Slack-Streit: Sind Tablets mit dem neuen iPad Pro endlich DIE Notebook-Alternative?

Slack-Streit: Sind Tablets mit dem neuen iPad Pro endlich DIE Notebook-Alternative?

Apple stattet sein neues 2021er iPad Pro mit dem leistungsstarken M1-Chip aus. Damit reicht die Leistung theoretisch endlich an die neuen MacBook-Modelle heran. Antoine und Ben klären im neusten Slack-Streit, ob Tablets nun endlich eine richtige Alternative zu Notebooks sind. Wie immer ist auch Eure Meinung zum Thema gefragt!

Dass Apple seine Tablets irgendwann mit dem neuen M1-Chip ausstatteten wird, lag eigentlich schon bei der Vorstellung des ARM-SoCs auf der Hand. Dennoch war die Integration des "System-on-a-Chip" im neuen iPad Pro eine Überraschung. Apple stellte die neuste Version seines Tablets im Rahmen seiner Spring Loaded-Keynote vor einigen Wochen vor.

Natürlich keimte in der NextPit-Redaktion schon während der Keynote die Frage auf, ob Tablets nun eine "echte" Alternative zu Notebooks sind. Antoine und ich (Ben!) haben uns im Firmen-Chat Slack fast digital geprügelt und daraus mal wieder einen Slack-Streit kreiert. Viel Spaß und nutzt bitte jede Gelegenheit, abzustimmen und Eure Meinung zu teilen. Los geht's!

Runde 1: Das Problem mit dem Betriebssystem

Antoine: Ey, ich kann's kaum erwarten, das neue iPad Pro auszuprobieren oder zu kaufen. Mit dem neuen M1-SoC ist das ja mal endlich DIE Alternative zu meinem öden Notebook.

Ben: Ich weiß Antoine – du als alter Apple-Fanboy kaufst die Sache mit dem M1-SoC und der Notebook-Alternative natürlich direkt ab. Aber setz mal die Anti-Hype-Sonnenbrille auf und dann wirst auch du das größte Problem erkennen: Apple liefert sein neues iPad noch immer mit iPadOS – also einem guten, aber funktionsbeschnittenen mobilen Betriebssystem aus.

Die Kompatibilität zu Drittanbieter-Software ist noch immer ziemlich limitiert, da Apps immer durch den AppStore oder über das Enterprise-Programm kommen müssen. Und da man nur Browser-Apps und keine vollwertigen Desktop-Browser nutzen kann, ist auch die Kompatibilität zu einigen Web-Anwendungen – beispielsweise unserem CMS – problematisch.

Screenshot 2021 04 20 at 19.43.51
Das Betriebssystem iPadOS macht Tablets intuitiver, schränkt sie im Vergleich zu macOS aber auch ein! / © Apple; Screenshot: NextPit

Dass Apple nicht einfach macOS auf Touch optimiert und das Betriebssystem auf dem iPad Pro 2021 anbietet, ist einfach dämlich. Zumal sich iPad- und iPhone-Apps dank der Chip-Architektur sogar weiternutzen ließen. Wie The Verge schon passend geschrieben hat: Packt macOS auf das iPad, Ihr Feiglinge!

Antoine: Ich bin kein Apple Fanboy und benutze nicht einmal ein iPad für die Arbeit, sondern einen guten alten Windows-Laptop! Und ich verbiete Dir, Fake-News über mich zu verbreiten, so wie du es in Liebesbriefen an irgendwelche Oppo-Handys tust!

Aber wir reden über Laptops! Und ich könnte, wenn ich keinen Laptop verwenden würde, mein Einstiegs-iPad 2019 durchaus dazu verwenden, um Artikel in unserem CMS zu bearbeiten und Dich in Slack Fights zu schlagen.

