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Xiaomi reagiert mit Update auf Datenskandal

xiaomi data scandal
© Xiaomi

Smartphone-Hersteller Xiaomi steht aktuell in der Kritik: Laut eines Berichts zeichnet Xiaomi das Verhalten von Smartphone-Besitzern umfangreich auf. Das chinesische Unternehmen reagiert mit Statements und einem Update seiner Browser.

Am Wochenende veröffentlichte das US-Magazin Forbes einen Bericht, wonach zwei Sicherheitsexperten aufgedeckt haben wollen, dass Xiaomi im großen Stil Daten seiner Nutzer sammle und auf externen Servern speichere. So wird dem Konzern unter anderem vorgeworfen, Browserdaten samt Eingaben, besuchten Websites und Anfragen in diversen Suchmaschinen zu speichern – auch im Inkognito-Modus des Mi-Browsers und Mint-Browsers.

Die Datensammelwut von Xiaomi hat der IT-Sicherheitsexperte Gabriel Cîrlig aufgedeckt und gemeinsam mit einem Forbes-Reporter eine Exklusiv-Story veröffentlicht. Daraus geht hervor, dass Xiaomi seine Nutzerdaten samt Angaben zum Smartphone-Modell, Android-Version und einer "eindeutigen Nutzerkennung" unter anderem an gehostete Server des Internetkonzerns Alibaba weitergibt. Laut Experte sei durch die übermittelte Nutzerkennung eine Personenzuordnung durchaus möglich. 

Zu den weiteren Daten, die von Xiaomi gespeichert und weitergegeben werden, gehört das generelle Bedienen des Displays, also beispielsweise verwendete Wischgesten. Zudem seien geöffnete Ordner und Apps sowie abgespielte Titel samt Zeitstempel in der Musik-App ebenfalls Teil der Aufzeichnungen. Dabei verwendet der IT-Sicherheitsexperte ein Redmi Note 8, sagt aber, dass auch andere Xiaomi-Smartphones mit identischer Firmware betroffen sein können. Dazu gehören unter anderem das Xiaomi Mi 10, Mi Mix 30 und Redmi K20. 

Xiaomi: "Fakten falsch dargestellt"

Xiaomi äußerte sich nach Erscheinen des Berichts umgehend mit einem Statement, das am Wochenende mehrmals aktualisiert wurde. So habe der Forbes-Reporter Xiaomi um eine Stellungnahme gebeten, die laut Hersteller im Artikel jedoch falsch wiedergegeben worden sei. Generell bezeichnet der Konzern die Berichterstattung als "falsch dargestellte Fakten", lenkte aber umgehend mit einem nun bereits verfügbaren Update sämtlicher Browser ein. Demnach sei es mit einem Update des Mi Browsers und Mi Browser Pro auf Version 12.1.4 und einem Update des Mint Browsers auf Version 3.4.3 Nutzern möglich, im Inkognito-Modus die Datenerfassung aktiv ein- und auszuschalten. 

Xiaomi schreibt, dass man sich an geltende Gesetze halte und Datenschutz und Sicherheit der Nutzer höchste Priorität haben. Nutzerdaten würden zwar gesammelt. Dies soll laut Xiaomi einzig für eine besser Nutzererfahrung sorgen, indem die Kompatibilität zwischen Betriebssystem und Apps verbessert würde. Entgegen des Forbes-Berichts behauptet Xiaomi, dass der gesamte Datensammelprozess anonymisiert stattfinde und ein Rückschluss auf Personen nicht möglich sei. 

Xiaomi data scandal 2
So wirbt Xiaomi mit der neuen Benutzeroberfläche MIUI 12. / © Xiaomi / Screenshot AndroidPIT

Mit der Vorstellung der neuen Benutzeroberfläche MIUI 12 hat Xiaomi den Fokus auf Datenschutz gelegt. Demnach habe der Nutzer unter MIUI 12 tiefen Einblick in das Datensammelverhalten von Apps von Drittanbietern und wirbt unter anderem mit dem Slogan: "Ihre Datenrechte liegen in Ihren Händen". Zwei Scrolls weiter sollen TÜV-Zertifikate und Sicherheitssiegel als Beleg dienen, dass Xiaomi in Sachen Datenschutz vorbildlich aufgestellt ist.

Quelle: Forbes

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Top-Kommentare der Community

  • Thomas H. 04.05.2020

    Zitat Black Mac : "Michael K. Wenn du den Unterschied zwischen “in China gebaut” und “in China entwickelt” nicht verstehst, dann bist du halt so. Da kann man nix machen."

    Tja Black M. Du bist ja leider auch so wie Du bist und daran können wir nichts machen.
    Wenn Apple morgen behauptet das die Welt nun doch eine Scheibe ist, glaubst Du das auch.

