Google Pixel 4a 5G im Test: Im dunklen Schatten des Pixel 5

Google Pixel 4a 5G im Test: Im dunklen Schatten des Pixel 5

Google sorgt im Jahr 2020 für Chaos in seinem eigenen Onlineshop: Die bekannten Home-Speaker heißen plötzlich “Nest” und in den neuen Smartphones Pixel 5 und Pixel 4a 5G schlägt das gleiche Herz! Warum sollen die Kunden beim Neukauf zur alten Generation greifen? In meinem Test habe ich dem Pixel 4a 5G die Chance gegeben, sich eine Woche lang im Alltag zu beweisen. Überzeugt das neue alte Pixel-Smartphone?

Bewertung

Pro

  • Kameraqualität
  • Look & Feel
  • Vibrationsmotor und Speaker
  • Performance
  • Android 11 ab Werk

Contra

  • Keine IP-Zertifizierung
  • 60-Hertz-Display
  • Im Schatten des Pixel 5

Einordnung: Irgendwo zwischen Pixel 4a und Pixel 5

Habt Ihr die vielen Technik-Releases im Oktober nicht zu 100 Prozent im Blick, dürft Ihr Euch gerne über das Pixel 4a 5G wundern. Denn schließlich hat Google mit dem Pixel 4a vor einigen Monaten schon eine erste, günstigere Variante des Google Pixel 4 aus 2019 herausgebracht. Das Pixel 4a 5G verfügt nun über ein 5G-fähiges Snapdragon 765 SoC und über ein größeres Display mit 6,2 statt 5,8 Zoll. Darüber hinaus reicht Google zur altbekannten 12,2 Megapixel Hauptkamera einen Weitwinkelsensor, statt wie im Pixel 4 eine Teleoptik. Gleich geblieben sind die Rückseite aus Plastik sowie die Verfügbarkeit eines 3,5-Millimeter-Klinkenanschlusses. Für das neuere Pixel 4a 5G verlangt Google einen Aufpreis von knapp 150 Euro.

Dann wäre da noch das Google Pixel 5, das David bereits ausführlich für Euch getestet hat. Das neue Google-Flaggschiff ist fast zeitgleich mit dem Pixel 4a 5G erschienen. Hier gibt es für einen Aufpreis von knapp 100 Euro zwei Gigabyte zusätzlichen Arbeitsspeicher, ein Metallgehäuse, kabelloses Laden und ein Display mit 90 Hertz. Im Vergleich zum Pixel 4a 5G ist das Pixel 5 zudem ein wenig kleiner. Der OLED-Display misst haargenau 6 Zoll und dank größerem Akku sollten auch die Ladezeiten etwas über dem Pixel 4a 5G liegen.

Lese ich diese zwei Absätze selbst noch einmal durch, stellt sich mir eine recht offensichtliche Frage: Warum? Warum macht Google mit dem ersten Release sein Pixel 4 und dann auch noch das brandneue Pixel 4a 5G obsolet? Vielleicht finden wir die Antwort ja in diesem Test!

Hier punktet das Google Pixel 4a 5G

Look and Feel

Als langjähriger Nutzer eines Google Pixel 3 XL fühlte sich das Pixel 4a 5G direkt nach dem Auspacken vertraut an. Google ist ein Unternehmen, das wie Apple Wert auf ein gewisses Image legt und das lässt sich am Pixel 4a 5G gut erkennen. Denn es gibt einige Besonderheiten und Schwerpunkte, die einem das plastik-lastige Gehäuse und das Feeling einer Lite-Version als Sonderfunktionen verkaufen. Als Reaktion auf eine Kaufentscheidung, die nicht nur einfach ein Weglassen von Features ist.