Der Vergleich des iPad-Betriebssystems mit iOS als einfache mobile Software ist meiner Meinung nach etwas unfair. Klar, es ist kein MacOS. Aber trotzdem sind die Produktivitätsfunktionen beispielsweise beim Multitasking und Notizen-Schreiben schon seit der Einführung im Jahr 2019 anderen mobilen Betriebssystemen weit überlegen. Sogar noch fortschrittlicher als Samsungs OneUI heute!

Dieses Argument würde nur gelten, wenn es bei unserem Slack Fight darum ginge, zu diskutieren, ob das iPad ein iMac-Ersatz sein kann oder nicht. Aber in Bezug auf das iPad als Laptop-Ersatz denke ich, dass dieses Problem nicht einmal mehr diskutiert werden muss.

Ich sage nicht, dass Du mein iPad aus dem Jahr 2019 für 349 € kaufen sollst, da es besser ist als dein Dell XPS 13 für 1.500 Euro. (Anmerkung von Ben: "Ich habe gar kein kein Dell XPS 13!") Ich sage, dass es weniger Unterschiede als je zuvor zwischen meinem billigen iPad 2019 und meinem billigen Honor MagicBook 14 gibt in Bezug auf den täglichen Gebrauch gibt!

Runde 1: Ist iPadOS als vollwertiges Betriebssystem nutzbar?
Ergebnisse anzeigen

Runde 2: Sind Notebooks zum mobilen Arbeiten nicht praktischer?

Ben: Aber ich denke, sogar Dein billiges Honor MagicBook 14 wird noch viel praktischer und robuster sein, wenn Du mal aus deinem Home-Office-Loch kommen würdest. Notebooks eignen sich perfekt für die Arbeit in Zügen oder Cafés, und selbst der Medienkonsum ist viel einfacher, wenn man ein Clamshell-Design – also einen aufklappbaren Bildschirm – hast.

Ja, es gibt externe Tastaturen für Tablets, und ich möchte dieses Argument für unsere Debatte auch keineswegs ignorieren. Aber wenn es darum geht, Sachen in meinen Rucksack zu werfen und unterwegs auf ein gutes Arbeits- / Unterhaltungssystem zuzugreifen, würde ich mir immer ein Notebook nehmen. Viel nützlicher und vor allem: viel stabiler, wenn man mal darüber nachdenkt!

Antoine: Zuallererst ist das selbst für Dich ein schlag unter die Gürtellinie. Ich werde dir niemals verzeihen und dich vielleicht heute Nacht mit meinem Apple Pencil erstechen, den ich eh noch nie benutzt habe! Ich hatte damals eine 15-Euro-Zeichen-App gekauft, nur um dann zu merken, dass es mehr als 15 Minuten dauern würde, um gut zu zeichnen zu können und habe meinen Traum dann doch aufgegeben. Gott sei Dank wurde ich nicht in Österreich geboren, was? ... Aber ich komme hier vom Thema ab!

Ich bin mit deinem Argument in Bezug auf die Unterhaltung von ganzem Herzen nicht einverstanden. Das Festhalten meines Tablets im Zug oder in der U-Bahn ist weitaus weniger invasiv als eine riesige scheiß Plastikmuschel, die auf den Knien oder auf einem kleinen Cafétisch balanciert werden muss.

Ich sage nicht, dass das iPad besser ist als jeder Laptop, der existiert! Ich sage, ein iPad kann eine richtig gute Alternative zu einem Laptop sein, nicht nur in Bezug auf den Formfaktor, sondern auch in Bezug auf die Nutzung.

Ich denke, wir sind uns beide einig, dass die Vermarktung der iPad-Pro-Modelle in den Jahren 2018, 2020, 2021 als unabhängige und leistungsstarke Lösungen für Künstler oder Videoschnitt-Profis Bullshit ist. Sogar die Apple Tech YouTuber, die das neueste iPad Pro meist nehmen, weil sie es für die Bearbeitung von Videos benötigen, sind Lichtjahre davon entfernt, all diese Leistung und Hardware zu benötigen, um ihre Bewertungen oder Vlogs zu bearbeiten.

