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OnePlus 10 Pro ist offiziell: Alle neuen Features und umgerechnete Preise

OnePlus 10 Pro 01
© OnePlus

OnePlus hat für China soeben ein neues Flaggschiff angekündigt. Das OnePlus 10 Pro ist mit Qualcomms neuestem Spitzenprozessor ausgestattet und bietet Quick-Charging mit 80 Watt. Darüber hinaus geht die Kooperation mit Hasselblad in die zweite Runde. Klingt spannend? Wir fassen Euch alle technischen Daten zusammen und rechnen aus, wie die chinesischen Preise in Euro lauten würden.


  • OnePlus 10 Pro wurde in China angekündigt und läuft mit ColorOS 12.1
  • Flaggschiff bringt ein neues Design auf der Rückseite für das Dreifach-Kameramodul
  • Marke hob ein größeres Kühlsystem und schnelleres Aufladen hervor

Wie bei den meisten chinesischen Flaggschiff-Handys in diesem Jahr übernimmt der Snapdragon 8 Gen 1 die Rechenaufgaben. Dank des neuen 4nm-Fertigungsprozesses soll das Top-SoC zudem eine 30 Prozent schnellere Spieleleistung, eine 400 Prozent schnellere KI-Verarbeitung und einen geringeren Stromverbrauch ermöglichen. Das 5G-Model ist theoretisch zudem bis zu 10 Gbps schnell.

Um die Überhitzungsprobleme zu vermeiden, von denen viele Flaggschiffe des Jahres 2021 betroffen waren, kündigte OnePlus ein neues "räumliches Kühlsystem" an, das aus vielen verschiedenen Schichten leitfähiger Materialien besteht. Insgesamt nehmen sie eine Fläche von etwa 55 % eines A4-Blattes ein.

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Das Kühlsystem des OnePlus 10 Pro kombiniert verschiedene wärmeableitende Schichten mit einer Vapor-Chamber. / © OnePlus/Weibo

LTPO 2.0 adaptives AMOLED-Display

OnePlus ist eifrig darin, sein neues "True LTPO 2.0"-Display hervorzuheben. Dabei handelt es sich um eine neuere Version des "Fluid AMOLED"-Panels – in den technischen Datenblättern von Samsung auch als "Dynamic AMOLED" bekannt –, welches schnellere Frequenzwechsel zwischen 1 und 120 Hz verspricht. In einer Animation erklärt OnePlus, dass der LTPO 2-Bildschirm in 75 ms von 120 Hz auf 1 Hz umschalten kann. Zum Vergleich: die vorige Generation brauchte dafür noch 700 Millisekunden.

Das schnellere Umschalten trägt dazu bei, den Akkuverbrauch weiter zu senken. OnePlus wirbt damit, dass sein neues Display weniger Strom verbraucht als die 90-Hz-Displays anderer Smartphones. Abgesehen von der neuen Technologie behält das OnePlus 10 Pro die 6,7-Zoll-Displaygröße seines Vorgängers bei, ebenso wie die QHD+-Auflösung mit 3.216 x 1.440 Pixeln (525 DPI bei einem Verhältnis von 20,1:9).

OnePlus 10 Pro Green PC
Das Kameramodul reicht nun bis zur Seite des OnePlus 10 Pro / © OnePlus

Schnelleres Quick-Charging – egal, ob kabellos oder kabelgebunden

Obwohl das OnePlus 10 Pro die gleichen Abmessungen wie das OnePlus 9 Pro hat, verfügt es über einen größeren Dual-Zellen-Akku mit einer Kapazität von 5,000 mAh.

Das Flaggschiff-Handy ist kompatibel mit dem mitgelieferten SuperVOOC 80W-Ladegerät von Oppo sowie dem optionalen AirVOOC-Adapter für kabelloses Laden mit bis zu 50W. Nach Angaben des Herstellers kann der Akku in 32 Minuten mit SuperVOOC und in 47 Minuten kabellos vollständig aufgeladen werden. Das OnePlus 10 Pro bietet auch die Möglichkeit, Smartwatches und Kopfhörer, die mit dem Qi-Standard kompatibel sind, kabellos aufzuladen.

OnePlus 10 Pro Black PC
Die Abmessungen des OnePlus 10 Pro entsprechen in etwa denen des Vorgängers / © OnePlus

Hasselblad-Kamera der zweiten Generation

Das OnePlus 10 Pro ist das zweite Flaggschiff im Rahmen der OnePlus-Hasselblad-Partnerschaft und bringt die Farbwissenschaft der schwedischen Marke in das Smartphone. Alle drei Kameras des Telefons sind in der Lage, 12-Bit-RAW-Bilder aufzunehmen. Dazu gibt's einen neuen RAW+-Modus, der die computergestützte Fotografieverarbeitung mit RAW-Dateien verbindet.

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Das Kameramodul hat ein neues Design / © OnePlus

OnePlus hat bei der Identifizierung der wichtigsten Sensoren des OnePlus 10 Pro besondere Sorgfalt walten lassen. Angefangen bei der Weitwinkelkamera, die einen Sony IMX789-Sensor mit 48 Megapixeln und f/1.8-Blende mit OIS verwendet. Die Ultraweitwinkel-Kamera verwendet einen Samsung JN1-Sensor mit 50 MP, f/2.2 und einem 150° FOV, während die Telekamera auf einen nicht weiter spezifizierten 8 MP-Sensor mit einem OIS, f/2.4-Objektiv mit einem 3,3-fachen optischen Zoom setzt.