    Tatsache ist : Google, Apple, Microsoft, Xiaomi, Samsung, Huawei egal wer, sie alle wollen soviel wie möglich über die Nutzer erfahren denn das ist bares Geld bei Werbepartnern und Kundenbindung.
    Selbst bei alternativen Roms wäre ich da immer vorsichtig mit der Aussage das keiner Daten abgreift.
    Leider sind nicht alle Firmen so gesegnet wie Apple wo eine Sicherheitslücke im Mailprogramm aufgedeckt wird, Apple sagt "macht nichts" und die Apple Fans sagen "Na dann ist ja gut."

    Aber eines wird immer passieren : Jedes Jahr wird bei jedem Hersteller wenigstens einmal "die Sau durchs Dorf getrieben" wegen irgendwelchen Sicherheitsverstössen. Mir fällt auf Anhieb kein einziger Hersteller ein, der von solchen Vorwürfen nicht betroffen war.

  • Matthias Wolf 04.05.2020

    "Aber die anderen" ist aber durchaus ein berechtigter Einwand. Keinem Hersteller ist zu trauen, auch Apple fiel schon negativ auf.
    Und eben weil keinem Hersteller zu trauen ist sollte nach dem Kauf eines Smartphones die Schad-Software entfernt und durch ein sicheres OS ersetzt werden, zB /e/.

  • Tenten 04.05.2020

    Was andere Hersteller dazu sagen oder wegen eigener Schuld sagen oder nicht sagen dürfen, kann mir als Konsument gelinde gesagt, egal sein. Es ist der Konsument, der bespitzelt und abgegriffen wird und der darf sich hier deshalb sehr wohl eine Meinung erlauben. Oder darf ich plötzlich auch nichts mehr gegen Umweltverschmutzer sagen, nur weil ich vielleicht selbst irgendwann mal eine leere Dose in den Wald geworfen habe? Man kann es als Fehler einstufen, natürlich. Aber zum einen ist es nicht das erste Mal, dass Xiaomi sich durch Datensammeln hervorgetan hat und zum anderen ist der Umfang hier derart groß, dass ich da von voller Absicht ausgehe und nicht von einem "Versehen" oder der Unachtsamkeit eines Programmierers. Ein Gschmäckle bleibt.

  • bigfraggle 04.05.2020

    Ganz ehrlich: Wer ein Handy eines vom chinesischen Staat subventionierten Unternehmens erwirbt, welches nur aus diesem Grund auch so günstig verkauft werden kann, der sollte sich nicht wundern, dass dieses grundsätzlich chinesische Käufer ausspioniert. Und wer meint, dass solche "Features" für Nicht-Chinesen komplett deaktiviert werden, von dem möchte ich nicht wissen, wovon er nachts träumt. Und jetzt fangt bloß nicht an mit "Aber die anderen"...

  • Tenten 04.05.2020

    Und wer sagt, dass es ein Fehler war und kein absichtliches Ausspionieren? Eine derart ausgeprägte Sammelleidenschaft wie hier im Fall von Xiaomi halte ich nicht für einen Fehler oder Ausrutscher. Das wurde ganz bewußt so gemacht. Und wenn man erwischt wird, sagt man halt ups, sorry und schiebt ein Update nach? Null Vertrauenspunkte bei mir.

49 Kommentare

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  • Olaf 05.05.2020 Link zum Kommentar

    Unabhängig davon, dass ich absolut kein Freund von "aber die anderen machen das doch auch!" bin (wie sagte Oma doch immer so schön, wenn man mit gleicher Argumentation eigenes Fehlverhalten rechtfertigen wollte? "Und wenn die anderen Kinder von der Brücke springen, springst du dann auch?" Hat bestimmt jeder schon Tausendmal gehört, und doch, die anderen machen das ja auch...), weil das gerade in Bezug auf den Datenschutz irgendwie purer Kindergarten ist, der stramm in Richtung "nichts zu verbergen haben" tendiert, auch so eine beliebte und nicht totzukriegende Minus-Argumentation: Putzig finde ich im Falle von Xiaomi vor allem, dass man scheinbar selbst nach dem nun schnell hinterher geschobenen Browser-Update (ein Schelm, der Böses dabei denkt) im Inkognito-Modus das Schnüffeln erst noch manuell abschalten muss, sonst geht es halt munter weiter mit den Datenpaketen in das Land der Morgenröte?! Ja, wtf? Da wird ein sogenannter Inkognito-Mode ja mal so richtig ad absurdum geführt? Und sorry, Xiaomi, diese Luftnummer bedeutet insgesamt zwangsläufig: Sechs, setzen. Ist aber auch echt Mist, dass es immer wieder Typen gibt, die unseren Tech-Firmen mit ihren Beobachtungen regelmäßig auf die Füße treten. Dabei wollen immer alle nur unser Bestes: das Geld. Und vielleicht noch die eine oder andere Information aus jedem greifbaren Privathaushalt, nach der sich noch in den 80er Jahren die Stasi die Finger geleckt hätte. Aber hey: Die anderen... und so. Gell, Xiaomi?


