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Sony LinkBuds vorgestellt: Wie hört man mit offenen In-Ear-Kopfhörern?

Sony Link Buds NextPit 01
© Sony

Erinnert Ihr Euch an die kuriosen Sony-Kopfhörer, über die wir neulich berichtet haben? Die Sony LinkBuds wurden jetzt offiziell vorgestellt! Dabei lüftet sich auch die Frage, wie genau man die Headphones im Ohr tragen soll. Wie viel die Kopfhörer kosten und was es sonst zu wissen gibt, verrate ich Euch in einer kurzen Vorstellung!

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  • Sony stellt LinkBuds vor
  • Neues Kopfhörer-Design soll mehr Umgebungsgeräusche durchlassen
  • Verfügbar ab Mitte Februar für 179,99 Euro

Sony hat mit den neuen LinkBuds einen echten Hingucker vorgestellt! Die Kopfhörer sehen zwar nicht besonders gut aus, dafür aber originell. Denn wie Ihr schon neulich in einer News von WinFuture sehen konntet, gibt es statt einer Silikonspitze, die wie bei den meisten Modellen in den Hörkanal gesteckt wird, eine Art Donut. Das offene Ringdesign soll laut Sony beim Hören mehr Umgebungsgeräusche durchlassen.

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Donuts oder lieber Motorräder – was seht Ihr in den Sony LinkBuds? / © Sony

Im Grunde genommen also das genaue Gegenteil, was die meisten In-Ear-Bluetooth-Kopfhörer mit ANC versuchen. Technisch hat Sony hierfür mitten in die Lautsprechermembranen eine Öffnung eingelassen, durch die Geräusche ins Ohr gelangen können. Das Design trägt aber auch dazu bei, dass die einzelnen Earbuds gerade einmal vier Gramm wiegen.

Smarte Earbuds mit Fast Pair und Swift Pair

Wie Ihr auf den Fotos im Artikel sehen könnt, werden die Sony LinkBuds in das Ohr eingelegt. Wie gut der Halt und der Tragekomfort dabei sind, lässt sich erst im Praxis-Test herausfinden. Technisch sollen die Kopfhörer aber einen Frequenzgang von 20 Hertz bis 20.000 Hertz bieten und DSEE unterstützen. Neben Bluetooth 5.2 ist für Android- und Windows-User vor allem die Unterstützung von Fast Pair und Swift Pair interessant. Wie Ihr im Test der Beats Studio Buds lesen könnt, sind die Kopfhörer dadurch mit dem Google-Account verbunden und lassen sich bequem auch an weiteren Geräten nutzen.

Die Unterstützung von Bluetooth-Codecs sieht auf den ersten Blick recht mau aus. Es gibt AAC und SBC, HD-Codecs wie AptX und Sonys eigener Codec LDAC sind aber nicht an Bord. Die Akkulaufzeit ist mit 5,5 Stunden bei aktiver Musikwiedergabe ebenfalls unterdurchschnittlich. Hier halten viele Konkurrenten selbst mit aktiviertem ANC länger durch.

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Das Gehäuse der LinkBuds ist kompakt. / © Sony

Zur Steuerung gibt es berührungsempfindliche Flächen, die im Regen – die Headphoens sind IPX4-zertifiziert – zu Fehleingaben führen könnten. Alternativ nutzt Ihr die Sprachassistenten Alexa oder Google Assistent. Interessant finde ich an Sonys Pressemitteilung noch eine adaptive Lautstärkeregelung, die den Klang automatisch an die Umgebung anpasst. Wie wir von den WF-1000XM4 wissen, ist Sony bei solchen Technologien ziemlich fortschrittlich!

Mein Kommentar zu den LinkBuds:

"Sonys neues Design sieht interessant aus und wird in ersten Testberichten bereits gelobt. Allerdings bezweifle ich, dass es viele Vorteile gegenüber aktuellen ANC-Kopfhörern bietet. Denn diese unterstützen in der Regel Transparenzmodi, bei denen Umgebungsgeräsuche digital eingeschleust werden. Das funktioniert in der Praxis sehr gut und hat einen Vorteil: Die LinkBuds könnt Ihr nur als offene Kopfhörer nutzen – ANC-Headphones sind da deutlich flexibler.

Noch eine Sache: Die Akkulaufzeit sieht für Kopfhörer ohne ANC echt mau aus. Da bin ich gespannt, ob Sony diese trotz des neuen Designs in den nächsten Generationen verbessern kann.

