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Auswertung unserer Umfrage: Wer zur Hölle filmt mit dem Smartphone?

Update: Hier gibt's die Ergebnisse!
Auswertung unserer Umfrage: Wer zur Hölle filmt mit dem Smartphone?

Apple und Xiaomi legen bei ihren neuen Smartphones viel Wert auf coole Video-Features. Da stellt sich die Frage: Filmt die NextPit-Community eigentlich mit dem Smartphone? Vergangene Woche habe ich genau diese Frage an die Leser:innen in Deutschland, Frankreich, Brasilien, Indien und den USA gestellt. Nun folgt die Auswertung!

Von der kleinen Mini-Me-Version von mir gibt es genau ein einziges Video! Der ungefähr vierjährige Ben schaute da verdutzt in eine riesige Videokamera mit genug Platz für VHS-Kassetten. Heutzutage sind Kinder es gewohnt, in eine Smartphone-Linse zu schauen, denn Filmen ist in den letzten Jahren viel einfacher geworden. Dass Handys sehr gute Videoaufnahmen produzieren, dafür braucht es keine Umfrage.

Dennoch wollte ich in der letzten Woche von Euch wissen, ob Ihr diese auch wirklich nutzt. Denn mein Verdacht war, dass Videos für Familie und Freunde ohnehin mit den integrierten Funktionen bei WhatsApp oder sogar Instagram aufgenommen werden. Und ich spoiler die Ergebnisse schon insoweit, dass ich mit einer Vermutung selten so falsch lag, wie letzten Freitag. Los geht's!

Handyvideos sind beliebter, als ich dachte

Zunächst zur ersten Umfrage, in der es darum ging, ob Ihr überhaupt mit dem Smartphone filmt. Die Antworten waren in den verschiedenen NextPit-Ländern überraschend unterschiedlich. Während in Frankreich und in den Ländern USA & Indien die meisten Leser:innen angaben, nicht mit dem Handy zu filmen, lag in Deutschland und in Brasilien die Antwort "Ja, aber eher selten" vorn. In Deutschland gab's zudem viele Stimmen für "Ja, häufig" und hier wurde auch in den Kommentaren viel über die Affinität zur Smartphone-Videokamera geschrieben.

Frage Nummer 1
Die Antworten sind wirklich unterschiedlich ausgefallen diese Woche! / © NextPit

Hier gab es auch Ärger dafür, dass ich die Frage überhaupt gestellt habe. Die Einsatzzwecke reichen hier von der Aufnahme von Familienvideos über Aufnahmen für den eigenen YouTube-Kanal bis zu dem Hinweis, dass sogar Filme mit dem Smartphone gedreht werden. Ein Grund dafür war laut Leser roezal die Corona-Pandemie!

Benjamin - Du bist nicht auf dem Laufenden... Die Pandemie und die damit verbundenen Einschränkungen unterschiedlichster Art führten zu einem regelrechten Boom von Serien oder Filmen - mit dem Smartphone aufgenommen, denn eine große Crew ging ja nicht. - Roezal in der deutschen Community

Das Aufnehmen von Kurzfilmen wurde auch von Apple und Xiaomi als Einsatzzweck für die neuen Videofeatures genannt. Und für diese Fälle scheinen die Funktionen auch tatsächlich einen Mehrwert zu bieten. Somit sind die Antworten aus meiner zweiten Frage durchaus erwartbar.

Ihr nehmt überwiegend mit der Kamera-App auf

Die vorinstallierte Kamera-App bietet meist die beste Qualität und hier finden sich auch neue Features, die Handyhersteller entwickeln. Trotzdem bin ich davon ausgegangen, dass viele Nutzer:innen lieber Aufnahmen mit den integrierten Videofunktionen von WhatsApp und Co. aufnehmen. Sie sind schneller zu erreichen und liefern zumindest eine ausreichende Filmqualität. Das Ergebnis zeigt allerdings: Hier lag ich komplett falsch.