    • Nobody 07.05.2020 Link zum Kommentar

      Genau meine Meinung. In einem Inkognito-Modus der dafür da ist das keine Daten gesammelt werden muss ich extra noch das Datensammlung ausschalten. Was ist den das für eine Logik. Und wenn alles gar nicht war ist was behauptet wird wieso bringen sie dann ein Update für den Browser? Sehr seltsam. Und dann lese ich hier noch in den Kommentaren das man ihnen jetzt noch mehr vertrauen kann als anderen weil sie ja erwischt wurden und deshalb in zukunft alles richtig machen weil ja jetzt auf sie aufgepasst wird. Da fällt mir echt nichts mehr drauf ein.


  • Kojo Krüger 05.05.2020 Link zum Kommentar

    an bigfragle: das war so klar dieses Scheuklappen-Denken.
    Nur weil Xiaomi ein chinesisches Unternehmen ist, heißt das nicht gleich das es für oder mit der chinesischen Regierung arbeitet.
    Xiaomi ist nicht Huawei.
    Wir werden hier in Deutschland genau so knallhart über unsere Smartphones, Laptops,Tablet-PCs und PCs genau so ausspioniert, es wird nur nicht zugeben von unserer Regierung.

    Gelöschter Account


  •   75
    Gelöschter Account 04.05.2020 Link zum Kommentar

    Ich sehe das wie bei Doping im Spritzensport. Die was ganz vorne mitmischen sind alle gedopt. Genauso werden Die Kunst ist aber gar nicht die besten Leistungen mit den stärksten Präparaten zu erzielen, sondern sich nicht erwischen zu lassen. Genauso ist es mit abgreifen und Weitergabe von Daten. Xioami wurde halt jetzt dabei erwischt aber es heißt nicht das sie die einzigen sind was das machen.


    • Thomas H. 05.05.2020 Link zum Kommentar

      Ich denke wenn wir bei allem die Wahrheit kennen würden, müssten unsere Smartphones in Bleikisten in der Garage übernachten. 😂


  •   52
    Gelöschter Account 04.05.2020 Link zum Kommentar

    Tjo, Xiaomi kommt halt der Verpflichtung des Heimatlandes nach und leitet die Daten brav an die KP weiter ;) Hat jemand etwa was anderes erwartet?


  •   36
    Gelöschter Account 04.05.2020 Link zum Kommentar

    Ich vertraue da voll und ganz auf unsere amerikanischen Freunde. Da können sich andere eine Scheibe abschneiden.


    • Nobody 04.05.2020 Link zum Kommentar

      @James Blond
      Und ist jetzt Forbes als Quelle immer noch nicht objektiv wie du behauptet hast? Tja da hast du mit deiner Aussage und Kritik mal voll ins Klo gegriffen oder. Hauptsache andere mal blöd anmachen obwohl man keine Ahnung hat worum es geht.


      •   36
        Gelöschter Account 04.05.2020 Link zum Kommentar

        @Nobody
        du musst schon zwischen den Zeilen lesen :-)


      • Nobody 04.05.2020 Link zum Kommentar

        Und du musst ein bisschen nachdenken dann verstehst du das ich deinen Kommentar unter dem anderen Xiaomi Artikel gemeint habe wo du mich kritisiert hast das Forbes keine objektive Quelle ist. Und mich blöd angemacht hast.


      • Gianluca Di Maggio 04.05.2020 Link zum Kommentar

        Forbes ist eine ebenso miese Quelle wie die Bild. "Auch ein blindes Huhn findet mal ein Korn" passt wohl ganz gut.

        Gelöschter Account


      • Michael K. 05.05.2020 Link zum Kommentar

        Mit den amerikanischen Freunden könnte er auch NSA und Co. meinen, die nun wirklich ganz dicke Scheiben abschneiden können.

        Gelöschter Account


      • Nobody 05.05.2020 Link zum Kommentar

        @Gianluca Di Maggio
        Trotzdem hatten sie recht oder? Und man kann gerne kritisieren. Es kommt halt immer darauf an wie. Man muss ja nicht immer gleich andere beleidigen nur weil man anderer Meinung ist. Aber das ist ja bei Mr. Blond normaler ton habe ich festgestellt.


  • Sebo 04.05.2020 Link zum Kommentar

    Der der ohne Sünde ist werfe den ersten Stein...


