Huawei verkauft Honor: Schwächelt der Gigant durch das Embargo?

Huawei verkauft Honor: Schwächelt der Gigant durch das Embargo?

Neue Technologien, die Ihr in Huawei-Smartphones seht, gibt es aktuell zu späteren Zeitpunkten auch kostengünstig bei Honor. Das liegt daran, dass Honor eine Tochtermarke Huaweis ist und das Unternehmen sich in den Produktlinien an anspruchsvolle Kunden und Nutzer mit größerem Preisbewusstsein halten. Wie das Nachrichtenmagazin Reuters nun erfahren haben will, wird Huawei die Tochtermarke schon bald verkaufen.

Die Nachricht über den Verkauf Honors seitens Huawei macht aktuell im Netz die Runde. Die Initiatoren der noch nicht bestätigten Information waren allerdings branchennahe Kontaktpersonen, die sich gegenüber Reuters über den Verkauf geäußert hatten. So werde Huawei Honor für 100 Milliarden Yuan, das sind umgerechnet rund 15 Milliarden US-Dollar, an die Digital China-Gruppe verkaufen. Das Unternehmen sei schon jetzt eine der Haupt-Vertriebsgesellschaften Honors und werde zukünftig 15 Prozent Anteile an Honor besitzen. Neben Digital China gebe es zukünftig zudem mindestens drei weitere Anteilhaber, die jeweils ebenfalls über 10 bis 15 Prozent an Anteilen verfügen werden.

Für die Mitarbeiter und die Führungsebene werde der Verkauf allerdings keine Konsequenzen haben. So würden die 7.000 Angestellten übernommen werden und man plane sogar, mit Honor in den nächsten drei Jahren an die Börse zu gehen. Ob Honor auch weiterhin von den Technologien Huaweis profitieren wird, bleibt zunächst abzuwarten. Für die Tech-Welt ist der Verkauf Honors allerdings ein wichtiges Zeichen.

Zwingt das Embargo Huawei zum Verkauf?

Denn schließlich hat Huawei noch immer mit den Problemen des Embargos zu kämpfen, das den Handel des Unternehmens mit US-amerikanischen Unternehmen unterbindet. Nachdem vor einigen Monaten die letzte Ausnahmeregelung auslief, können neue Smartphones nicht mehr mit den unter Android wichtigen Google-Diensten ausgeliefert werden. Das Ergebnis sind eigene Lösungen, die vom Nutzer viel Umgewöhnung verlangen.

Diese Umstände und die Ungewissheit über die Zukunft neuer Smartphones ist ein nachvollziehbarer Grund, aktuell zu einem anderen Hersteller zu greifen. Geräte wie das Huawei P40 Ultra kamen in unserem Test ebenfalls deutlich schlechter weg als die Vorgängergeneration mit Google-Diensten. Der Verkauf Honors könnte nun ein deutliches Zeichen sein, dass Huawei massive Gewinneinbußen durch das Embargo hat und somit zu Gegenmaßnahmen gezwungen ist. Wie Reuters schreibt, haben sich bislang weder Huawei noch Honor zu den Beweggründen der Trennung geäußert. Auch wir haben Huawei um eine Stellungnahme gebeten, warten aktuell aber noch auf eine Rückmeldung. Sobald wir Neuigkeiten für Euch haben, publizieren wir diese News in Form eines Updates neu.

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Quelle: Reuters

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2 Kommentare

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  • Ich hab mich eh schon immer gefragt warum Honor überhaupt existiert. Mehr als Re-Releases waren die Geräte doch meistens eh nicht.


  • Der Grund dafür könnte sein, dass an so das Embargo umgehen möchte, denn komplett verkaufen wollen die wohl nicht. Allerdings würde das auch erklären, warum ich aktuell keine Updates mehr für mein Honor Gerät bekomme. Die haben gerade die Füße hoch gelegt.