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Mit Kinoformat und Bildstabi: Poco launcht F4 und X4 GT

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© IM_VISUALS / Shutterstock.com / Poco

Poco ist in gewisser Weise der Rebell unter Xiaomis Sub-Unternehmen – das Unternehmen richtet sich mit seinem Online-Only-Shoppingkonzept und einer aggressiven Preispolitik vor allem an junge Menschen. Mit den Modellen Poco F4 und Poco X4 GT kehrt im chinesischen Jugendzimmer aber ein wenig Ruhe ein. Die neuen Handy sehen zahm aus, bieten dafür aber erwachsene Prozessor-Upgrades.

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  • Poco F4 und Poco X4 GT im Live-Stream vorgestellt
  • Highlights: Snapdragon 870 & Dimensity 8100 – Kinoformat beim Display des X4 GT
  • Preise: Poco F4 ab 399,90 Euro | Poco X4 GT ab 379,90 Euro

Mit zwei neuen Smartphones versucht Xiaomi heute, am 23. Juni 2022, seine Führung im Mittelklasse-Segment weiter auszubauen. Dabei schickt der Hersteller die Untermarke Poco voran, die per Live-Stream die Modelle Poco F4 und Poco X4 GT präsentierte. Preislich situiert der Hersteller beide Handys knapp unter 400 Euro und greift damit Samsungs Galaxy-A53-Serie und das eigene Redmi-Note-Lineup an.

Nachfolgend verraten wir Euch möglichst kompakt, was Ihr von den neuen Smartphones erwarten könnt. Ganz grundlegend gilt, dass Ihr Poco-Smartphones nur im Internet kaufen könnt und die Update-Politik erfahrungsgemäß eher dürftig ist. Da Poco in seiner Pressemitteilung keine genauen Angaben macht, ist vom aktuellen Minimum von zwei Jahren Android-Updates und drei Jahren Sicherheits-Patches auszugehen.

Poco F4 mit Snapdragon SoC aus 2019

Der Namensgebung zufolge bringt Poco mit dem F4 die Basis-Version des Poco F4 GT heraus, das uns im Test wirklich überzeugte. Leider haben die Handys aber eher wenig gemein, denn im Poco F4 kommt mit dem Snapdragon 870 ein schon recht betagter Qualcomm-Prozessor zum Einsatz. Dieser ist im 7 Nanometer Verfahren gefertigt und unterstützt 5G – im F4 wird er zudem mit einer 3,112 mmgroßen Dampfkammer zur Kühlung und mit 6 oder 8 Gigabyte LPDDR5-RAM sowie 128 oder 256 GB internem Speicher gepaart.

Optisch ist das F4 in den Farben grau, schwarz und grün recht zurückhaltend, während auf der Rückseite eine dominante Triple-Kamera heraussticht. Deren Hauptkamera nutzt erfreulicherweise einen Bildstabilisator und löst mit 64 Megapixeln auf. Alternativ könnt Ihr auf 8 Megapixel im Ultraweitwinkel und 2 Megapixel für Makros umschalten. Auf der Vorderseite gibt es ein besonders dünnes und 6,67 großes AMOLED-Display, das mit 120 Hertz bildwiederholt. Die dünne Mattscheibe trägt dazu bei, dass Poco mit dem nur 7,7 Millimeter schlanken F4 ihr bisher dünnstes Smartphone auf den Markt bringt.

Poco F4 GT und Poco X4 GT
Das Poco F4 ist das dünnste Smartphone des Herstellers. / © Poco

Beim Quick-Charging orientiert sich Poco an aktuellen Trends und integriert Xiaomis 67-Watt-Turbo-Charging im Smartphone, das dank der Middle-Middle-Tab-Technologie besonders effizient und schnell sein soll. Laut Pressemitteilung lädt das Handy in 38 Minuten komplett auf, die Akkukapazität beträgt dabei 4.500 Milliamperestunden.

Für die Variante mit 6 Gigabyte RAM und 128 GB internem Speicher zahlt Ihr ab dem 27. Juni um 13 Uhr 399,90 Euro – für mehr Speicher müsst Ihr 449,90 Euro ausgeben. Oder Ihr nutzt noch bis zum 2. Juli um 13 Uhr den Early-Bird-Preis, der die Kosten auf 349,90 Euro beziehungsweise 399,90 Euro drückt.