Frage Nummer 2
Bei der Kamera-App seid Ihr Euch einig: Es muss die vom Hersteller sein!  / © NextPit

In jeder NextPit-Region liegt die Antwort "Mit der Kamera-App des Handys" vorne, und den anderen Antworten habt Ihr kaum Beachtung geschenkt. Der französische Leser Jerome69Paris hat dennoch einen Tipp in seinem Kommentar für Euch:

Zum Aufnehmen von Videos verwende ich meinerseits die hervorragende App "OpenCamera", da diese eine Funktion mitbringt, die mein Xiaomi Mi Max 3 mit der originalen Foto-Video-App nicht hat, Stabilisierung im 4k-Modus / 30fps. Seltsamerweise stabilisiert die Original-App nur bis zu 1080p / 60fps (obwohl Sie die Stabilisierung in 4k aktivieren können, funktioniert jedoch nicht), während das Smartphone dank OpenCamera eindeutig die Fähigkeit hat, sich perfekt in 4k / 30fps zu stabilisieren. - Jerome69Paris aus der französischen Community

Ein deutscher Leser hat zudem moniert, dass die Antwortmöglichkeit "Mit einer echten Kamera" hier nicht vorkam. Das solltet Ihr natürlich in der ersten Umfrage beantworten und die zweite Frage war nur für den Fall gedacht, dass Ihr auch mit dem Handy filmt.

Sind Kamera-Apps nur zum "Show-Off" gedacht?

Zu guter Letzt habe ich noch eine Vermutung geäußert, welche die Motivation hinter dem Kino-Modus und der Cinemagic aus Sicht der Hersteller betraf. Zeigen die Modi einfach nur, was die neuen Prozessoren und Kameras drauf haben? Eure Antworten waren wieder recht eindeutig.

Frage Nummer 3
Meiner These stimmt Ihr überwiegend zu. Und das muss gar nicht schlecht sein!  / © NextPit

Denn in allen Ländern stimmten mir die Leser:innen bei meiner Vermutung eher zu. Mit ein bisschen Abstand frage ich mich selbst, ob das überhaupt etwas Negatives ist. Wenn nämlich ein Hersteller mit einem Videofeature nur angeben will, dieses aber interessant und eindrucksvoll ist, dann entsteht am Ende doch ein Mehrwert für den / die Nutzer:in. Und das ist im Prinzip das, was wir alle wollen, oder?

Ich bedanke mich herzlich für alle Antworten auf die jeweiligen Umfragen und natürlich für die zahlreichen Kommentare. Also bis zum nächsten Mal!


Ursprünglicher Artikel vom 1. Oktober 2021:

Offenbar erkennen Apple und Xiaomi einen Bedarf in Smartphones, den ich persönlich noch nicht ganz sehe. Videofunktionen haben sich wie ein roter Faden durch die ersten Launches im Tech-Herbst gezogen. Dabei stellt sich die Frage: Wer filmt überhaupt mit dem Smartphone und falls doch, nutzt man dafür wirklich die integrierte Kamera-App? Auf geht's zur Umfrage der Woche auf NextPit.

Habt Ihr die Launches von Apple und Xiaomi in den letzten Wochen verfolgt? Falls nicht, lasst es mich kurz zusammenfassen! Apple hat die iPhone-13-Serie vorgestellt und dabei einen spannenden Videomodus namens "Cinematic Mode" vorgestellt, zu Deutsch: Kinomodus. Wenige Tage später präsentierte Xiaomi das 11T und das 11T Pro und legte dabei ebenfalls viel Wert auf magische Videofunktionen – "Cinemagic" sozusagen.

So schön diese Features auch anzusehen sind, so sehr stellt sich eine Frage bei mir: Wer filmt eigentlich mit seinem Smartphone? Damit meine ich nicht das Aufnehmen kurzer Videos für Freunde auf WhatsApp oder für die Follower auf Instagram. Ich meine aufwendige Videos mit der integrierten Kamera-App, in denen der Hintergrund unscharf sein muss oder man einen Vertigo-Effect à la Alfred Hitchcock braucht.

Filmt Ihr mit dem Smartphone?

Starten wir also mit der Hauptfrage: Nehmt Ihr mit Eurem Handy Videos auf? Damit sind Aufnahmen gemeint, die bewusst als Erinnerungen auf Eurem Speicher landen und die mit der Kamera-App aufgenommen wurde. Also diejenigen Aufnahmen, bei denen Ihr von den freshen Videofunktionen von Apple und Xiaomi profitieren würdet.