    • Tenten 04.05.2020 Link zum Kommentar

      Dann werfe ich den ersten Stein, denn ich spioniere niemanden aus. Und ich schätze mal, da kommen noch viele Steine auch von anderen geflogen. Vielleicht siehst du ja jetzt, wie unpassend dieser Spruch hier ist.

      Tim


      • Michael K. 04.05.2020 Link zum Kommentar

        Er schreibt ja auch von Sünde (auch wenn er ausspionieren meint), und mit anderen meint er nicht beliebige andere, sondern andere Hersteller, und da ist kein Hersteller frei von der Möglichkeit von Fehlern in der Software.
        Ausspionieren unterstellt Absicht, aber es kann sich hier auch in einen Fehler in der Programmierung handeln, Absicht ist durch den Umstand nicht anonymisierten Trackings noch nicht bewiesen, wird aber mal gerne unterstellt, vor allem bei chinesischen Herstellern.
        Und ja, die Kommunikation des Problems durch den Hersteller finde ich auch "unglücklich ".

        Gelöschter AccountSebo


      • Tenten 04.05.2020 Link zum Kommentar

        Was andere Hersteller dazu sagen oder wegen eigener Schuld sagen oder nicht sagen dürfen, kann mir als Konsument gelinde gesagt, egal sein. Es ist der Konsument, der bespitzelt und abgegriffen wird und der darf sich hier deshalb sehr wohl eine Meinung erlauben. Oder darf ich plötzlich auch nichts mehr gegen Umweltverschmutzer sagen, nur weil ich vielleicht selbst irgendwann mal eine leere Dose in den Wald geworfen habe? Man kann es als Fehler einstufen, natürlich. Aber zum einen ist es nicht das erste Mal, dass Xiaomi sich durch Datensammeln hervorgetan hat und zum anderen ist der Umfang hier derart groß, dass ich da von voller Absicht ausgehe und nicht von einem "Versehen" oder der Unachtsamkeit eines Programmierers. Ein Gschmäckle bleibt.


      • Sebo 04.05.2020 Link zum Kommentar

        Natürlich bezog ich das hier in diesem Kontext rein auf andere Hersteller.


      • Michael K. 04.05.2020 Link zum Kommentar

        Natürlich kannst Du Deine Meinung sagen, nur hat, so finde ich, die Antwort nicht zu dem Bibelzitat gepasst.
        Auch bei dem bleibenden Geschmäckle gebe ich Dir Recht. Den Fehler zu bestreiten, und dann doch ein Update liefern, das scheint ein Widerspruch zu sein, und ist kaum geeignet, die eigene Glaubwürdigkeit zu steigern. Das wäre gelungen, wenn man einfach einen Fehler zugegeben, sich dafür entschuldigt, und dann das Update geliefert hätte.
        Aber China ist ein anderer Kulturkreis, in dem man möglicherweise einen anderen Umgang mit eigenen Fehlern pflegt, und mancherorts auch eine laxere Einstellung zum Datenschutz hat. Daraus gleich Absicht zu assoziieren halte ich für zumindest voreilig, ebenso wie die Schlußfolgerung, dass missbräuchlich erhobene Daten auch missbräuchlich verwendet wurden.


      • C. F.
        • Admin
        04.05.2020 Link zum Kommentar

        "...nur weil ich vielleicht selbst irgendwann mal eine leere Dose in den Wald geworfen habe?"

        Was? 😳 Ich zeig Dich an....😜


  • bigfraggle 04.05.2020 Link zum Kommentar

    Ganz ehrlich: Wer ein Handy eines vom chinesischen Staat subventionierten Unternehmens erwirbt, welches nur aus diesem Grund auch so günstig verkauft werden kann, der sollte sich nicht wundern, dass dieses grundsätzlich chinesische Käufer ausspioniert. Und wer meint, dass solche "Features" für Nicht-Chinesen komplett deaktiviert werden, von dem möchte ich nicht wissen, wovon er nachts träumt. Und jetzt fangt bloß nicht an mit "Aber die anderen"...


    •   36
      Gelöschter Account 04.05.2020 Link zum Kommentar

      “Wer ein Handy eines vom chinesischen Staat subventionierten Unternehmens erwirbt,…“

      Guter Kommentar, aber da sind ein paar Wörter zu viel drin. Besser wäre:

      “Wer ein Handy eines chinesischen Unternehmens erwirbt, …


      • Michael K. 04.05.2020 Link zum Kommentar

        Warum nicht gleich " Wer ein Handy erwirbt, das in China hergestellt wird..." weils dann kaum überhaupt noch welche gibt, gelle?

        Gelöschter AccountRobby


      •   36
        Gelöschter Account 04.05.2020 Link zum Kommentar

        @ Michael K. Wenn du den Unterschied zwischen “in China gebaut” und “in China entwickelt” nicht verstehst, dann bist du halt so. Da kann man nix machen.