AndroidPIT honor magicbook front
Seit jeher ein bewährtes Konzept: aufklappbare Geräte mit integriertem Display und Tastatur. / © NextPit

Sicher, einige Funktionen des Displays können nützlich sein, wenn man mit Farben oder HDR-bezogenen Inhalten arbeiten muss. Aber es ist einfach nicht der Hauptgrund, warum mehr als die Hälfte der Apple-Fans ein iPad Pro kaufen würden.

Apple ist Mainstream – so wie 90% der Apple-Kunden! Und was machen diese Leute normalerweise auf ihrem PC? Sie arbeiten ein bisschen, schauen sich Netflix an, hören Musik und verlieren Ihre Zeit und Ihr halbes Leben in endlosen Videokonferenzen.

Für diese Zwecke benötigt man keinen Laptop. Ein Tablet ist in der Lage, diese Aufgaben mit einer guten User Experience bereitzustellen – und das auch noch in einem handlicheren Format!

Antoine weiterhin ...:

Ich stimme Deinem Argument bezüglich der Kompatibilität zu Apps von Drittanbietern wirklich zu!

Ich habe auch das Gefühl, dass einfache Dinge wie das Ziehen und Ablegen einer Datei aus dem Dateimanager in eine angehängte Datei für Google Mail bei Verwendung des geteilten Bildschirms super kompliziert ist im Vergleich zum PC, da die Gesten mit Maus + Tastatur kombiniert werden (sofern man über die Magic-Tastatur verfügt). Das ist durchaus weniger intuitiv als auf einem "normalen" PC.

Bei Apple ging es schon immer darum, den Benutzer an die Benutzeroberfläche zu binden. Ich hasse iPadOS auch die meiste Zeit! Ich sage nur, dass es für einen "Mainstream-Nutzer" wirklich nicht viele Argumente dagegen gibt.
Ehrlich gesagt, ich benutze mein iPad in meiner Wohnung lieber als meinen PC, es ist einfach bequemer.

Das iPad ist ein Alltagsgegenstand und für die meisten Menschen, die einen ganz normalen Schreibtischjob wie wir haben, kann das iPad problemlos für einen halben oder auch einen vollständigen Workflow geeignet sein.

Unterwegs arbeiten: Sind Notebooks mit Clamshell-Design praktischer?
Ergebnisse anzeigen

Runde 3: Laptops sind robuster und reparierbarer!

Ben: Noch etwas zur Robustheit von Tablets! Ich denke wirklich, dass es eine schlechte Idee ist, eine 12 Zoll große, millimeterdünne Glasscheibe in einem Rucksack herumzutragen! Notebook-Bildschirme sind vom Design her geschützt und sind nicht so stark auf Bildschirme mit einer Glasscheibe angewiesen, da Hersteller nicht auf Touchscreens angewiesen sind.

Apple iPad Pro 129 2020 im Test 1
Dünne Ränder und eine rieeeesen Glasscheibe: Sind Tablets zu zerbrechlich? / © NextPit

Die Reparierbarkeit ist bei Tablets meiner Meinung nach auch ein großes Problem. Ich weiß, dass der Trend bei Sub-Notebooks auch mehr in Richtung festgelöteter RAM-Riegel geht, aber die Gehäuse können normalerweise recht einfach mit Schraubendrehern geöffnet werden.

Ich habe den Lüfter und den Akku in meinem 4 Jahre alten Xiaomi Mi Book 13 ausgetauscht und läuft mit installierten Xubuntu wieder perfekt und flüssig. Das ist etwas, das Tablets von Natur aus nicht bieten können.

Antoine: ...

Ben: Ach und noch was! Die Anschlussmöglichkeiten sind einfach super begrenzt. Das iPad Pro hat einen USB-C-Anschluss, während mein Notebook einen vollwertigen HDMI-Port, ein paar USB-A-Steckplätze und sogar ein Kartenlesegerät hat.

Wenn ich also ein Tablet an meinen externen Bildschirm und an meine Maus anschließen möchte, habe ich direkt ein Problem!