Denn Googles eigene Hardware besitzt eine Liebe zum Detail, die andere Hersteller gerne vergessen und die den Wechsel von einem Vorgängermodell erleichtern. Der rückseitige Fingerabdrucksensor beispielsweise funktioniert extrem verzögerungsfrei und dient auf Wunsch auch als Fernbedienung für die Benachrichtigungsleiste. Der bewusst andersfarbige Anschaltknopf und die beiden darunter liegenden Knöpfe zur Regulierung der Lautstärke sind zudem wunderbar responsiv und besitzen sehr gute Druckpunkte. 

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Sind Googles Smartphones bekannt für: Der andersfarbige An-Knopf! / © NextPit

Zusammen mit dem subjektiv besten Vibrationsmotor, den ich in Android-Handys bisher spüren durfte, vermittelt das Pixel 4a 5G seine eigene Form der Hochwertigkeit. Das Unibody-Plastikgehäuse und das geringe Gewicht von knapp 170 Gramm nehmen einem die Sorge, ein zerbrechliches Glaselement in der Hosentasche zu tragen, dessen Unversehrtheit man unbedingt beschützen muss. Stattdessen fällt das leichte Smartphone nur dann auf, wenn man es braucht. Rückbesinnung auf das, was ein Handy eigentlich sein sollte: ein Werkzeug.

Akkulaufzeit

Dieses Einfach-Da-Sein wird von einer guten Akkulaufzeit unterstützt. Denn der 3.885-Millamperestunden-Akku sorgt zusammen mit dem stromsparenden 60-Hertz-Display für Akkulaufzeiten jenseits der 24 Stunden. Bei einem Mix aus E-Mails, WhatsApp-Nachrichten, Surf-Sessions, Anrufen und Foto-Spaziergängen konnte ich das Pixel 4a 5G jeden zweiten Abend in der Testwoche laden.

Zum Aufladen liefert Google zudem moderates Schnellladen mit. Nichts Beeindruckendes wie das 65 Watt Warp Charge beim OnePlus 8T, doch für kurze Kraftschübe sind die 18 Watt des mitgelieferten Netzteils ausreichend. Kabelloses Laden oder die Möglichkeit zum Aufladen von Zubehör wie Kopfhörern hat Google im Vergleich zum Pixel 5 gestrichen.

Leistung und Performance

Allerdings ist die Leistung mit dem teureren Pixel-Flaggschiff vergleichbar. Im Pixel 4a 5G arbeitet ein Snapdragon 765, der aktuell in vielen Mittelklasse- bis günstigen Oberklasse-Smartphones Platz findet. Allerdings arbeitet dieser im Pixel 4a 5G mit ausreichenden 6 Gigabyte Arbeitsspeicher. Das Pixel 5 glänzt mit üppigen 8 Gigabyte RAM. Um das werkseitig installierte Android 11-Betriebssystem und aktuelle Mobile Games anzutreiben reicht die Leistung vollkommen aus.

Dabei macht es Spaß, die Grafikeinstellungen bei Spielen wie Call of Duty: Mobile und PUGB: Mobile auf das Maximum zu stellen. Wer bei der Nutzung zudem auf ein paar Animationen verzichten kann, der streicht Wartezeiten im Betriebssystem noch einmal deutlich heraus. Das Gesamtpaket wirkt so responsiv wie die drei Knöpfe an der rechten Seite. Wartezeiten gibt es allerdings, wenn Ihr Euch Fotos direkt nach der Aufnahme anschauen wollt.

Kameraqualität

Denn leider verzichtet Google wie im Pixel 5 auf den Visual-Core, den das Unternehmen im Pixel 2 einführte. Hierbei handelt es sich um einen zusätzlichen Chip, der die Bildbearbeitung ein wenig beschleunigt. In den neusten Pixel-Smartphones erledigt diese Aufgabe nun der Hauptprozessor, was zuweilen für Stau am digitalen Fotoautomaten sorgt. Verkraftbar, denn das Warten lohnt sich.