      • Michael K. 04.05.2020 Link zum Kommentar

        Schon klar, gegen einen Experten wie Dich stink ich natürlich ab, Du kennst ja jede Möglichkeit, wie man Technik manipulieren kann.

        Aber umgekehrt siehst Du, dass solche Lücken auch bei in China entwickelten Geräten gefunden und behoben werden, also kannste Deine Aussage auch in der Pfeife rauchen.

        WadingGelöschter AccountGelöschter AccountRobby


      • Thomas H. 04.05.2020 Link zum Kommentar

        Zitat Black Mac : "Michael K. Wenn du den Unterschied zwischen “in China gebaut” und “in China entwickelt” nicht verstehst, dann bist du halt so. Da kann man nix machen."

        Tja Black M. Du bist ja leider auch so wie Du bist und daran können wir nichts machen.
        Wenn Apple morgen behauptet das die Welt nun doch eine Scheibe ist, glaubst Du das auch.

        Tatsache ist : Google, Apple, Microsoft, Xiaomi, Samsung, Huawei egal wer, sie alle wollen soviel wie möglich über die Nutzer erfahren denn das ist bares Geld bei Werbepartnern und Kundenbindung.
        Selbst bei alternativen Roms wäre ich da immer vorsichtig mit der Aussage das keiner Daten abgreift.
        Leider sind nicht alle Firmen so gesegnet wie Apple wo eine Sicherheitslücke im Mailprogramm aufgedeckt wird, Apple sagt "macht nichts" und die Apple Fans sagen "Na dann ist ja gut."

        Aber eines wird immer passieren : Jedes Jahr wird bei jedem Hersteller wenigstens einmal "die Sau durchs Dorf getrieben" wegen irgendwelchen Sicherheitsverstössen. Mir fällt auf Anhieb kein einziger Hersteller ein, der von solchen Vorwürfen nicht betroffen war.


      • Tenten 04.05.2020 Link zum Kommentar

        Ja, aber das ist doch gut so. Man soll sich darüber aufregen und dem Hersteller sein Missfallen zeigen. Wie sonst sollte sich da je etwas ändern?


      • Thomas H. 04.05.2020 Link zum Kommentar

        Auf jeden Fall ! Wir bezahlen mit dem Smartphone, kaufen ein damit, speichern unzählige persönliche Daten. Identitätsdiebstahl am Smartphone ist schon länger lukrativer als an die Rechner der Leute zu gehen. Auf dem kleinen Ding findest Du alles, bei Biometrischen Daten angefangen über Bewegungsprofile bis hin zu allen Bank- und Kreditkartendaten.

        Vor 20 Jahren wäre das noch ein feuchter Traum von Cyberkriminellen gewesen, heute ist es Realität.

        HEB


    • Matthias Wolf 04.05.2020 Link zum Kommentar

      "Aber die anderen" ist aber durchaus ein berechtigter Einwand. Keinem Hersteller ist zu trauen, auch Apple fiel schon negativ auf.
      Und eben weil keinem Hersteller zu trauen ist sollte nach dem Kauf eines Smartphones die Schad-Software entfernt und durch ein sicheres OS ersetzt werden, zB /e/.


      • Tim 04.05.2020 Link zum Kommentar

        Erst sagen, dass kein Hersteller zu trauen ist, dann aber von einem "sicheren OS" sprechen... /e/ ist auch nur "sicher" bzw. bisher nicht negativ aufgefallen, weil ziemlich jung und vor allem extrem unbekannt...


      • Matthias Wolf 04.05.2020 Link zum Kommentar

        Nö, e ist deshalb sicher, weil es Open Source und quelloffen ist und zudem kein Unternehmen dahinter steht. Das OS wird von einer aktiven Community getragen. Jeder kann sehen wie e arbeitet und was das OS macht.
        Aus dem selben Grund gibt es auch keinen Datenschutzskandal bei Signal Messenger und wird es auch nicht geben.
        Man kann e überhaupt nicht mit Google Android, Windows oder ios vergleichen, genau so wenig wie man Signal mit WhatsApp oder Telegram vergleichen kann.


      • Tim 04.05.2020 Link zum Kommentar

        Android ist prinzipiell auch Open Source... Diese Tatsache allein macht ein OS noch lange nicht sicher. Und auch nicht, dass dahinter eine "Community" steht und kein Unternehmen.
        Indes: Sag niemals "nie".


      • Tenten 04.05.2020 Link zum Kommentar

        Open Source heißt nicht automatisch Sicherheit. Es heißt nur, dass da jeder draufgucken kann. Es heißt aber nicht, dass das auch gemacht wird.

