Xiaomi stellt neues Mi Mix Fold vor: Erstes Handy mit flüssiger Linse

Xiaomi stellt neues Mi Mix Fold vor: Erstes Handy mit flüssiger Linse

Im zweiten Teil des Mega-Events hat Xiaomi endlich die nächste Ausgabe seiner Mi Mix-Serie vorgestellt: Das Xiaomi Mi Mix Fold. Das neue Smartphone aus Xiaomis Konzept-Serie wird über eine flüssige Kameralinse verfügen, die einige interessante Eigenschaften besitzt. Ich habe Euch alle Informationen zum Handy zusammengefasst!

Habt Ihr gestern schon den Mega-Launch von Xiaomi gesehen? Dann habt Ihr Euch eventuell über das Mi 11 Ultra gefreut und wart enttäuscht, dass es kein neues Mi Mix-Gerät gab. Dieses Versäumnis hat Xiaomi soeben nachgeholt und im zweiten Teil des Live-Streams das Xiaomi Mi Mix Fold vorgestellt.

Dabei handelt es sich um ein neues Falthandy, das ausgeklappt über ein 8,01 Zoll großes AMOLED-Display verfügt. nachfolgend habe ich alle Infos zum Falthandy zusammengefasst und verrate anschließend in aller Kürze, welche Smart-Home-Geräte Xiaomi präsentiert hat. Aber keine Sorge, erstmal geht's ums Falthandy!

Xiaomi Mi Mix Fold: 8,01 Zoll Display 

Falthandys haben laut Xiaomi wohl doch eine Zukunft, nachdem es das erste Modell des chinesischen Herstellers ja nicht auf den Markt geschafft hat. Mit dem Mi Mix Fold soll alles besser werden – besser als zuvor und auch besser als das iPad mini, mit dem sich Xiaomi im Stream recht selbstbewusst gemessen hat. Das Falthandy bietet ein 8,01 Zoll großes Display mit einem Gehäuse-zu-Bildschirm-Verhältnis von 75 Prozent.

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Xiaomi ist mal wieder dezent mit seinen Vergleichen zur Konkurrenz! / © Xiaomi / Screenshot: NextPit

Gleichzeitig nutzt der Hersteller ein AMOLED-Panel im 133,38 x 173,27 mm großen Handy, das mit Dolby Vision und HDR10+ ausgezeichnet ist. Somit soll es das innenliegende Panel auf eine Helligkeit von 600 Nits schaffen. Zusammengeklappt könnt Ihr das Handy natürlich auch noch bedienen. Das innere Display misst 6,52 Zoll und das Scharnier zum Zuklappen wurde ebenfalls verbessert. Das Scharnier wurde insgesamt über eine Million Mal zusammengeklappt.

Von der Konkurrenz, vornehmlich natürlich Samsung mit dem Galaxy Fold 2, hebt sich Xiaomi darüber hinaus mit der Akkukapazität und dem Quick-Charging ab. Das Mi Mix Fold ist zudem das erste Falthandy mit Snapdragon 888, Qualcomms neustem Hochleistungs-SoC. Der Akku misst 5.020 Milliamperestunden und dank Xiaomis proprietärer Ladetechnologie sollte der Akku durch das Aufladen per 67 Watt recht fix wieder voll werden. Die wohl größte Innovation steckt aber in der Kamera!

Flüssige Linse für 30-fach-Mikrofotografie

Xiaomi hat es im Vorfeld der Veranstaltung schon auf Weibo angeteasert: Im Mi Mix wird eine neuartige Kameralinse eingesetzt, die sich verformen lässt. Hierdurch ermöglicht es Xiaomi, wie Oppo im neuen Find X3 Pro, Makros mit einer 30-fachen Auflösung anzubieten. Die neue Linse ermöglicht es, vier ganz unterschiedliche Funktionen in einem Triple-Kamera-Array anzubieten. Denn die Mikroskopieaufnahmen funktionieren über die Telekamera, die eine Brennweite von 80 Millimetern hat und mit 8 Megapixeln auflöst.

