten dann mit aktuellen Konkurrenzprodukten vergleichen.
    So hätte man nicht so seltsame Sätze wie
    - "[D]er im Snapdragon 662 arbeitende Spectra 340 ISP [soll] die Auslöseverzögerung bei Fotos beiseiteschaffen"
    beiseiteschaffen? Minimieren, verkürzen, ... aber der Prozessor schiebt doch nicht irgendwelche Dinge durch die Gegend.
    - "Updates soll es [...] zwei Jahre lang geben, Sicherheits-Updates sogar drei Jahre und als kleines Extra für Android-Fans spendiert HMD Global dem 5.4 einen dedizierten Google Assistant-Button. Im Inneren des Smartphones stecken ..."
    Hier werden in einem (Ab)satz einfach irgendwelche Eigenschaften die nicht zusammenpassen (Updates&Hardware) zusammengewürfelt.
    - "Im Lieferumfang enthalten [ist] ein kostenfreier Screen Protector"
    Wieso ist der "kostenfrei"? Der ist natürlich im Preis miteingerechnet, genau wie Netzteil, Verpackung, ...

    * "Auf Wireless Charging müsst Ihr schon aufgrund der Rückseite aus Polykarbonat verzichten."
    Frage: Polykarbonat ist ein Kunststoff. Wieso kann man damit nicht drahtlos laden? Ich dachte nur Metallrückseiten würden Probleme bereiten?

    * "Hier gibt's alle Details zum Nachfolger des Nokia 5.3."
    Wo? Also in diesem Artikel nicht.
    Bluetoothversion?
    Maße und Gewicht des Handys?
    Sonstige Sensoren (Magnetometer, ...)?
    Leistung des Netzteils
    Was ist "OZO-Raumklang"?
    Ist die "Windgeräuscheunterdrückung " Hardware oder nur Software (also nichts besonderes)?


  • Eine Rückseite aus Polycarbonat sollte der Möglichkeit der induktiven Ladung nicht entgegen stehen, da das Material elektrisch und magnetisch sehr schlecht leitet.
    Induktive Ladung wäre aber angesichts des günstigen Preises vielleicht doch zuviel verlangt.
    Die Rückseite aus Polycarbonat dürfte aber die Robustheit im Fall von Stürzen verbessern, auch wenn ich grundsätzlich eine Klappenhülle und Panzerglasfolie als Mittel dagegen empfehle.
    Eigentlich ist das Gerät für den Preis sehr gut ausgestattet, insbesondere wenn man den Speicher, aber auch die Akkukapazität in Betracht zieht.
    Natürlich sollte man von einem Gerät, das preislich eher der unteren Mittelklasse zuzuordnen ist, nicht die selbe Kamera- oder SoC-Leistung wie von einem drei- oder fünfmal so teuren Gerät erwarten. Ohne Tests vorweg nehmen zu wollen gehe ich davon aus, dass das Gerät für viele völlig ausreichende Leistung bietet.

    Tim


    • Tim vor 4 Monaten Link zum Kommentar

      Wäre auch blöd, wenn es so wäre. Dann könnte man nämlich die meisten Hüllen nicht benutzen, da die ja auch teilweise aus Polycarbonat (oder generell Kunststoff) sind.

      Meiner Meinung nach wäre es aber in 2020 NICHT zu viel verlangt, kabelloses Laden einzubauen. Vor allem wenn offensichtlich ohnehin genug Budget für 4 bescheuerte Kameras und auch einen mitgelieferten Screen-Protector da ist.
      Dieses "Kabelloses laden ist ein Premium Feature" sollte endlich mal aufhören...


    • Also wenn eine Webseite wie Nextpit so einen Spruch lässt muss man sich überlegen hier noch weiter zu lesen. Das Nokia Lumia 920 hat doch mit dem Polybody damit angefangen...


  • Wirkt nicht so spannend, bis auf Android One ist das Paket eher schwach


  • Immer dieser Krampf möglichst viele Kamerasensoren einzubauen. Und das in der Preisklasse. Warum nicht einfach nur eine vernünftige Hauptkamera verbauen🤷. Die 2x2MP werden eh nur eingebaut, damit man ganz Hip mit einer Quadcam werben kann. Ansonsten soll wohl noch ein 5 MP Ultraweitwinkel verbaut sein, wo ich anhand der Auflösung auch stark am nutzen zweifel.

    Ich würde es da bevorzugen, wenn man die triple- und quadcams im oberen Preissegment lässt, wo auch entsprechende Sensoren verbaut werden. Das würde ganz nebenbei auch noch einige Ressourcen sparen.


    • Das ist Marketing-Sache. Unbedarfte Kunden schlussfolgern aus der Anzahl der Kamera die Qualität.


      • Tim vor 4 Monaten Link zum Kommentar

        Kann ich mir aber ehrlich gesagt nicht (mehr) vorstellen. Wenn das so wäre, dann müssten sich ja Flaggschiffe allgemein deswegen schlechter verkaufen, gerade auch die iPhones mit (bei den beliebtesten Modellen) nur 1-2 Kameras.
        Ich würde eher sagen die wenigsten glauben wirklich, dass mehr Kameras auch mehr gut sind...


  •   16
    Gelöschter Account vor 4 Monaten Link zum Kommentar

    Klingt gut aber die Konkurrenz ist sehr stark. Eine Schutzhülle würde zusätzlich nicht schaden ,wie es viele andere auch machen. Vorteil für Nokia ist Android One.

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