Antoine? ...

Antoooine?

Robustheit und Reparierbarkeit: Tablets sind zu zerbrechlich!
Ergebnisse anzeigen

Tja, da war Antoine wohl eher von Bens nervigen Antworten beeindruckt, als von seinen Argumenten! Ihr glaubt kaum, wie häufig das in unserem Firmen-Slack vorkommt! Jetzt seid aber Ihr an der Reihe! Die große Frage zum Ende lautet natürlich: Sind Notebooks in Euren Augen eine echte Alternative zu Notebooks?

Conclusio: Sind Tablets echte Alternativen zu Notebooks?
Ergebnisse anzeigen

Vielleicht ist die Welt aber auch gar nicht Schwarz-Weiß und Ihr habt Argumente, die für beide Seiten sprechen. Dann teilt uns das doch gerne in den Kommentaren mit und diskutiert darüber, ob Ihr Euch das neue iPad als Notebook-Ersatz holen würdet. Wir sind gespannt, welche Argumente Ben und Antoine in ihrem Slack-Fight vergessen haben!

Neueste Artikel

Top-Kommentare der Community

  • C. F.
    • Blogger
    vor 2 Wochen

    "Ben: Ach und noch was! Die Anschlussmöglichkeiten sind einfach super begrenzt. Das iPad Pro hat einen USB-C-Anschluss, während mein Notebook einen vollwertigen HDMI-Port, ein paar USB-A-Steckplätze und sogar ein Kartenlesegerät hat.

    Wenn ich also ein Tablet an meinen externen Bildschirm und an meine Maus anschließen möchte, habe ich direkt ein Problem!"

    Wenn Du das Notebook also mal mitnimmst, wozu es auch konzipiert ist, steckst Du also erst mal alles aus: externer Monitor, USB-Geräte etc. Und wenn Du wieder nach Hause kommst, wird alles wieder eingestöpselt. Also umständlich.

    Dafür gibt's USB-C-Hubs, bei denen alles angeschossen bleibt. Und die ganze Kommunikation mit dem iPad geht dann lediglich über einen (!) Stecker. Alles easy.

  • Damian Sander vor 2 Wochen

    Mag sein, dass da ein quäntchen Wahrheit drin steckt.
    Wenn ich aber die Wahl hätte, würde ich lieber zu Fuß zum Bürgeramt gehen als irgendwas auf einem gleichaltrigen Galaxy Tab S3 erledigen zu müssen. 🙈

42 Kommentare

Neuen Kommentar schreiben:
Alle Änderungen werden gespeichert. Änderungen werden nicht gespeichert!
Neuen Kommentar schreiben:
Alle Änderungen werden gespeichert. Änderungen werden nicht gespeichert!

  • Nein! Sind sie nicht und werden sie auch niemals sein! Die Frage stellt sich gar nicht! 🤔


  • Ich bin beruflich nun seit etwa einem Jahr mit einem Surface Pro 7 unterwegs (Variante mit i7-1065G7, 16GB RAM und 512GB Speicher). Mal abgesehen davon, dass dem Akku der langfristige Betrieb über ein Surface Dock offenbar schadet, vermisse ich mein vorheriges Notebook überhaupt nicht. Im Gegenteil, seitdem ich mich auch mal mit dem Surface Pen beschäftigt habe, ist das Surface Pro momentan "alternativlos" für mich.


  • Ich sag nur Surface. Notebook und Tablet in einem plus Betriebssystem ohne Softwareeinschränkung.


  • Tja, mit meinem Surface-Book 2 habe ich einen vollwertigen Laptop. Und ich kann das Display abnehmen und habe ein Tablet, das ansonsten ein vollwertiger PC bleibt und nicht in einen beschränkten Modus wechselt.