Filmt Ihr mit dem Smartphone
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Ich persönlich nehme solche Videos eher zum Testen neuer Smartphones auf. In unseren Testberichten sind die Videofunktionen aber generell etwas, das wir eher vernachlässigen. Aber vielleicht ändert sich das ja, wenn sich herausstellt, dass die NextPit-Community aus Hobby-Filmern besteht. Aber halten wir uns nicht länger auf und schauen auf die nächste Frage!

cinematic mode iphone hero
Der Kino-Modus scheint wirklich hohe Anforderungen an die Hardware zu haben. / © NextPit

Nutzt Ihr die interne Kamera-App?

Als ich neulich für NextPit beim Rollerhersteller Unu war, habe ich eine kurze Story auf Instagram aufgenommen. So unterwegs ist es viel einfacher, einen kurzen Eindruck von Orten oder Produkten über die integrierte Videofunktion der Social-Media-App aufzunehmen. Gleiches gilt, wenn man nur eben einen schönen Moment für die Familiengruppe auf WhatsApp, Telegram oder Snapchat festhalten will. Also meine Anschlussfrage:

Wie nehmt Ihr Videos eher auf?
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Zu guter Letzt möchte ich noch eine kurze Meinung zum offensichtlichen Wichtigwerden der Video-Features bei Smartphones anbringen. Diese Theorie gilt es dann am nächsten Montag zu prüfen – natürlich bin ich auch hier an Eurer Meinung interessiert.

These: Video-Features als Demo für die Smartphone-Leistung

Womöglich reagieren Smartphone-Hersteller mit ihren neuen Video-Features auch gar nicht auf einen Bedarf. Smartphone-Hardware ist inzwischen so leistungsstark, dass man sie im Alltag kaum noch an ihre Grenzen bringen kann. Das ist höchstens bei Mobile Games oder eben bei Videofunktionen der Fall. Apples neuer Kino-Modus ist beispielsweise so anspruchsvoll, dass Apple ältere iPhones aufgrund zu geringer Leistung nicht mit dem Feature versorgen kann.

Meine steile These ist daher, dass die Videofunktionen eine Möglichkeit für Hersteller darstellen, um einen Bedarf an neuen Geräten zu schaffen, obwohl ältere Modelle noch immer die meisten Apps und Mobile Games flüssig darstellen können. Sie legitimieren den Einsatz immer stärkerer Prozessoren, größerer Speicheroptionen und mehr Gigabytes an RAM. Stimmt Ihr mir da zu?

Videomodi sollen die Leistung neuer Handys demonstrieren!
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Jetzt aber "Klappe zu!" oder wie auch immer man in der Filmbranche sagt. Ich freue mich diese Woche besonders auf Euren Input in den Kommentaren und hoffe fast, dass ich hier zu sehr die Scheuklappen aufgesetzt habe. Also bis spätestens Montag, wenn wir diese Umfrage auswerten.

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Top-Kommentare der Community

  • Tim vor 2 Wochen

    Also ich nehme gefühlt fast täglich Videos mit dem Handy auf. Vor allem von meinem Hund, weil er oft süßen und / oder witzigen Unsinn anstellt. Und ich habe oft Vögel auf meinem Fensterbrett sitzen - das ist auch immer ganz knuffig ^^

    So richtig angefangen, wieder mehr Videos aufzunehmen, hab ich aber erst mit dem IPhone 11 und Quick Take, weil's wirklich viel einfacher wurde, schnell Videos aufzunehmen. Das hatte Samsung ja früher auch schon, hat es dann idiotischerweise gestrichen und bringt's jetzt mit OneUI3.0 zurück. Finde das Feature klasse.
    Oft gehe ich aber auch mit dem dedizierten Video-Modus, da Quick Take auf 1080p (bzw. genau genommen 1920x1440p) limitiert ist. Und da läuft's dann mit 4K30, weil ich dann on the fly immer noch zwischen den Kameras wechseln kann ^^ geht bei 4K60 warum auch immer leider nicht.

    Bin echt froh, zu was Smartphones da heute in der Lage sind. Es wäre nur schön, wenn die ach so tollen sozialen Netzwerke, WhatsApp etc. da endlich mal ihre Systeme von gefühlt 2002 runderneuern... Gerade auf Twitter sehen Videos oft immer noch aus, wie in 144p gefilmt, weil sie komplett totkomprimiert werden.