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Sorgt zu recht immer wieder für Aufsehen: Die Bildqualität der Pixel-Smartphones. / © NextPit

Jedes neue Pixel-Smartphone wird von Hobby-Handyfotografen mit Spannung erwartet. Denn Googles Gleichung, statt zusätzlicher Kameralinsen auf eine intelligente Bildbearbeitung zu setzen, ging in der Vergangenheit fantastisch auf. Im 2020er-Lineup gesellt sich zum (ur)altbekannten 12,2-Megapixel-Hauptsensor allerdings eine Weitwinkelkamera mit 16 Megapixeln und einem Sichtfeld von 107 Grad. Meiner Meinung nach die bessere Lösung im Vergleich zum Pixel 4 mit Telekamera. Denn schließlich lässt sich in Bilder zwar stets digital hinein- aber niemals hinaus-zoomen.

Das Kamera-Duo auf der Rückseite liefert in der Praxis sehr gute bis exzellente Ergebnisse und Google schafft es, das Leistungsniveau der Vorgänger beizubehalten. Das bereitet gerade beim günstigeren Pixel 4a 5G für Freude, denn für wenig Geld gibt es hier viele schöne und knackscharfe Erinnerungen. Schnappschüsse gelingen in der Regel und für konzentrierteres Fotografieren liefert Googles Kamera-App mit dem Feature “Dual-Exposure” ein starkes Tool für die Bildgestaltung.

Dabei stehen Euch zwei separate Regler für die Helligkeit und den Kontrast Eurer Bilder bereit. Hierüber steuert Ihr gleichzeitig die Ausleuchtung der Bilder als auch die Stärke des HDR-Effektes. Statt dem Handy bloß anzuweisen, den Dynamikumfang zu optimieren, leitet Ihr dessen Wirkungsgrad an und holt dunkle Bereiche mehr oder weniger zum Vorschein. Ein sinnvolles Mittel zur Bildgestaltung, die einen fast über den fehlenden Profi-Modus samt Kontrolle über Belichtungszeit hinwegschauen lässt. Ach ja, hier noch ein Beispiel:

HDR Collage
Kirche hell, Himmel dunkel - Himmel hell, Kirche dunkel - Mit dem Feature "Dual Exposure" habt ihr freie Wahl! / © NextPit

Endlich sinnvoller Weitwinkel

Neben bekannten Pixel-Features wie “Harry Potter”-ähnlichen Bewegtbildern, Top Shot und dem nach wie vor sehr guten Nachtmodus will ich kurz auf die Weitwinkelkamera eingehen. Diese wirkt auf dem Papier mit einem Sichtfeld von nur 107 Grad weniger beeindruckend. Hier bieten viele günstigere Handys bereits über 120 Grad und verhalten sich auf Fotos deutlich weitwinkliger. Dabei begrüße ich Googles Entscheidung, den Weitwinkel moderat zu halten. Denn geringere Brennweiten gehen immer auch mit einer stärkeren Verzeichnung an den Randbereichen der Bilder einher.

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Von Weitwinkel bis Zoom: Die Brennweiten des Pixel 4a 5G. / © NextPit

Das ist gerade bei Motiven störend, die Menschen meist im Weitwinkel fotografieren: Gebäude oder Menschengruppen. Hier liefert das Pixel 4a 5G Ergebnisse, die trotz breitem Sichtfeld gerade Linien aufweisen. Zwar korrigiert das Smartphone die Bilder ein wenig nach, Artefakte oder Verzerrungen konnte ich bei der Betrachtung meiner Bilder nicht finden. In der Bildergalerie weiter unten findet Ihr zahlreiche Beispiel und könnt in den Kommentaren gerne über die Bildqualität streiten!

Porträtbeleuchtung

Zu guter Letzt noch ein kurzer Absatz zu Googles widersprüchlicher Selfie-Qualität: Wie David bereits im Pixel 5-Test anmerkte, ist die Qualität der Frontkamera nicht immer optimal und gerade nachts sind Gesichter ziemlich verrauscht. Doch auch bei gutem Licht sehen Selfies anders aus, als bei vorigen Pixel-Generationen. Denn einerseits hat Google zum Launch der neuen Bilder bekannt gegeben, das Verschönern von Porträtbildern minimiert zu haben. Eine Entscheidung hinsichtlich eines gesünderen Selbstbildes bei den Motiven vor Googles Smartphone-Kameras.