Poco X4 GT mit Display im Kinoformat

Im günstigeren Poco X4 GT kommt mit dem MediaTek Dimensity 8100 ein aktuelleres SoC zum Einsatz, das im moderneren 5-Nanometer-Verfahren gefertigt ist. Auf ähnlichem Leistungsniveau wie beim F4 stehen wieder 128 oder 256 GB interner Speicher zur Auswahl, der RAM ist aber erfreulicherweise auf 8 Gigabyte festgesetzt.

Poco F4 GT und Poco X4 GT
Mit dem X4 GT zeigt Poco ein neues Mittelklasse-Handy mit aktuellem Prozessor / © Poco

Die erste Besonderheit findet sich beim Display: Zwar gibt es hier nur ein 6,6 Zoll großes LC-Display, dafür könnt Ihr Inhalte in 144 Hertz und im 20,5:9 Kinoformat betrachten. Aktuell vertraut vor allem Sony auf schmale und hohe Displays, bei Interesse lest Ihr am besten unser Hands-On zu den neuen Sony-Handys Xperia 1 IV und 5 IV.

Obwohl die Kamera des X4 GT mit 64 MP im Hauptsensor, 8 MP im Ultraweitwinkel und 2 MP für Makros auf den ersten Blick identisch ausschaut, wie im F4, fehlt die optische Bildstabilisierung der Hauptkamera.

Im Vergleich bietet das X4 GT mit 5.080 Milliamperestunden aber einen größeren Akku, der sich mit der gleichen Leistung aufladen lässt. Hier beträgt die Ladezeit von 0 auf 100 allerdings 46 Minuten, was offenbar der größeren Batterie geschuldet ist.

Wollt Ihr beim X4 GT zuschlagen, zahlt Ihr ab dem 4. Juli um 13 Uhr für 128 Gigabyte 379,90 Euro und für 256 Gigabyte internen Speicher 429,90 Euro. Bis zum 9. Juli um 13 Uhr könnt Ihr Euch zudem einen Early-Bird-Preis von 299,90 beziehungsweise 349,90 Euro sichern.

Und seid Ihr beeindruckt von Pocos neuen Smartphones oder lassen Euch die neuen Modelle kalt? Teilt es mir in den Kommentaren mit!

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5 Kommentare

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  • Tim vor 2 Tagen Link zum Kommentar

    Der QSD870 kam Mitte 2021 auf den Markt, nicht 2019... Der Chip ist doch keine 3 Jahre alt.
    20.5:9 ist zudem jetzt auch nicht SO ungewöhnlich. Extrem viele Smartphones haben 20:9, was nicht weit ab davon ist. Aber sagt ja schon viel aus, wenn sowas hervorgehoben wird 😅


  • Conjo Man vor 2 Tagen Link zum Kommentar

    Meine Güte was war/ist das Poco F2 Pro mit der verbauten Hardware seinerzeit ein grandioser Launch von Poco gewesen.

    Für mich sind die beiden Kandidaten hier nicht annähernd so spektakulär.


  • deltakula vor 2 Tagen Link zum Kommentar

    Nach drei oder vier Jahren ist das Ding mangels Patches für sicherheitsrelevante Aufgaben wie eBanking oder 2FA nicht mehr nutzbar. Ganz tolles Kino.


    • Gianluca Di Maggio vor 2 Tagen Link zum Kommentar

      Wenn man da Angst vor hat kauft man halt was neues. Das ist bei dem Preis verkraftbar nach 3-4 Jahren


      • Antiappler vor 2 Tagen Link zum Kommentar

        Ja und nein. Für den Nutzer, der sein Gerät nicht mehr verwenden will, falls er es überhaupt 3 oder 4 Jahre behält, kein Problem, aber schlecht für die Person, an die das Gerät verkauft oder verschenkt wird. Falls eBanking oder 2FA überhaupt genutzt werden soll.

        Wenn man sich aber in den Foren umschaut, sind es nur die wenigsten Leute, die ihr Gerät so lange Zeit nutzen. Heutzutage muss es spätestens nach Ablauf des Vertrages ein neues Gerät sein. Mit noch mehr Pixeln, noch viel schnellerem Prozessor, mehr RAM und was weiß ich für "lebenswichtige" Dinge.

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