        Gelöschter AccountTim


      • Michael K. 04.05.2020 Link zum Kommentar

        Der Heartbleed-Fehler in OpenSSL ist ein Beispiel dafür, das auch in OpenSource-Software Fehler auftreten können, die dann auch gravierende Sicherheitslücken reißen.
        OpenSource Software gilt dennoch in der Regel als sicherer als geschlossene Software, vor allem aber als sehr vertrauenswürdig. Der zur Verfügung stehende Quellcode erlaubt nicht nur jedermann, diesen zu inspizieren, sondern auch systematisch mit Methoden wie der statischen Analyse nach Fehlern und Schwachstellen zu untersuchen, was bei geschlossener Software ohne vorhandenen Quellcode nur aufwändig mit indirekten Verfahren möglich ist.
        Das "viele Augenprinzip" und die wahrscheinlich unmittelbare Entdeckung macht es unsinnig, absichtlich Backdoors in solche Software einzubauen.
        Auch wenn bedauerliche Fehler wie "Heartbleed" sich damit nicht völlig ausschliessen lassen, sind das prinzipielle Vorteile von OpenSource-Software.


      • C. F.
        • Admin
        04.05.2020 Link zum Kommentar

        "Das OS wird von einer aktiven Community getragen. Jeder kann sehen wie e arbeitet und was das OS macht."

        Und die aus der Community sind über jeden Zweifel erhaben? Die können vielleicht sehen, wie /e/ arbeitet und was es macht, der daily user Otto Normalverbraucher kann das nicht.


      • Michael K. 04.05.2020 Link zum Kommentar

        Wenn er sich ein bisschen Mühe gibt, schon.


      • C. F.
        • Admin
        04.05.2020 Link zum Kommentar

        Blödsinn. Wie soll das ein nicht technisch versierter Nutzer machen?


      • Michael K. 04.05.2020 Link zum Kommentar

        Sich schlau machen. Das will nicht jeder, muss auch keiner wollen, aber möglich ist es schon. War ausserdem nicht wirklich ernst gemeint.


    • Michael K. 04.05.2020 Link zum Kommentar

      Das Update kam innerhalb weniger Tage, das ist vorbildlich, zumindest wird es bei anderen Herstellern immer hoch gelobt wenn es so ist, und Fehler können nun mal passieren.
      Aber hier muss es natürlich absichtliches Auspionieren sein, weil es so gut zu den eigenen Vorurteilen passt?


      • HEB 04.05.2020 Link zum Kommentar

        Schon allein, das man im Inkognito-Modus die Datensammlung aktiv noch deaktivieren muss, zeigt doch wie "ernst" es Xiaomi mit der Datensicherheit der User nimmt.


      • Tenten 04.05.2020 Link zum Kommentar

        Und wer sagt, dass es ein Fehler war und kein absichtliches Ausspionieren? Eine derart ausgeprägte Sammelleidenschaft wie hier im Fall von Xiaomi halte ich nicht für einen Fehler oder Ausrutscher. Das wurde ganz bewußt so gemacht. Und wenn man erwischt wird, sagt man halt ups, sorry und schiebt ein Update nach? Null Vertrauenspunkte bei mir.


      • Clau Dias 04.05.2020 Link zum Kommentar

        Hat nichts mit Vorurteilen zu tun, es ist halt nun mal Tatsache, dass in China Persönlichkeitsrechte kaum Bedeutung haben, sieht man ja auch, wenn man an sich nur ein wenig für Politik interessiert und nicht nur in seiner Technikblase schwimmt.

        HEB


      • HEB 04.05.2020 Link zum Kommentar

        Richtig, aber wenn Du die Nutzer fragst, was erhälst Du dann für Antworten?

        Ja für den Preis super Hardware, es interessiert sich doch kein normaler Nutzer für Dinge die dort im Hintergrund ablaufen.

        Ich frage mich dann, wie lange wird das noch gut gehen? Und wie groß ist dann der Aufschrei wenn es öffentlich wird? Und dann sind die die bis zu dem Zeitpunkt sich nicht dafür interessiert haben die am lautesten schreien.


      • Nobody 04.05.2020 Link zum Kommentar

        @Michael K.
        Zuerst wurde alles mal abgestritten. Erst als der öffentliche Druck und die Aufmerksamkeit größer würde haben sie schnell angekündigt das sie ein Update bringen. Und das man im Inkognito-Modus ausschalten muss das die Datei gespeichert werden ist eigentlich ein Witz den das möchte ich ja vermeiden wenn ich den benutze oder. Und dann immer diese Sprüche " Die anderen machen das auch" Ja und wenn? Macht es das dann weniger schlimm das meine Daten irgendwo in Russland gespeichert werden? Wohl kaum oder. Und nebenbei. Auch wenn es "die anderen" machen ist es nicht ok. Auch da soll und muss sich darüber aufgeregt werden.