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In der Nachbearbeitung könnt Ihr eine virtuelle Lichtquelle um Gesichter schieben. / © NextPit

Darüber hinaus hat Google mit der Porträtbeleuchtung ein neues Feature implementiert, mit dem viel gestalterischer Freiraum einhergeht. Mit dem Finger könnt Ihr bei aufgenommenen Porträts eine virtuelle Lichtquelle um das Gesicht steuern und so die Ausleuchtung optimieren. Wie das aussieht, seht ihr direkt über diesem Absatz. Dynamisch passen sich dabei Schatten und Glanzlichter im Gesicht an. Die Bedienung ist intuitiv und beweist, dass Google seine Kamera-App und den Bearbeitungsbereichs in Google Fotos mit den neusten Updates vorm Release der neuen Pixel-Geräte verbessert hat. 

Sinnvolle Videofunktionen

Bevor ich ein kurzes Zwischenfazit zur Kamera ziehe, kurz noch ein paar Worte zum Videomodus. Hier hat Google sich neben Zeitlupe und Zeitraffer drei zusätzliche Videomodi ausgedacht, die in der Praxis viel Sinn ergeben. Standardmäßig ist beim Pixel 4a 5G die Standard-Stabilisierung ausgewählt und mit nur zwei Klicks schaltet Ihr auf “Gesperrt”, “Aktiv” und “Kinoeeffekt” um. Gesperrt erlaubt es Euch dabei, ruckelfreie Videos mit 2-facher und 3-facher Vergrößerung aufzunehmen. Digital und sehr effektiv gleicht das Handy dabei Bewegungen aus. Selbst bei größeren Bewegungen bleibt das gezoomte Motiv dabei zentriert. Der Modus “Aktiv” ist dabei weitaus weniger restriktiv. Hierbei handelt es sich um einen zusätzlichen Bildstabilisator, der gut funktioniert.

Um Schwenks und Übergänge mit der Smartphone-Kamera aufzunehmen, eignet sich der Kinomodus. Hierbei nimmt das Pixel 4a 5G die Bewegung in halber Geschwindigkeit auf und sorgt so für ruhige Bewegungen. Allerdings nimmt das Handy dabei keinen Ton auf und natürlich sind Menschen und Autos beim Schwenk ebenfalls sehr langsam. Die Funktion lässt sich zudem genauso gut in der Videobearbeitung realisieren.

Zwischenfazit Kameraqualität

Insgesamt überzeugt das Pixel 4a 5G gerade in puncto Kamera. Die Möglichkeit, aus dem Geschehen herauszuzoomen ist im Alltag sehr wertvoll und die dabei entstehenden Aufnahmen liegen mit der Qualität der Hauptkamera gleichauf. Dabei ist es schön zu sehen, dass Google es mit dem Sichtfeld nicht übertreibt. Auch so hatte ich beim Fotografieren häufig einen Finger auf dem Bildrand.

Die Kameras von Googles Pixel-Smartphones bleiben allerdings Schnappschusskameras. Detaillierte Einstellmöglichkeiten gibt es hierbei nur per Zusatz-App und dabei verschwinden die softwareseitigen Vorteile, die die Kamera im Endeffekt ausmachen. Zahlreiche Testfotos findet ihr in der Bildergalerie, alle Aufnahmen sind mit dem Pixel 4a 5G entstanden und wurden am PC auf 16:9 zugeschnitten und in der Auflösung verringert. 