Zu guter Letzt noch der Preis und die Verfügbarkeit: Die LinkBuds, die Sony auch "WF-L900" nennt, starten ab Mitte Februar in den Farben Weiß und Anthrazit in den Handel. Fürs Ausprobieren müsst Ihr Euch zum Start 179,90 Euro ins Ohr stecken – ähm in die Hand nehmen! Vorbesteller können einfach hier zu Amazon gelangen* oder dem Link gleich unter diesem Artikel folgen.

Was haltet Ihr von den neuen Sony LinkBuds? Spannend oder nicht? Teilt es mir in den Kommentaren mit

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6 Kommentare

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  • Tim vor 3 Monaten Link zum Kommentar

    Wo genau sieht die Akkulaufzeit mau aus? 5,5h sind absolutes Mittelmaß. Die meisten anderen GUTEN Earbuds sind da auch nicht besser. Bessere Laufzeiten schaffen so ziemlich nur EarBuds, die dann echt klobig sind und fast alleine sofort aus dem Ohr fallen (so wie Sonys ältere EarBuds).
    Einzig die "Reserven" aus dem Case könnte man mit maximal extra 12h schon etwas als mau bezeichnen, aber nicht die der Buds selbst...

    Den Sinn der Buds verstehe ich aber nicht so richtig. Geräusche problemlos durchlassen können auch die normalen AirPods und das ohne so ein komisches Loch in der Mitte 😅 zumal diese Dinger hier ein ähnliches Problem haben werden, nämlich, dass sie bei weitem nicht jedem passen. Vielleicht sogar noch schlimmer, als bei den AirPods.


    • Benjamin Lucks
      • Admin
      • Staff
      vor 3 Monaten Link zum Kommentar

      Die letzten, von uns getesteten, ANC-Kopfhörer:

      HiTune X6: 6 Stunden mit ANC
      Galaxy Buds 2: 5 Stunden mit ANC
      Sennheiser CX TW: 8 Stunden ohne ANC
      Nothing Ear (1): 5,7h Stunden ohne ANC
      OnePlus Buds Pro: 7 Stunden ohne ANC

      Ohne ANC tendieren die meisten Earbuds schon eher Richtung 7 oder 8 Stunden, ausgenommen der Nothings, die aber auch nur 99 Euro kosten. Da finde ich die Leistung der LinkBuds auf den ersten Blick schon auffällig.

      Aber eine endgültige Meinung hole ich mir natürlich erst im Test ein :)

      Das Argument mit dem Passthrough sehe ich aber genauso – mir würde die Option fehlen, mich mit den LinkBuds auf die Musik zu konzentrieren.


  • A. K.
    • Mod
    vor 3 Monaten Link zum Kommentar

    Erste Berichte sind schonmal vielversprechend, ich denke wir schaffen uns mindestens ein Paar im Haushalt an.


    • Benjamin Lucks
      • Admin
      • Staff
      vor 3 Monaten Link zum Kommentar

      Ein Testgerät ist glaube ich auch schon auf dem Weg zu uns – unsere Eindrücke sollten also auch bald kommen :)


      • A. K.
        • Mod
        vor 3 Monaten Link zum Kommentar

        Nice! Würde mich echt interessieren, wie euch der Sound als ganzes gefällt und natürlich wie angenehm sie zu tragen sind. In ears sind schon nervig aber bieten halt soundtechnisch Vorteile.

        Hab gelesen, dass 5 Aufsätze enthalten sind, damit sie zu möglichst vielen Ohren passen.

        Das Konzept der Bedienung liest sich auch interessant, fragt sich nur, wie es sich in der Praxis schlägt.


  • Oleole vor 3 Monaten Link zum Kommentar

    Finde die Teile ziemlich cool, auch wenn sie nichts für mich persönlich wären. Durch das komplett offene Design sind die Nutzungsszenarien natürlich eingeschränkt wie bei allen offenen Kopfhörern. Aber im Gegenzug bekommt man einen besonders natürlichen Klang und ich bin mir sicher, dass sich der "natürliche Transparenz-Modus" viel besser anhört als das was normale ANC-Stöpsel künstlich reproduzieren. Und die Akkulaufzeit ist mit 5,5 h auch nicht viel schlechter als bei den Airpods - also völlig im Normalbereich.

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