41 Kommentare

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  • Radler61 vor 1 Woche Link zum Kommentar

    Ich bin generell kein Freund von Videos, ich sehe mir auch keine Videos von Anderen an. Wenn ich sie per WA gesendet bekomme, lösche ich sie zu 99 % sofort ungesehen. Für mich reine Zeitverschwendung. Unfassbar, wie viel völlig überflüssiges Zeug in Form von Videos (wie auch Fotos) im Netz herumlungern. Wer bitte interessiert sich für eure Haustiere? :-/


  • dieCrisa vor 1 Woche Link zum Kommentar

    "In unseren Testberichten sind die Videofunktionen aber generell etwas, das wir eher vernachlässigen."
    Tja, warum nur? Das Netz ist voll von Videos, die mit dem SmartPhone gedreht wurden. Es ist mehr als überfällig, dass dies ebenso wie Fotos Gewicht bei Tests erhält und überhaupt grundsätzlich einen gebührenden Stellenwert erfährt.


  • Babb vor 2 Wochen Link zum Kommentar

    "Wie nehmt ihr Videos eher auf?"
    Hier fehlt mir die Möglichkeit "gar nicht" bzw. "mit keiner Kamera"! 🙄

    Ich würde eher Filmen anstatt zu "knipsen". Wie zu Analogzeiten: einfach zu teuer, da sehr gute Komponenten benötigt werden und das Smartphone für solche Technik zu schmal/dünn ist, um diese Technik unterzubringen! 😏

    Deshalb bleibt es beim "Knipsen" einiger, weniger Fotos ... Für mehr nehme ich (unterwegs mit Zeit & Lust) gerne meine Sony A1 mit (wenigen aber) guten Objekten. 😋

    H G


  • Gianluca Di Maggio vor 2 Wochen Link zum Kommentar

    Apples Kino-Modus ist ohnehin nur ne Spielerei. In der Praxis sieht man deutlich die Schwächen.


  •   23
    Gelöschter Account vor 2 Wochen Link zum Kommentar

    Ich, als geborener Filmermuffel, finde alleine die Möglichkeit, eine gute Filmkamera jederzeit dabei zuhaben, als äußerst nützlich.
    In den 90ern und 00er Jahren hatte ich im Urlaub gerade mal eine Hand voll Kurzfilme aufgenommen (mit einer Kompaktkamera!! in sehr geringer Auflösung). Hätte ich auch das nicht getan, gäbe es von unseren Kindern, die heute erwachsen sind, gar keine bewegten Bilder.

    Von daher mein Rat: Wichtig, und bitte in der Familie auch ab und an benutzen!!


  • Jack Black vor 2 Wochen Link zum Kommentar

    Habe einen YouTube - Kanal für den ich fast ausschließlich mit dem Smartphone filme.


    • Paella Mixta vor 2 Wochen Link zum Kommentar

      Hallo, und wie kommt man daran und mit Musik kein Problem mit der Gema?


      • Jack Black vor 2 Wochen Link zum Kommentar

        Verstehe den Kommentar nicht wirklich m


      • Michael K. vor 1 Woche Link zum Kommentar

        Er hat wohl Ärger mit der Gema, weil die Gebühren für Begleitmusik der Videos will, und will wissen, wie Du solchen Ärger vermeidest. Ohne Deine Antwort vorweg zu nehmen, gehe ich davon aus, dass es nur zwei Möglichkeiten gibt, solche Gebühren zu vermeiden:
        Keine Musik zu hinterlegen, oder eben gemafreie Musik zu hinterlegen. Im Klassikbereich findet man wohl einiges, aber auch da sollte man sich genau informieren, ob die Musik wirklich gemafrei und frei verwendbar ist. Denn, nur weil die Komposition frei ist, können Musiker und Orchester natürlich trotzdem Rechte daran halten.
        Es gibt auch Künstler und Plattformen, die nicht Mitglied der Gema sind, deren Musik aber deshalb nicht frei von Rechten daran ist.
        Musik selber zu komponieren und zu spielen ist natürlich auch noch eine Möglichkeit. Da hat man dann auch selber die Rechte daran.

        https://www.so-geht-youtube.de/2019/01/kostenlose-lizenzfreie-musik/


      • Jack Black vor 1 Woche Link zum Kommentar

        Habe das schon verstanden, aber hat ja mit Videos machen nichts zu tun.
        Entweder abonniert man einen Dienst, wo man dann die Musik benutzen darf, oder man sucht Free Use - Musik.