Speaker und Sprachqualität

Google setzt im Pixel 4a 5G Stereo-Lautsprecher ein, die Klänge und Musik somit in horizontaler Nutzung unten und nach vorne aus dem Gerät schallen lassen. Diese Anordnung macht vor allem bei Filmen und Musik Spaß, denn in der Horizontalen entsteht so tatsächlich ein leichter Stereoklang. Zwar ist dieser recht schwach, durch die Anordnung ergibt sich aber ein weitere Vorteil. Denn bei vielen Smartphones mit Mono-Speaker an der Unterseite verdeckt man den Töner beim Zocken oder bloßen Festhalten mit der Hand. Das passiert beim Pixel zwar auch, durch den zweiten Lautsprecher ist der Effekt aber sehr schwach. Dazu klingen die Speaker auch noch richtig ziemlich klar, sind laut und bieten ausreichende Bässe.

Als Underdog der Pixel-Qualitäten überraschte mich im Test noch die Sprachqualität. Selten bekam ich in einer Woche so viel Lob für die Qualität meiner Anrufe als mit dem Pixel 4a 5G. Und selten konnte ich meine Gegenseite so gut verstehen wie mit dem Testgerät. Dabei ist zu erwähnen, dass Google beim günstigeren 4a 5G auf einen “richtigen” Lautsprecher über dem Display setzt. Dieser ist für eine gute Sprachqualität natürlich zuträglich.

Diesen kurzen “Fon Fact” hätte ich nicht erwähnt, würde Google den guten Lautsprecher im Pixel 5 nicht weglassen. Hier hört Ihr Eure Gegenseite über eine Technik, bei der die Glasscheibe vibriert und die Audiosignale beim Telefonieren so an Euer Ohr getragen werden. Bei dieser Technik bestimmt die Position des Handys am Ohr maßgeblich, wie gut Ihr die Gegenseite verstehen könnt. Dafür kommt das Pixel mit weniger Displayrändern. Die perfekte Überleitung zu den Schwächen des 4a 5G!

Hier enttäuscht das Google Pixel 4a 5G

Display mit 60 Hertz

Denn mit dem Display des Pixel 4a 5G habe ich gerade im Oktober 2020 ein Hühnchen zu rupfen. So müssen wir nach viel Meckern über die 60-Hertz-Displays in Apples neuem iPhone 12 auch über das lahme Panel im Pixel 4a 5G krakeelen. Auch wenn das Pixel-Smartphone ein wenig günstiger ist, gehören 90 oder 120 Hertz inzwischen einfach in ein aktuelles Smartphone. Wie beim Testbericht zum Oppo Reno4 5G liegt hier zudem ein unschöner Verdacht ziemlich nahe.

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Das Display des Google Pixel 4a 5G schafft es im Vergleich zum Pixel 5 nur auf 60 Hertz. / © NextPit

Die Standard-Version des Reno4 5G verfügt ebenfalls über ein 60-Hertz-Panel, während die teurere Pro-Version 90 Hertz bietet. Eine Konstellation wie beim Pixel 4a 5G und dem Pixel 5! Wieder scheint es, als würde ein Hersteller künstliche Distanz zwischen zwei Geräten schaffen wollen, damit sich Kunden im letzten Moment doch noch für das teurere Gerät entscheiden. Das ist beim Pixel 4a 5G ohnehin ein Problem.

Nähe zum Pixel 5

Denn warum solltet Ihr ein brandneues Smartphone kaufen, zu dem es schon eine Art Nachfolger gibt? Vor allem, wenn dieser nicht einmal so viel teurer ist. Das Pixel 5 ist im Vergleich das edlere Stück Hardware und wirkt mit geringeren Displayrändern und einer Rückseite aus Aluminium moderner und hochwertiger. Darüber hinaus bietet das Handy mehr Leistung und lässt sich auf Wunsch sogar drahtlos laden. Vom 90-Hertz-Panel ganz zu schweigen.