    Solange das iPad Pro das selbe iPadOS wie mein iPad mini hat, ist es eben genau das: Ein iPad mini mit mehr Leistung, größerem Bildschirm, höherer Auflösung, doppelt Stereo und auch den riesigen App-Icons.😐


  • C. F.
    • Blogger
    vor 2 Wochen Link zum Kommentar

    "Ben: Ach und noch was! Die Anschlussmöglichkeiten sind einfach super begrenzt. Das iPad Pro hat einen USB-C-Anschluss, während mein Notebook einen vollwertigen HDMI-Port, ein paar USB-A-Steckplätze und sogar ein Kartenlesegerät hat.

    Wenn ich also ein Tablet an meinen externen Bildschirm und an meine Maus anschließen möchte, habe ich direkt ein Problem!"

    Wenn Du das Notebook also mal mitnimmst, wozu es auch konzipiert ist, steckst Du also erst mal alles aus: externer Monitor, USB-Geräte etc. Und wenn Du wieder nach Hause kommst, wird alles wieder eingestöpselt. Also umständlich.

    Dafür gibt's USB-C-Hubs, bei denen alles angeschossen bleibt. Und die ganze Kommunikation mit dem iPad geht dann lediglich über einen (!) Stecker. Alles easy.


  • Ich sehe in einem Tablet keine echte Alternative zu einem Laptop. Beide sind für unterschiedliche Einsatzbereiche konzipiert und optimiert, und nur weil man ein Tablet mit externer Tastatur ausstatten kann, wird noch lange kein Laptop daraus. Womöglich sieht man das bei Apple genauso, und hat deshalb das aktuelle iPad nicht mit MacOS ausgestattet.
    Für Unterhaltungszwecke mag ein Tablet Vorteile haben und bei stehenden Arbeiten, wie Warenbestandsaufnahmen, der Maschinenwartung oder der Ticketkontrolle ist es sogar schon fast alternativlos. Aber bei eingabeintensiven Schreibarbeiten, Formulararbeiten oder Tabellenkalkulation und der Arbeit mit CAD/CAE-Software ist der Touchscreen einfach keine vernünftige Alternative zu Tastatur und Maus.
    Da hilft es auch wenig, dass manche Tablets mit einer externen Tastatur ausgestattet werden können. Sobald man diese benötigt, ist ein Tablet ein Notebook mit allen seinen Nachteilen, aber ohne alle seine Vorteile.
    Braucht man eine Tastatur, dann bleiben dem Tablet die Bereiche, in dem man beide Einsatzzwecke benötigt, noch als Vorteil, aber auch dann dürfte es sinnvoller sein, zwei spezialisierte Geräte einzusetzten.
    Ein Tablet sehe ich als sinnvoll an, wenn man überwiegend seine Vorteile ausnutzen kann, die eben dann bestehen, wenn der Touchscreen vorteilhaft oder unverzichtbar ist, wie bei stehenden Arbeiten, oder Medienkonsum auf dem Sofa oder im Zug, und höchstens gelegentlich mal eingabeintensive Arbeiten anfallen, die man meistens ohnehin sitzend ausübt.
    Was mir bei der ganzen Diskussion viel zu kurz kommt, ist die ganze Softwarefrage. Den größten Marktanteil bei Laptops und Desktop-Rechnern hat nun mal Windows und viele Programme gerade im Engineering-Bereich gibt es für MacOS oder auch Linux gar nicht. Und wenn es sie gibt, müsste man sie neu kaufen, was wenig verlockend ist, wenn der Wert der vorhandenen Software den der anzuschaffenden Hardware bei weitem übersteigt.
    Umgekehrt kann auch ein reichhaltiges Freeware-Angebot im Windows-, und erst recht im Linux-Bereich die Anschaffung eines Laptops rechtfertigen. Die Office-Suite Libre-Office, um nur ein Beispiel zu nennen, oder das Bildbearbeitungsprogramm Gimp werden absolut professionellen Ansprüchen gerecht, und kosten gerade mal gar nichts. Allerdings weiss ich nichts über das Freeware-Angebot für MacOS.
    Aber auch, wenn es gleichwertige oder sogar bessere Software im geplanten Anwendungsfeld gibt, wird diese doch oft anders bedient, was Einarbeitungs- oder sogar Schulungsaufwand bedeutet.
    Die Frage, ob ein Tablet, und hierbei wird ja nur auf iPads eingegangen, eine Alternative zu einem Laptop ist, wird ein MacOS-Nutzer vermutlich auch ganz anders sehen, als jemand, der überwiegend mit Windows oder Linux arbeitet.
    Zwar mag ein Tablet für Unterhaltung, Email und Videokonferenzen eine brauchbare und manchmal auch vorteilhafte Alternative sein, aber ich bezweifle doch stark, dass der Arbeitsalltag der "Meisten" aus solchen trivialen Tätigkeiten besteht. Aber in den Fällen, in denen das so ist, stellt sich eine ganz andere Frage:
    Die Leistung des iPad mit M1-SoC steht ausser Frage, es schlägt sogar etliche High-End-Laptops, und angesichts dessen dürfte der Preis für das iPad sogar angemessen sein. Nur, fährt man Pizza mit dem Bently aus?
    Für die genannten Tätigkeiten braucht man keine High-End-Rechenleistung, bräuchte also auch keinen High-End-Laptop.
    Hierfür reichen Laptops der 300 € Klasse völlig.
    Und wenn diese Frage auch für gut verdienende nextpit-Mitarbeiter von untergeordneter Bedeutung sein mag, für viele kleine und mittlere Unternehmen, aber auch für Familien-Väter und -Mütter, die für mehrere Kinder zwecks Heim-Beschulung Geräte benötigen, ist ein Preisunterschied von 500 € (pro Gerät !) eben keine Summe, die sich so eben aus der Portokasse bezahlen lässt.
    Fazit:
    Tablets haben ihre Daseinsberechtigung und es gibt Einsatzbereiche, für die sie die beste Lösung sind.
    Das sind aber nicht die üblichen Produktivitätsbereiche, und da wo man Laptops wirklich durch Tablets ersetzen kann, sind leistungsfähige Tablets zu teuer.