  • Paella Mixta vor 2 Wochen Link zum Kommentar

    Hallo ich Filmesehr viel mit dem Handy Samsung, schon seid viele Jahre, von Schul Feste Umzüge und alles in F HD 30...UND JETZT MIT 4K...einfach Faszienierent was man alles machen kann, ich habe somit Filme in YouTube rein gestellt kostenlos ganz klar, jeder kann es sich ansehennur und nur die GEMA macht wegen Musik árger und ich Filme nur habe garnicht die Musikdas macht die Schule selber je nach Tánze oder andere Sachen die gebracht werden, oder bei Umzüge wo Musik gemacht wird und die wollen von mir Geld und ich Filme nur, und darum mache ich seid 1 Jahr so etwas nicht...Deutschland GEMA, früher mit Mit Note4 oder S6+ und andere von Samsung und jetzt mit S20 Ultra und S21 Ultra...tolle Sache viel Spass.


  • Olaf Gutrun vor 2 Wochen Link zum Kommentar

    Ar Zeichnung in Videos bei Samsung ist krass von der Anforderung.

    Ob der Fokus effekt wirklich so aufwändig ist möchte ich bezweifeln. Effekte bei gewissen Aktionen z.b Zunge heraus strecken was zu der und der Aktion führt gibt es auch schon lange.

    Hier wird doch auch nur der fokus umgeschaltet wenn ein Gesicht sich weg dreht.

    Da finde ich das Vr Zeichnen in Videos beeindruckender.


    • Tim vor 2 Wochen Link zum Kommentar

      Natürlich ist das mit dem Fokus extrem aufwendig.
      Wie beim Portrait-Modus muss das Handy jedes einzelne Bild einzeln analysieren, Vordergrund und Hintergrund erkennen etc.
      Die Tatsache, dass Apple den Kinomodus auf 1080p30 limitiert kommt garantiert nicht von ungefähr. Wenn es in 4K30 möglich wäre, hätten sie das ziemlich sicher auch gemacht.

      Und GERADE sowas wie den Fokus zu verstellen, wenn sich das Gesicht weg dreht, braucht verdammt viel Rechenleistung. Schließlich muss das Smartphone nicht mehr nur einfach erkennen, wenn da ein Gesicht ist (so wie eben die ganzen Effekt-Filter), sondern auch wenn die Person zwar noch da ist, aber eben das Gesicht weg sieht. Unterschätz sowas mal nicht.


      • Olaf Gutrun vor 2 Wochen Link zum Kommentar

        Hmm Verfolgungs Autofokus mit mehreren Gesichtern habe ich schon lange, man tippt ein gesicht an und es bleibt im Fokus auch wenn es sich bewegt entfernt u.s.w

        Wieso sollte es so aufwenig sein wenn sich ein gesicht weg dreht den Fokus aufs andere Gesicht zu legen?


      • Tim vor 2 Wochen Link zum Kommentar

        @Olaf
        Genau das ist aber der Punkt. Einfach nur ein Gesicht zu erkennen ist das eine. Den Fokus bewusst auf das zu lenken, wohin das Gesicht blickt und es auch smooth wieder auf das Gesicht zu lenken etc. ist was anderes.

        Wie gesagt, wäre es nicht rechenintensiv, dann hätte Apple auch 4K30 gemacht. Dass sie nur maximal 1080p30 unterstützen - nicht mal 1080p60, sagt schon einiges aus, wie rechenintensiv das ganze ist. Bei Dolby Vision ist Apple letztes Jahr ja bspw. auch nicht nur mit 1080p gestartet, sondern direkt aufs Maximum.