Darüber hinaus bleibt abzuwarten, wie Google seine Smartphones in Zukunft einordnet. Ist das Pixel 4a 5G zugehörig zum Pixel 4 oder ist es, aufgrund der Nähe beider Release-Daten, zugehörig zum Pixel 5? Das wird spätestens relevant, wenn es um die Bereitstellung von Updates geht. Zwar erhalten Pixel-Smartphones recht lange Updates, irgendwann wird die Streitfrage jedoch aufkommen. Habt Ihr dabei ein Pixel 4a 5G in der Tasche, das namentlich zur vierten Pixel-Generation zählt, zieht Ihr womöglich den kürzeren.

Fehlende IP-Zertifizierung

Auch ein Unterschied zum Pixel 5, der aber noch eine gesonderte Erwähnung verdient hat: Das Pixel 4a 5G besitzt keine IP-Zertifizierung und ist somit nicht gegen Spritzwasser oder zeitweises Untertauchen geschützt. Um nicht noch länger um den heißen Brei herumzureden, halte ich mich kurz: Im Jahr 2020 sollten beim Telefonieren im Regen nicht noch Schweißtropfen auf der Stirn erscheinen. Buh, Google! Boogle!

Abschließendes Urteil

Würde Google sich mit dem Pixel 5 nicht selbst ein Bein stellen, hätte ich Euch nun eine klare Kaufempfehlung für das Pixel 4a 5G ausgesprochen. Doch das ist kein Fehler des Pixel 4a 5G, das nicht nur als Smartphone, sondern als Gesamtkonzept überzeugt. Google reduziert seine gehobene Mittelklasse auf das Essentielle, auf das, was bei der Smartphone-Nutzung zu 95 Prozent wichtig wird: Eine gute Systemleistung, tadelloses Feedback an den Nutzer dank sehr guter Speaker und einem Weltklasse-Vibrationsmotor, eine sehr gute Schnappschusskamera und eine fast schon Nintendo’esque Robustheit per Plastikgehäuse.

Lediglich das 60-Herz-Panel und die fehlende IP-Zertifizierung stehen auf meiner imaginären Liste der Kritikpunkte. Dahinter grinst frech das Pixel 5 mit lachendem Google-Logo, das beide Kritikpunkte für einen geringen Aufpreis ausbessert. Googles Gleichung geht auf! Touché, Google, Touché!

Alternativen

Allerdings steht das Google Pixel 5 als Alternative zum Pixel 4a 5G nicht allein dar! Denn der Thron der Smartphone-Mittelklasse ist im Jahr 2020 sehr hart umkämpft. Anwärter für den Preis-Leistungs-King sind das OnePlus 8T, das OnePlus Nord und das Oppo Reno4 5G. Wer nur auf das Datenblatt schaut, der kommt nicht am 8T vorbei, alle anderen sollten Google mal eine Chance geben!

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10 Kommentare

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  • Schon erstaunlich das Google nach wie vor den imx363 verbaut. Das ist im Prinzip ein alter Sensor, technisch fast Allen Mitbewerbern unterlegen. Bestes Beispiel wie wichtig die Software bzw die Algorithmen sind. Ich meine Google verbaut den seit dem Pixel 3. Man stelle sich vor die wurden nen höherwertigeren Sensor oder gar zwei oder drei verbauen...

    Tim


    • Hauptsache Google fängt nicht auch an, diesen unsinnigen Megapixel-Wahn mitzumachen. Lieber einen alten und soliden 12MP-Sensor, als diesen 48, oder 64MP-Unsinn.


  • Bei einem Mittelklasse Smartphone für 480€ ein gutes 60Hz Display als Kontrapunkt...ich weiß ja nicht.


  • Ich verstehe irgendwie das Pixel 4a 5G nicht so richtig. Es hat eigentlich mehr mit dem Pixel 5 gemein, als mit dem 4a... Hätte man auch die letzten 1-2 Specs vom Pixel 5 ins 4a 5G eingebaut (also 90Hz Display, kabelloses Laden etc.),, hätte man es eher Pixel 5 XL nennen können. Hätte irgendwie mehr Sinn gemacht, als 4a 5G?