    • C. F.
      • Blogger
      vor 2 Wochen Link zum Kommentar

      "Die Office-Suite Libre-Office, um nur ein Beispiel zu nennen, oder das Bildbearbeitungsprogramm Gimp werden absolut professionellen Ansprüchen gerecht, und kosten gerade mal gar nichts. Allerdings weiss ich nichts über das Freeware-Angebot für MacOS."

      Gibt's natürlich auch für MacOS und läuft sogar auf den M1-Macs.


    • Für iOS/iPadOS und Android gibt es Collabora Office. Das ist ein Fork von LibreOffice, angepasst an gemeinsames Arbeiten über eine Cloud. Man kann es aber auch offline nutzen.

      Ich nutze ein iPad Air 3 mit Magic Keyboard, Pencil und Magic Mouse. Im Grunde kann ich alles machen, was ich am Notebook mache. Aber nicht alles ist genauso gut machbar. Selbst Videokonferenzen sind nur bedingt sinnvoll, wenn Bildschirme geteilt werden. Dann braucht man am Tablet eine Lupe, bzw, man zoomt und sieht dann nicht den ganzen geteilten Bildschirm und der Präsentator bezieht sich gerade auf einen Bereich außerhalb des Displays. Er sieht ja nicht, was die anderen gerade heranzoomen. Das wird auch das iPad Pro mit 12.9 Zoll nicht viel besser sein. Mir wäre ein 13-Zoll-Display am Notebook schon zu klein.

      Bisher kann ein Tablet eine leichtere und handlichere Alternative für einige Einsatzzwecke zum Notebook sein. Das Notebook sollte dann aber deutlich größer als das Tablet sein (15 bis 17 Zoll).


  • Hab seit Jahren kein Notebook oder PC benutzt ,wozu auch. 🤷‍♂️
    Mittlerweile kann man so vieles mit Smartphone / Tablet ,da geb ich mein Geld nicht für ein nutzloses Notebook aus.