      • Michael K. 04.05.2020 Link zum Kommentar

        Die Kommunikation mit dem Nutzer fand ich, das habe ich auch schon an anderer Stelle geschrieben, ausgesprochen unglücklich und unglaubwürdig. Das Update war aber innerhalb weniger Tage da, so dass ich bezweifle, dass sich großer Druck aufgebaut hat. Wenn da tatsächlich Daten gestohlen wurde, und vor allem wenn sie auch noch mißbräuchkich verwendet wurden (also nicht durch einen Fehler versehentlich nicht anonymisierte Daten abgegriffen wurden, die aber dann doch nur für statistische Zwecke verwendet wurden), dann ist das natürlich überhaupt nicht o.k.
        Dass der Fehler zunächst bestrittene wurde, dann aber doch ein Update geliefert wurde, gehört zu dieser unglücklichen Nutzerkommunikation und könnte in Mentalitätsproblem sein, es kann aber kaum als Hinweis auf - ja was eigentlich - gedeutet werden? Dass man vertuschen wollte, was zu diesem Zeitpunkt schon gar nicht mehr zu vertuschen war?
        Überdies haben auch Softwarehersteller der westlichen Hemisphäre schon Fehler bestritten, die dann doch nachgewiesen wurden. Man muss das Mentalitätsproblem also gar nicht bemühen.

        "Und dann immer diese Sprüche " Die anderen machen das auch" Ja und wenn? Macht es das dann weniger schlimm das meine Daten irgendwo in Russland gespeichert werden? Wohl kaum oder. "

        Was das betrifft kann ich nur ahnen was Du meinst, und gehe darauf mal ein.

        Wenn hier über Datenlecks in der Software anderer Hersteller berichtet wird wie jüngst, dann unterstellt i.d.R. kein einziger Kommentator, dass ein solches Leck mit Absicht zum Abgriff von Daten eingebaut wurde, vielmehr werden schnelle Updates gelobt. Ich unterstelle das übrigens auch nicht, denn auch wenn die Möglichkeit dazu nicht ausgeschlossen werden kann, gibt es keine Indizien dafür. Trotzdem könnten natürlich auch durch dieses Datenleck Daten z.B. nach Russland gelangt sein, auch wenn es dafür wiederum keine Indizien gab. Beklagen darf man das, aber Softwarekonstrukte sind die komplexesten Konstrukte, die von Menschen geschaffen werden, und solche Fehler können natürlich passieren, damit muss man sich abfinden.
        Dass bei diesem Hersteller eher viele Kommentatoren unterstellen, dass absichtlich Daten abgesaugt wurden, obwohl die Indizienlage kaum besser ist, finde ich aber weder fair noch logisch.
        Das Tracking könnte Teil einer Testversion gewesen sein, deren Rückbau man vergessen hat, und dass die personalisierten Daten missbräuchlich verwendet wurden, ist weder bewiesen, noch gibt es Indizien dafür.
        Da diese Möglichkeit besteht, und der Unschuldsvermutung entsprechen würde, sollte man sie in Betracht ziehen, und nicht gleich von einem schuldhaften Verhalten ausgehen. Das macht es nicht besser und ist auch beklagenswert, aber zumindest fairer.
        Auch wenn es in diesen Tagen en vogue ist, starke Anschuldigungen aufgrund schwacher Indizien zu erheben, muss man sich ja deshalb nicht auch auf dieses Niveau begeben, und es ebenso tun.


      • Nobody 05.05.2020 Link zum Kommentar

        Das kann natürlich alles sein was du da vermutest. Aber andererseits kann man sich alles schön reden. Wenn heimlich Daten erfasst werden und der Hersteller wird darauf hingewiesen dann gibt es 2 Möglichkeiten wie man reagieren kann. Man kann sagen das man es überprüft und wenn es stimmt könnte man sich entschuldigen und es abstellen. Oder man macht es wie Xiaomi und streitet alles ab und behauptet das es nicht stimmt und eine Lüge ist. Um dann nach ein paar Tagen ein Update zu bringen das das Problem beseitigt das es laut ihrer Aussagen gar nicht gibt. Wenn man dann bedenkt das Xiaomi nicht zum ersten Mal im Verdacht steht Daten heimlich zu erfassen und zu speichern dann muss ich ehrlich sagen sieht das für mich nach absicht aus und nicht nach Versehen. Außerdem ist ja nicht nur ein Modell betroffen und auch wenn man nur den Browser auf einem Handy eines anderen Herstellers installiert werden auch Daten abgegriffen. Und es wird ja nicht nur gespeichert auf welchen Seiten du im Browser bist. Es wird auch gespeichert welche Ordner du öffnest usw. Hast du dir das Video auf Youtube angeschaut? Da kann man es sehen. Also schwache indizien sehen bei mir anders aus. Wenn du denkst das war alles nur ein Fehler ist das natürlich dein recht und deine Sache. Aber wenn das ein Fehler im Programm war warum hat man ihn dann nicht gleich abgestellt sondern munter weiter Daten gespeichert. Das muss man doch merken wenn Daten kommen die eigentlich nicht kommen dürften oder. Dann hätte man es abstellen können und keiner hätte etwas gemerkt. Aber munter weitermachen und erst aufhören wenn man erwischt wird und dann noch behauptet das alles nicht wahr ist spricht für mich eine andere Sprache. Und die spricht nicht von versehentlich sonder von absichtlich. Aber wie gesagt das ist meine Meinung.


