Honor: Auch dem Huawei-Ableger könnte die US-Blacklist drohen

Honor: Auch dem Huawei-Ableger könnte die US-Blacklist drohen

Honor ist im Vergleich zum ehemaligen Mutterkonzern Huawei bislang glimpflich durch den Handelskrieg zwischen China und den USA gekommen. Das könnte sich jedoch ändern, weil einige Republikaner Honor ebenfalls gerne auf der Blacklist sähen. 


  • US-Abgeordnete fordern Handelsministerium auf, Honor auf die schwarze Liste zu setzen
  • Es handelt sich hierbei um 14 Republikaner
  • Sie wittern ein Huawei-Manöver, um die US-Kontrollen zu umgehen

Aktuell steht Honor tatsächlich besser da als die einstige Konzernmutter Huawei. Während die Umsatzzahlen Huaweis in den Keller sinken, darf sich Honor über Komponenten von Qualcomm, MediaTek und vielen mehr freuen. Auf das jüngst vorgestellte Honor 50 finden sich auch wieder die für die westlichen Märkte so wichtigen Google-Dienste. 

Huawei verkauft Honor: Schwächelt der Gigant durch das Embargo?

Seit zwei Jahren steht Huawei nun auf der Entitätsliste der US-Regierung. Diese Blacklist verhindert, dass US-Unternehmen Geschäfte mit Huawei machen dürfen und so häufen sich die Materialengpässe bei den Chinesen. Das führte dazu, dass mittlerweile Xiaomi Huawei in vielen Märkten das Wasser abgraben konnte

Kommt auch Honor auf die schwarze Liste?

Jetzt könnte auch Honor Ungemach drohen, wenn das US-Handelsministerium der Argumentation von 14 US-Abgeordneten folgt, die jetzt offiziell Beschwerde eingelegt haben, wie Reuters berichtet. Bei diesen Abgeordneten handelt es sich um 14 Mitglieder der Republikaner, also der Partei des ehemaligen US-Präsidenten Trump. 

Der Republikaner Michael McCaul, seines Zeichens ranghöchstes Mitglied des Ausschusses für auswärtige Angelegenheiten des Repräsentantenhauses, ist davon überzeugt, dass Honor lediglich von Huawei abgespaltet wurde, um den Export-Kontrollen der USA zu entgehen. 

honor 50 pro dual ring
Während bei Huawei die Bauteile knapp werden, kann Honor fürs Honor 50 aus dem Vollen schöpfen  © Honor via Weibo

Das US-Handelsministerium reagiert jedoch erst einmal eher zurückhaltend. Man schätze zwar die Sichtweise der Mitglieder des Kongresses, ist aber eh ständig damit beschäftigt, alle Informationen abzuklopfen, die möglicherweise weitere Unternehmen auf die Entity List bringen. 

Reuters hat bislang weder von den Unternehmen Honor und Huawei, noch von der chinesischen Botschaft bislang eine Reaktion auf die Initiative der US-Abgeordneten erhalten. Persönlich rechne ich aber nicht damit, dass Honor vom Handelsministerium ebenso als eine nationale Gefahr betrachtet wird wie Huawei. Huawei ist schließlich eines der führenden Unternehmen weltweit bei der Netzwerktechnologie, mit der Honor überhaupt nichts am Hut hat. 

Was denkt Ihr, wie die Nummer ausgehen wird? Ich hoffe ja inständig darauf, dass der Markt regelt, welche Produkte wir kaufen können, nicht irgendwelche Handelsstreitigkeiten zwischen USA und China. Schreibt uns Eure Meinung dazu gerne in die Kommentare. 

Hat Dir der Artikel gefallen? Jetzt teilen!
Jetzt mitdiskutieren

2 Kommentare

Neuen Kommentar schreiben:
Alle Änderungen werden gespeichert. Änderungen werden nicht gespeichert!
Neuen Kommentar schreiben:
Alle Änderungen werden gespeichert. Änderungen werden nicht gespeichert!

  • GANTHERCAGE vor 1 Monat Link zum Kommentar

    cant wait till huawei release the p 50 lite version


  • Mr. N vor 1 Monat Link zum Kommentar

    Die amerikanischen republikanischen Politiker haben einen Dachschaden. Das der Schuss nach hinten losgeht, is doch klar. Was kommen schon für neue innovationen? Seit huawei beschnitten worden ist! Was für tolle Sachen sind dieser Session gekommen? Ob Apple ober Samsung? Nichts tolles. Oh ja der erweiterbarer Speicher ist jetzt eine Legende