    • "Viel" ist ein dehnbarer Begriff von daher sind solche Aussagen nicht für ernst zu nehmen. Des weiteren sind die meisten Programme nur abgespeckte Versionen die nie an einer vollumfänglichen PC/Mac Version heranreichen. Schaut man sich mal um was die meisten mit einem Tablet den ganzen Tag so machen,. stellt man schnell fest dass das meiste nur Spiele sind und sowas wird dann arbeiten genannt. In der Arbeitswelt dienen Tablets nur als zusatz und werden auch auf absehbare Zeit keine Laptop/Mac oder einen PC ersetzen können, nicht einmal ansatzweise.


  • @Benjamin Lucks
    "Die große Frage zum Ende lautet natürlich: Sind Notebooks in Euren Augen eine echte Alternative zu Notebooks?" ...
    ... mein persönlicher Lacher der Woche.

    Für mich ist das Laptop immer noch flexibler, robuster & ist anschlussfreudiger! Zum Arbeiten für mich 100% besser als ein Tablet.

    Für den Konsum von Medien aller Art (Musik, Videos, Bilder & Filme aus Mediatheken) würde ich nach wie vor ein Tablet bevorzugen; auf der Couch wie im Bett. 😄

    Wie immer: jedem das Seine, mir das Meiste.


    • Tim vor 2 Wochen Link zum Kommentar

      Es gibt Laptops die genauso wenige Anschlüsse haben und ein Tablet kann man eben als Tablet und mit Tastatur als Quasi-Laptop nutzen -> flexibler.
      Und wirklich robust sind 90% der Laptops auch nicht.
      Das sind alles Argumente, die auf ein paar Laptops zutreffen, aber eben nicht auf die Kategorie selbst.


    • C. F.
      • Blogger
      vor 2 Wochen Link zum Kommentar

      "Für mich ist das Laptop immer noch flexibler, robuster & ist anschlussfreudiger! Zum Arbeiten für mich 100% besser als ein Tablet."

      Mein persönlicher Lacher der Woche...

      Wer flexibel arbeiten möchte oder muss, betreibt sein Laptop mit einem Hub bzw. Dockingstation, wo jegliche Peripherie angeschlossen ist und bleibt. Und die wird nur mit einem USB-C am Laptop angeschlossen. Geschäftlich können alle Monitore oder Beamer kabellos angesteuert werden, da braucht man am Laptop lediglich einen USB Anschluss. Wenn überhaupt. Selbst bei mir zu Hause geht alles über AppleTV und WLAN. Kabel gibts keine mehr. Nicht mal zum Drucker.


  • Ich habe keinen Laptop, nur einen großen PC, und muss zwecks Umzugs vieles auf einem iPad Pro erledigen. Bin schon etwas verwundert wie gut das mittlerweile klappt, vor allem da sich Safari im Umgang mit Dateien über die Jahre stark verbessert hat. U.a. hat man nun (seit iOS 12?) beim Datei-Upload auf Webseiten Zugriff auf den Filemanager und verlinkte Cloud-Konten.

    Was mir persönlich am meisten fehlt ist das freie Herumschaufeln per Drag and Drop, das trotz Split-Screen von vielen Apps nicht unterstützt wird.
    Arbeiten ist dadurch teilweise schon deutlich langsamer und umständlicher.
    Muss aber ganz ehrlich sagen, dass es dennoch nichts gab, das ich in den letzten zwei Wochen nicht auf dem iPad erledigen konnte.

    iPad als Alternative zum PC/Laptop? Zur Not klappt’s, und so fühlt es sich auch an.


  • Gegen mein Surface Pro keine Alternative, das einzigst echte Tablet was ein Windows pc ist. Mit Schutzhülle und ausklappbarer Tastatur. Besonder für mobiles Office Alternativlos wie ich finde.

    lolo

Zeige alle Kommentare
Neuen Kommentar schreiben:
Alle Änderungen werden gespeichert. Änderungen werden nicht gespeichert!