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Eine Weltneuheit: Eine flüssige Linse, die sich verformen lässt. / © Xiaomi / Screenshot: NextPit

Die Hauptkamera verfügt über 108 Megapixeln und alternativ steht noch eine 13-Megapixel-Ultraweitwinkelkamera mit einem Sichtfeld von 123 Grad zur Verfügung. Mit dem Einsatz eines eigenen Kamerasensors samt 108-Megapixel-Auflösung und dem eigenen C1-ISP geht der Hersteller zudem einen großen Schritt in Richtung Unabhängigkeit. Interessant, dass Xiaomi nicht auf den ISP des Snapdragon 888 setzt.

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Die Triple-Kamera auf der Rückseite löst mit maximal 108 Megapixeln auf. / © Xiaomi / Screenshot: NextPit

Preise vorerst nur in Yuan

Der Startpreis für das Xiaomi Mi Mix Fold liegt bei 9.999 Yuan, was umgerechnet 1.296,58 Euro entspricht. Dafür gibt es 12 Gigabyte Arbeitsspeicher und 256 Gigabyte internen Speicher. Xiaomi setzt dabei natürlich auf schnellen LPDDR5 RAM und UFS 3.1-Speicher und schreibt auch eine Zertifizierung für WiFi 6 mit ins Datenblatt. Mit 512 Gigabyte internem Speicher werden 10.999 Yuan, also knapp 1.430 Euro fällig. Eine Sonder-Edition mit 16 GB Ram gibt's auch – dafür zahlt man in China 12.999 Yuan (knapp 1685 Euro). 

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Die neue Klimaanlage sieht tatsächlich ganz schick aus. / © Xiaomi / Screenshot: NextPit

Diese Xiaomi-Produkte gab es noch zum Mega-Launch

Neben dem Mi Mix nutzte Xiaomi die Gelegenheit, weitere Produkte vorzustellen. Allen voran: Die neue Einkaufstasche aus dem robusten, an Papier erinnernden Material "Tyvek" ... Nur ein Scherz, die für mich wohl spannendsten Geräte waren womöglich die neuen Xiaomi Mi-Notebooks, die nun über OLED-Panels verfügen. In den Versionen mit 15 Zoll und 14 Zoll gibt's hier 120-Hertz-Panel, was in einem Notebook bestimmt ganz gut aussieht. Da ich selbst seit Jahren ein aus China importiertes Xiaomi Mi Air 13 nutze, würde ich es mir fast wünschen, dass Xiaomi seine Notebooks endlich nach Deutschland bringt.

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Hätte fast gedacht ich hätte den falschen Stream eingeschaltet: Das supermegakrassneue Xiaomi-Logo (links) / © Xiaomi / Screenshot: NextPit

Im Smart-Home-Bereich gab es ebenfalls neue Produkte: Eine Klimaanlage mit UV-Reinigung und einer Leistung von 60m³ pro Stunde für 3.599 Yuan (knapp 466,71 Euro), die Pro-Version von Xiaomis Air Purifier samt Trockner für den integrierten Luftfilter für 899 Yuan (knapp 116 Euro) sowie einen neuen Saugroboter für 2.699 Yuan (350,00 Euro). Habt Ihr Interesse an weiteren Informationen? Teilt es uns in den Kommentaren mit und wir greifen die Smart-Home-Produkte noch einmal auf!

Einstieg in die Automobilbranche

Mit einem Startkapital von 10 Milliarden Yuan wird Xiaomi zudem in die Automobilbranche einsteigen, um sein Portfolio an smarten Geräten zu erweitern. Hierfür gründet Xiaomi die Tochtergesellschaft, doch Xiaomi-CEO Lei Jun ist auch hier Vorstand. Viel weitere Informationen gibt es diesbezüglich aber noch nicht, es bleibt also spannend!