  • Ich finde das Pixel 4a 5g eigentlich gar nicht unnötig. Ok, der Name und der Releasezeitpunkt sind Murks. Aber insgesamt empfinde ich es als gute Kombination aus Pixel 4a und Pixel 5.
    Letztendlich bekommt man einiges mehr als beim Pixel 4a (mehr Leistung, die bessere Kamera, 5G und wer mag auch den größeren Bildschirm). Auch das Pixel 5 bietet noch einmal einiges mehr und die jeweiligen Aufpreise empfinde ich dafür als in Ordnung. Ohne das Pixel 4a 5G fände ich die Preisspanne sehr groß.
    Jedem ist beim Kauf etwas anderes wichtig. Klar 90/120Hz Displays sind eine feine Sache und Wireless charging ist auch toll aber ohne diese Dinge wird das Smartphone auch nicht unbenutzbar und eine Zumutung für den Käufer. Die "nur" 130 € mehr für ein Pixel 5 sind es dann auch nicht jedem Wert und für das Geld bekomme ich auch schon ein solides Einsteiger Smartphone.


  • Das sinnloseste Smartphone ab Release.


  • Unter negativ steht im Schatten von Pixel 5?! Oh man Androidpit lässt diese Tests besser einfach sein. Kann sowas net ernst nehmen Sorry :)


    • Hallo Aboubakr,

      natürlich freue ich mich immer über Kritik zu meinen Artikeln - doch muss die Kritik dann auch irgendwie im Kommentar vorhanden sein.

      Was genau stört dich an dem Kritikpunkt? "Diese Tests" sollen immer auch eine Einordnung in das aktuelle Marktgeschehen geben. Und da gibt es nun mal zu kritisieren, dass Google fast zeitgleich eine optimierte Version auf den Markt bringt, die nichtmal viel teurer ist.

      Grüße
      Ben


      • Die Kritik von Tazi ist mehr als berechtigt.
        Dieser Kritikpunkt, "steht im Schatten von etwas", feiert gerade Premiere in der Liste der nicht angehenden Kritikpunkte, da er einfach sinnfrei ist!
        In einem Test MUSS man die Kritik auf das Smartphone und NUR auf jenes beziehen und nicht interne Vergleiche ziehen und das Ergebnis als Kritikpunkt am Smartphone selbst nutzen.
        Denn dieser "Kritikpunkt" hat keine negativen Auswirkungen auf die Qualität des Smartphones, wird aber trotzdem als negativer Faktor genannt, also absolut sinnfrei.
        Wenn man diesen Punkt anbringen darf, dann total berechtigt in der abschließenden Kaufempfehlung und ABSOLUT nur dort!
        Dieses Smartphone ergibt übrigens sehr wohl Sinn und steht definitiv nicht im Schatten des 5ers.
        Es kostet DEUTLICH weniger als das 5er, hat dafür noch ein größeres Display, für mich kommt das 5er genau deswegen nicht infrage und hat einen Klinkenanschluss, der hier irgendwie gar keine positive Kritik wert ist... Warum auch immer (dafür aber dieser unsägliche Negativkritikpunkt!!!)?!
        90 Hertz, Wireless Charging und 2GB mehr an Arbeitsspeicher sind mir diesen großen Aufpreis nicht wert.
        Ach ja... Wer bitte schön telefoniert denn ungeschützt im strömenden Regen?
        Wenn er dann sein Smartphone schrottet ist er selbst schuld. Nutze einen Regenschirm in der anderen Hand, stell dich unter oder geh irgendwo rein, um zu telefonieren. Also ich habe zumindest noch nie jemanden entspannt telefonierend durch den Monsun flanieren sehen.
        Das 4a 5g ist für viele das Beste, was ihnen 2020 passieren konnte und daran ändert auch das zu klein und teuer geratene 5er nichts.
        Einzig um die grüne Farbvariante werde ich die Nutzer beneiden!

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