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iOS 16 soll CAPTCHAs lösen: Nie wieder nach Hydranten suchen!

apple iphone captcha
© McLittle Stock / Shutterstock.com

In der Beta von iOS 16 hat Apple eine Funktion implementiert, mit der Ihr CAPTCHAs überspringen könnt! Dabei handelt es sich um Verifizierungstools, die sicherstellen sollen, dass Ihr keine Roboter seid. Wenn Ihr ein iPhone besitzt, werdet Ihr dank der "Automatischen Überprüfung" zukünftig einfacher neue Accounts anlegen und Euch auf Webseiten einloggen könnt.

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Seid Ihr ein noch nicht entdeckter Google-Bot, ein Android aus der Zukunft, der die Menschheit infiltrieren will, oder habt es einfach satt, jedes Bild mit einem Hydranten auswählen zu müssen? Apple hat eine Funktion in iOS 16 vorgestellt, die sich "Automatische Überprüfung" nennt.

Diese Option, die in den ersten Betas von iOS 16 standardmäßig verfügbar ist, findet Ihr unter "Einstellungen" > "Apple ID" > "Passwörter und Sicherheit". Konkret heißt das: Wenn Ihr die Funktion "Automatische Überprüfung" aktiviert, wird iCloud Eure Apple ID und Euer Gerät im Hintergrund automatisch und sicher überprüfen, sodass Ihr bei der Authentifizierung auf einer Website oder in einer Anwendung kein CAPTCHA mehr ausfüllen müsst.

Wie diese Funktion funktionieren soll, erklärt Apple in dem folgenden Erklärvideo.

Private Access Tokens für eine intuitivere, aber auch barrierefreie User-Experience

Diese Funktion von Apple beruht auf dem, was die Firma Private Access Tokens nennt. Apple erklärt, dass die Eingabe von CAPTCHAs eigentlich nicht mehr nötig ist. Denn wenn Ihr eine Webseite erreicht, habt Ihr Euch bereits auf dem iPhone per Face-ID, Touch-ID oder mit einem Passwort angemeldet habt.

Das alles seien Aktionen, die kaum von einem Bot ausgeführt werden können und die einer Website bereits Aufschluss über die menschliche Natur des Nutzers geben können, der versucht, auf die Website zuzugreifen. Das Private Access Token wäre also eine Art virtuelle Vertrauensmarke, die Websites mitteilt, dass Ihr kein Bot, sondern ein Mensch seid.

Apple Private Access Tokens pour remplacer les CAPTCHAs
So funktionieren Apples Private Access Tokens als Ersatz für CAPTCHAs / © NextPit.

Der Server einer Website oder einer Anwendung kann dann von Eurem iPhone diese virtuellen Badges anfordern. Diese Badges sind in keinem Fall direkt mit Euren persönlichen Daten verknüpft und ermöglichen es nicht, Euch zu tracken, selbst wenn Ihr eine Website mehrmals ansteuert.

Es ist lediglich Apple, das der Website sagt: "Okay, vertrau mir, ich habe sein Gesicht gescannt oder ich kenne seine Apple-ID, er ist ein guter Kerl". Dieser Austausch von Anfragen und die Übertragung von Token erfolgt nach einem Protokoll, das von der IETF (Internet Engineering Task Force, einer Standardisierungsorganisation des Internets) anerkannt wird.

Langfristig ist Apples Idee, die User-Experience nicht nur intuitiver und flüssiger zu gestalten, sondern auch zugänglicher zu machen, da CAPTCHAs für manche Benutzer eine Hürde darstellen können.

Die neue Funktion wird auf allen iOS 16-Geräten, aber auch auf Macs mit MacOS Ventura verfügbar sein. Einige Branchenvertreter wie Cloudfare oder Fastly haben bereits angekündigt, dass sie diese Private Access Tokens von Apple unterstützen werden. Die Zahl der kompatiblen Websites und Apps wird also bereits sehr groß sein, sobald iOS 16 im September offiziell eingeführt wird.

Was haltet Ihr von dieser Funktion bei Apple? Glaubt Ihr, dass sie genauso sicher ist wie CAPTCHAs? Sind CAPTCHAs überhaupt ein echtes Hindernis im Netz?

Quelle: Apple

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2 Kommentare

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  • Tim vor 5 Tagen Link zum Kommentar

    Meiner Meinung nach war dieser CAPTCHA-Müll noch NIE für Rothenfelde nötig. Er war schon immer nervig und hat nichts gebracht. Von daher bin ich echt froh, wenn hier mit solchen "Mitteln" dem ganzen an den Kragen gegangen wird.
    Hoffentlich funktioniert es gut (was ich einfach mal vermute) und dass es dann schnell von Google und Co. auch übernommen wird.


  • Michael K. vor 6 Tagen Link zum Kommentar

    Was ist, wenn der Bot auf einem Mac, iPad oder iPhone ausgeführt wird, kommt er dann an den CAPTCHAs vorbei, ohne dass deren Besitzer identifiziert werden können?
    Und wenn nicht, wie wird das erreicht? Werden die Token nur mit niedriger maximaler Frequenz verschickt, die einem "normalen" menschlichem Verhalten entsprechen? Oder ist an den Token erkennbar, dass der selbe (unbekannte) Geräteeigner versucht, Konten unter unterschiedlichen Namen anzulegen?