      • Michael K. 05.05.2020 Link zum Kommentar

        Ich will nichts schön reden, sondern nur Erklärungen liefern, und natürlich ist es auch möglich, dass es Absicht war.
        Ich habe selber schon Software entwickelt, und weiß daher, dass es dabei oft zu Stress und Druck kommt, was dann in der Folge zu Fehlern, schlampiger Kodierung und vor allem fehlender Dokumentation führen kann (Hochsprachencode ist ja selbstdokumentierend, dass ich nicht lache).
        Natürlich kann zu Testzwecken einst geloggt worden sein, welche Ordner geöffnet werden und welche Webseite besucht wurde. Dann verlässt der zuständige Entwickler die Firma oder verstirbt, und hinterlässt seinem Nachfolger einen Wust von tausenden Zeilen undokumentierte Codes, den der in kürzester Zeit übernehmen und weiterentwickeln soll. Der sieht natürlich zu, dass er den Spaghetticode so zum Laufen bekommt, dass er die geforderten Funktionen erfüllt, denn sonst machen die Tester Druck und die Fehlerdatenbank wird voller und voller. Überfunktionen, also dass mehr Daten geloggt werden als nötig (bzw. hierzulande sogar erlaubt) stören niemanden und fallen auch niemanden auf. Es funktioniert ja alles bestens. Während man fehlende und fehlerhafte Funktionen gleich findet, weil man dagegen testet, findet man "Überfunktionen" nur, wenn man speziell danach sucht. Warum aber sollte man das tun, wenn man an anderer Stelle Druck durch Fehlfunktionen hat, also eigentlich gar keine Zeit?
        Auch dass das "Problem" bei unterschiedlichen Geräten und womöglich Softwareständen auftritt, besagt eigentlich nichts.
        Natürlich wird Software wiederverwendet wo es immer nur möglich ist, alles andere wäre ja Irrsinn. Klassen, Funktionen und Module, die sich (scheinbar) lange bewährt haben, nimmt man erneut, oder erweitert sie. Warum neu schreiben, mit neuem Aufwand und neuen Fehlern? Dass alte Fehler so nicht verschwinden, liegt aber auf der Hand.
        Dass der Hersteller auch schon in der Vergangenheit negativ aufgefallen ist, kann übrigens auch entlastend gedeutet werden. Früher als kleine Firma war der Hersteller vermutlich hauptsächlich auf China fixiert, wo sich kein Mensch über so ein Datenleck aufgeregt hat, und vielleicht war Datenhandel ja auch eine Art "Zubrot" für das Unternehmen. Später, weltweit erfolgreich, wollte man seriös werden, handelte nicht mehr mit Daten und exportierte in Länder, in denen Datenschutz einen viel höheren Stellenwert hat. Dann vergisst man aber so eine alte Funktion zu entfernen, die nirgends beschrieben ist, und schon hat man den Salat.

        Du kannst natürlich auch glauben, was Du willst, und vielleicht hast Du sogar Recht damit. Du solltest aber im Hinterkopf behalten, dass die Wirklichkeit oft nur scheinbar dem Offensichtlichen entspricht, und tatsächlich eine ganz andere ist. Schnellschüsse aufgrund schwacher Indizien sind selten eine gute Entscheidung.


      • Nobody 05.05.2020 Link zum Kommentar

        Kann alles sein. Aber wie gesagt erst war alles falsch und erfunden. Dann schickt man auf einmal ein Update hinterher damit man das ausschalten kann was ja eigentlich nicht passiert ist. Das ist für mich eindeutig ein Eingeständnis und keine schwachen indizien.


    • Gear4 04.05.2020 Link zum Kommentar

      Noch besser und korrekter wäre: Wer ein Smartphone erwirbt, wird ausspioniert.
      Wer Internet hat, wird ausspioniert.
      Man will nicht zum gläsernen Menschen werden? Tja, dann möge man sich vom Netz abkapseln.

      AlexviGelöschter AccountGelöschter Account

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