ColorOS in China, OxygenOS im Rest der Welt

Während das OnePlus 10 Pro in China mit dem ColorOS 12.1 von Oppo auf den Markt kam, kündigte OnePlus an, dass die globalen Versionen des OnePlus 10 Pro mit OxygenOS 12 ausgestattet sein werden. Beide Betriebssysteme basieren auf Android 12 und bringen im Fall von OxygenOS auch ein frisches Aussehen der Oberfläche sowie neue Funktionen von Google mit.

In China bewirbt OnePlus das Smartphone als das erste, das die TÜV SÜD-Zertifizierung der Stufe A für "36 Monate flüssige Nutzung" erhalten hat. Das deutet darauf hin, dass die Leistung des OnePlus 10 Pro auch nach drei Jahren nicht signifikant nachlässt, was wir natürlich gerne testen werden.

OnePlus 10 Pro 02
Emerald Forest (links) und Volcanic Black (rechts) sind die Farboptionen für das OnePlus 10 Pro. / © OnePlus

Kosten des OnePlus 10 Pro

Laut OnePlus wird das neue Flaggschiff-Handy in China ab dem 13. Januar in drei Speicheroptionen und zwei Farben – Volcanic Black und Emerald Forest – erhältlich sein. Dabei stellt der Hersteller das Handy im Onlineshop und in den Ladenzeilen für folgende Preise aus:

  • 8 + 128 GB: ¥4699 (ca. 650€)
  • 8 + 256 GB: ¥4999 (695€)
  • 12 + 256 GB: ¥5299 (735€)

Behaltet aber im Hinterkopf ist, dass sich die Preise nicht Eins zu Eins nach Deutschland übertragen lassen. Laut Pressemitteilung gibt es zum aktuellen Zeitpunkt noch keine Infos zu den hiesigen Kosten fürs OnePlus 10 Pro. Auch ein Release-Datum für andere Länder kommuniziert OnePlus noch nicht. Der Hersteller schreibt in der Mitteilung, dass das OnePlus 10 Pro später im Jahr 2022 in andere Länder kommt. Nun.


OnePlus 9 Pro im Preis-Check

 

Was haltet Ihr von OnePlus' neuem Flaggschiff? Habt Ihr mehr Änderungen bei der Hardware und den Spezifikationen erwartet? Schreibt's mir in die Kommentare!

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8 Kommentare

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  • Moritz vor 8 Monaten Link zum Kommentar

    Mein OnePlus5 läuft immer noch und ist in täglicher Nutzung bei mir . 5 Jahre, das hat noch kein anderer Hersteller geschafft.
    Von daher hat OP einen Stein im Brett bei mir und das OP10 schaue ich mir mal genau an.
    So ein Umstieg nach 5 Jahren ist dann doch in Ordnung : ) . Toller Hersteller!


  • Tim vor 8 Monaten Link zum Kommentar

    Wenn ein verdammtes Smartphone ein Kühlsystem braucht, das "aufgeblättert" so groß ist, wie ein halbes A4-Blatt, dann lässt mich das nicht staunen, sondern eher die Handflächen gegen meine Stirn donnern. Was muss das für ein buchstäblich heißer Prozessor sein, wenn es sowas braucht?

    Und das 120Hz Display soll immer noch so viel Verbrauchen, wie 90Hz bei anderen Herstellern? Na so besonders ist das jetzt nun nicht unbedingt. ProMotion macht die Displays bei den iPhones sparsamer, als 60Hz Displays der normalen 13er und die sind schon alles andere als stromhungrig.


    • Olaf vor 8 Monaten Link zum Kommentar

      Na ja, das scheint mir eher eine Prophylaxe zu sein, da sich der 888er letztes Jahr nicht gerade mit Hitze-Ruhm bekleckert hat. Ob das beim Nachfolger überhaupt auch der Fall ist, wird sich noch zeigen müssen. Falls ja, hat OnePlus auf jeden Fall vorgebeugt.


  • Torsten vor 8 Monaten Link zum Kommentar

    Ich finde das echt interessant. 2022 wäre bei mir ein Wechsel anstehend, kann mich noch nicht entscheiden.


  • Olaf vor 8 Monaten Link zum Kommentar

    Wenn OnePlus hierzulande das Preisniveau vom letztenJahr in etwa halten kann, wäre das 10 Pro eine interessante Alternative zum Galaxy S22 Plus, da die neue S-Reihe den letzten Leaks zufolge nicht unwesentlich teurer werden könnte. Technisch und optisch (Pine Green!) ist schon das aktuelle 9 Pro alles andere als langweilig. Dass die neuen Geräte von OnePlus beim Design deutliche Anleihen bei Samsungs 21ern nehmen: geschenkt. Sehen wir es positiv - so muss man sich nicht mit völlig neuen Designelementen anfreunden. 😉


    • Tim vor 8 Monaten Link zum Kommentar

      Die werden die Preise auf keinem Fall auf dem Niveau halten. Das Ding wird locker genauso viel kosten, wie das 9 Pro.


      • Olaf vor 8 Monaten Link zum Kommentar

        Davon gehe ich eigentlich auch aus. Zudem habe ich nun gesehen, dass ausgerechnet der sehr gute Sony IMX766 des Ultraweitwinkels ausgetauscht wurde. Das ist bei der Kamera zumindest auf dem Papier nicht wirklich ein Fortschritt, aber das werden die ersten Tests wohl noch ergeben.


  • macmercy vor 8 Monaten Link zum Kommentar

    Viel Positives und auf das neue System bin ich eh gespannt. Für (mich) aber negativ: kein flaches Display. Da wird's schwierig mit Hülle bzw. Kantenschutz und vollflächig klebendem Displayschutz.

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