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11 Kommentare

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  • Also ich weiß, dass die Formen für ein modernes Logo begrenzt sind, aber das neue Logo hat wirklich 1:1 die Form von den Samsung App Icons. Sieht ansonsten natürlich trotzdem gut aus.


  • Wer hätte gedacht, das Xiaomi von einem "Billig-Kopie-Hersteller" zu einem Innovationsmotor aufsteigt. Für mich wieder ein Beweis dafür das wir durch Kopieren, lernen und nach und nach die eigene "Linie" entwickeln und so etwas neues kreieren.

    Ich hätte mir zwar gewünscht das Falthandys eher dazu genutzt werden die Geräte wieder kleiner zu machen, aber ich gebe die Hoffnung nicht auf.
    Die Idee mit der flüssigen Linse ist für mich "the next big thing" und ich freue mich darüber mehr zu erfahren und ich hoffe die Entwicklung wird dort noch weiter voranschreiten.


    • Fabien Roehlinger
      • Admin
      • Staff
      vor 1 Monat Link zum Kommentar

      Dem stimme ich zu. Ich habe erst kürzlich hier bei NextPit Artikel aus dem Jahr 2010 über Xiaomi entdeckt. Die Geräte damals waren zwar irgendwie interessant, waren aber im Vergleich zur Konkurrenz noch meilenweit von dem entfernt, wo sie heute stehen.


  • Das Mi Mix Fold finde ich echt schick. Definitiv ansprechender als Samsungs Z Fold 2 und durch die Kamera hat es auch tatsächlich etwas innovatives abgesehen vom faltbaren Display. Bin mal auf die Reviews gespannt, auf den ersten Blick gefällt es mir erstaunlich gut, dafür dass ich eigentlich kein Fan von Foldables bin.


  • Preis is für n "Flagship"-Foldable "ganz ok", aber ich hoff die sinken noch stärker in der Zukunft. Auf die neue Linse bin ich schon gespannt, aber das Format des Vorderdisplays is mal wieder schrecklich, wie bei den meisten 1.Gen Foldables. Das wurde beim Mate X2 viel schöner gelöst.


  • Benjamin Lucks
    • Admin
    • Staff
    vor 1 Monat Link zum Kommentar

    Na, was haltet Ihr vom Xiaomi Mi Mix? 😎


    • Nicht schlecht besonders die flüssige Linse könnte in Zukunft den Linsenwahn der zur Zeit herrscht endlich etwas eindämmen.
      Ingesamt bin ich aber kein Freund von Falthandys.


      • Als ob sowas den Kamerawahn stoppt. Die Android-Hersteller verbauen bewusst viele Linsen, um damit werben zu können und nicht, weil sie die brauchen oder sie nötig sind.
        Selbst mit so eine "flüssigen" Linse wird es garantiert weiterhin Quad-Kameras mit mindestens einem oder zwei nutzlosen Kameras geben ^^


      • Würden Android-Hersteller im Smartphone-Bereich im selben Gang fahren wie Apple, würden wir wahrscheinlich heute noch mit 15/20 Watt laden, ohne reverse Wireless charging, eine Weitwinkel- oder Telefoto-Kamera nicht unser Eigen nennen, gefühlt noch 10 Jahre auf die Implementierung von Splitscreen auf dem Mobiltelefon warten, "da wir ja den Markt beobachten" und von foldable Smartphones wäre sicher noch nicht einmal die Rede.
        Zu Innovation gehört Mut. Dies hat Apple mit dem M1 gezeigt, im Smartphone-Bereich geben aber Samsung, Huawei, Xiaomi und teils auch OnePlus den Ton an - selbst wenn sie auf bestimmte Marketing-Strategien Apples, wie z.B. das Weglassen des Ladegeräts, aufspringen.

        Ich finde es bemerkenswert, mit wie viel Ambition an neuen Techniken gearbeitet wird - Xiaomi allen voran.


    • Das Ding ist defintiv spannnend. Ich bin gespannt auf erste Tests.

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