        Alex


      • Reginald Barclay vor 2 Wochen Link zum Kommentar

        Einen Standardfilter, wie gaußsches Verwischen, auf ein Bild oder einen Ausschnitt anzuwenden, gehört zu den Grundfunktionen eines Grafikprozessors und wird in Echtzeit erledigt.
        Gesichtserkennungsalgorithmen gibt es mittlerweile auch von der Stange. Also nein, das erfordert nicht sonderlich viel Rechenleistung.


      • dieCrisa vor 1 Woche Link zum Kommentar

        Wenn ich es richtig verstanden und in Erinnerung habe, so wird nicht nur ein Gesicht ("Gesichtserkennungsalgorithmen") erkannt, sondern eine "realistische" Tiefenunschärfe (und da nicht nur um das Gesicht herum) in Echtzeit errechnet. Und weiterhin habe ich es so verstanden, dass dies im Nachgang mit Final Cut auch umgekehrt werden kann, sofern man die Aufnahme geändert haben möchte.

        Dies würde bedeuten, dass die eigentliche Aufnahme ohne Tiefenunschärfe aufgezeichnet wird und die Tiefenunschärfe beim Betrachten des Videos (immer wieder) neu berechnet wird. Nur so wäre eine Nachbearbeitung möglich, die die scharfen/unscharfen Bereiche tauschen kann.

        Das ist erheblich mehr als "nur" eine Gesichtserkennung.

        Was ich aber bisher so gelesen habe, steckt dies noch in den Kinderschuhen, führt nicht immer zum gewünschten Effekt und hat noch viel Luft nach oben.


      • Reginald Barclay vor 1 Woche Link zum Kommentar

        Es ist keine Tiefenunschärfe, es ist lediglich ein Verwischen von Bildbereichen. Das Ergebnis wird separat gespeichert und ist daher speicherintensiv aber nicht rechenintensiv.


      • dieCrisa vor 1 Woche Link zum Kommentar

        "Es ist keine Tiefenunschärfe..."

        Durch Drücken darauf können Sie Ihre Schärfentiefe steuern und entweder den Hintergrund mehr verwischen, indem Sie die Blendenzahl verringern, oder alles im Fokus haben, indem Sie die Blendenzahl erhöhen.
        Sobald Sie im Kinomodus die rote Aufnahmetaste drücken, beginnt Ihr iPhone mit der Erstellung von Tiefendaten für jedes Bild in Echtzeit. Dieser Vorgang erfordert einen unglaublich schnellen Prozessor, und deshalb ist die Funktionalität nur auf die iPhone 13-Serie beschränkt und wird auf früheren iPhones nicht verfügbar sein.

        Quelle:
        ogy.de/eies

        Ob man diesen Effekt nun Tiefenunschärfe, Schärfentiefe oder Verwischung nennt - es ist auf jeden Fall extrem rechenintensiv und "erfordert einen unglaublich schnellen Prozessor".

        Dass der Fokus auch nachträglich geändert werden kann, ist dort ebenfalls erwähnt:
        Da Aufnahmen im Kinomodus mit einer Tiefenkarte gespeichert werden, können Sie den Fokus einer Aufnahme im Kinomodus auch direkt in der Fotos-App ändern, wenn Sie mit der Aufnahme fertig sind. Sie können dies auch in Final Cut Pro und iMovie auf dem Mac tun, sobald Apple diese Apps aktualisiert.

        Das bedeutet, dass dieser Effekt jedes Mal in Echtzeit generiert wird.

        Ich bin wahrlich kein iPhone-Fan, aber das muss man ihnen lassen: dank des schnellen Prozessors ist dies möglich. Andere (auch ältere iPhones) kommen da nicht mit.

        Dennoch ist nicht alles Gold was glänzt:
        Der Wechsel zwischen den verschiedenen Schärfe-Ebenen wirkt auf uns durchaus realistisch, allerdings hat Apple hier wie bei den Porträtaufnahmen mit unscharfen Rändern um die fokussierten Objekte zu kämpfen. In der Videoaufnahme wirken diese "Heiligenscheine" auf uns allerdings störender als bei einem Foto. Das Problem war bereits bei der Präsentation der neuen iPhones zu sehen.

        Quelle:
        ogy.de/85st


      • Olaf Gutrun vor 1 Woche Link zum Kommentar

        Ja mit Fotos konnte das mein s5 schon auch nachträglich.

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