Xiaomi zeigt ausfahrbares Handy-Objektiv: Was bringt die Technik?

Xiaomi zeigt ausfahrbares Handy-Objektiv: Was bringt die Technik?

Xiaomi zeigte sich auf seiner Entwicklerkonferenz MIDC 2020 wieder einmal innovativ. Denn während sich ausfahrbare Smartphone-Kameras schon in vielen Geräten finden, bringt der Hersteller endlich das Objektiv einer Handykamera in Bewegung. Daraus ergeben sich endlich Vorteile, die sich an der Bildqualität künftiger Handys ablesen lassen.

Denn sicher kennt Ihr die ein- und ausfahrbaren Objektive noch von Kompaktkameras und ganz ohne Motor von analogen Modellen. In "richtigen" Kameras sind zusammengeschobene Objektive deutlich kompakter und ermöglichten es so, Digitalkameras auch in der Jackentasche zu verstauen. Diesen Vorteil wird die Technik auch in Smartphones haben. Doch das ist nicht alles.

Denn gerade für die Brennweite zukünftiger Smartphones könnte die Technik Vorteile bieten. Die Brennweite beschreibt im Grunde genommen den Abstand zwischen dem Brennpunkt und der Linse und sorgt dafür, dass Motive auf dem Kamerasensor vergrößert zu sehen sind oder mehr Inhalte auf das Bild passen. Durch das Herausfahren der Linse ist es theoretisch möglich, den Abstand zwischen Sensor und Linse (auch Hauptebene genannt) und somit auch zwischen Fokus und Linse zu vergrößern. Ganz kurz zusammengefasst: Mehr optischer Zoom für euer Smartphone.

Mehr Tele bei mehr Lichteinfall

Aktuell helfen sich Smartphone-Hersteller beim Kampf um den größten Kamerazoom noch mit seitlich liegenden Periskop-Kameras oder digitaler Vergrößerung weiter. Den sprichwörtlichen Vogel schoss Samsung mit dem Space-Zoom im Galaxy S20 Ultra ab. Stattdessen könnten wir zukünftig ausfahrbare Linsen sehen, die durch ein weiteres Herausfahren sogar variable Brennweiten bieten könnten. Ein wenig ließ sich das schon in den Renderbildern zum Xiaomi Mi Mix Alpha sehen, die im Juli zu sehen waren.

Xiaomis neu vorgestellte Technologie bietet das aber erst einmal nicht. Neben einer großen Brennweite soll die Teleskop-Objektivtechnologie auch sehr lichtstark sein. Die Lichtstärke eines Objektivs misst sich an der Offenblende, die bei den in Smartphones genutzten Festbrennweiten in der Regel im Bereich von f/1.7 bis f/2.4 liegt. Telelinsen sind in der Regel lichtschwächer; welche Offenblende Xiaomi in seinen neuen Prototypen realisieren kann, verrät das Unternehmen noch nicht. Neben diesen beiden Eigenschaften verrät Xiaomi auf Weibo weiterhin, dass die Teleskop-Technologie auch besonders gut stabilisiert sei.

Im oben eingebundenen Video schaut die Technologie noch ein bisschen rudimentär aus. Leider zeigt Xiaomi zwar ein Kamerabild, der Hersteller demonstriert hier aber nur den manuellen Fokus auf eine Plastikfigur. Dennoch macht die Ankündigung Lust auf zukünftige Kamera-Smartphones, findet Ihr nicht? Lasst es mich in den Kommentaren wissen. Wenn Ihr Euch für Smartphone-Fotografie interessiert, empfehle ich Euch unbedingt Stefans Handy-Foto-Guide.

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60 Kommentare

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  • Esit


  • na ja, alter Hut! So etwas hatte Samsung schon vor Jahren. War etwas klobig aber ziemlich gut!


  • .


  • C. F.
    • Blogger
    vor 2 Wochen Link zum Kommentar

    ....


  • Edit


  • Wirklich innovativ war doch der Periskopzoom wundert mich das da nichts neues kam.

    Bin gespannt was Samsung so mit über 200mp und dem digi zoom reissen kann.


  • Falscher text


  • I like it.


  • Edit.


  • Tim vor 2 Wochen Link zum Kommentar

    Finde in dem Video das letzte irgendwie komisch. Als ob manueller Fokus jetzt irgendwas besonderes wäre oder man dafür so eine Mechanik braucht.
    Aber prinzipiell finde ich die Idee ganz nett. Würde ich mir zwar in einem "Standard-Smartphone" nicht unbedingt wünschen - Stichwort mehr Bewegliche Teile usw., aber in sowas als Nische sehe ich zumindest mehr Sinn, als in "Gaming-Phones".
    Stimme den anderen aber zu - wirklich "innovativ" ist es nicht. Sowas gab's in " Smartphones" schließlich auch schon, es ist also nicht mal so, dass es dort erstmalig verbaut würde.


  • Seit Jahrhunderte nutzen Fotoapparate diesen Technik. Was ist dabei İnnovativ ? Das beim ersten sturz das ding kaputt geht.


    • Innovativ ist es, diese Technik in ein um einiges dünneres Smartphone zu verbauen!


      • Nö. Schon mal eine Kompaktkamera gesehen? Vor 10(!) Jahren gab es schon welche die 1,5cm tief waren. Und das bei DEUTLICH größeren Linsen als bei diesem Smartphone.

        'Aber das Handy hier ist 0,8cm tief, also ist das doch innovativ'.
        Das bisschen ist egal. Ist alles in der selben Größenordnung.

        Tim


      • Ein Smartphone mit ner Kompaktkamera zu vergleichen ist auch ein ganz neues Level.


      • Wieso sollte man das nicht vergleichen können?
        Beide Geräte sind sehr ähnlich (Bauweise, Größe, Kamera auf der einen Seite - Display auf der anderen, Prozessor für Datenverarbeitung, Funktechniken, ...).
        Es gab auch schon öfters starke Überschneidungen (Kamera mit Android, Smartphone mit ausfahrbarem Objektiv, ...), so dass die Grenzen verschwimmen.
        Also: Wo ist die Innovation hier? Dass das Objektiv ein bisschen(!) kleiner ist und das Gerät ein bisschen(!) flacher (aber alles noch in der gleichen Größenordnung) ist keine Innovation.


      • Displaygröße? Batteriebauweise und -größe? Sensorenanzahl? Mainboard samt zahlreichen Chips drauf, und das alles in einem mächtig dünnen Gerät. Alles bei ner Kompaktkamera nicht der Fall.


  • Was genau ist daran jetzt "innovativ"? Wie schon geschrieben ist das ein ganz normales Objektiv mit beweglichen Linsen, das es so schon seit viiiiielen Jahrzehnten (edit: Jahrhunderten?) in 'normalen' Kameras gibt. Ich glaube mich daran zu erinnern, dass es auch schon Smartphones mit solchen Kameras gab (edit: Galaxy S4 Zoom von 2013).

    "Aktuell helfen sich Smartphone-Hersteller beim Kampf um den größten Kamerazoom noch mit seitlich liegenden Periskop-Kameras [...] weiter."
    Wo ist jetzt genau der Unterschied zwischen einem Objektiv das aus dem Gerät fährt und einem Periskopobjektiv, dass im Gerät hin- und herfährt? Es ist EXAKT der selbe Mechanismus, nur mit einem Spiegel/Prisma zwischengeschaltet um um die Ecke zu kommen. Eine Verbesserung der Bildqualität ist (nur aufgrund der anderen Bauweise) also nicht wirklich zu erwarten. Außer die Hersteller vergrößern endlich Linse und Sensor, das ließe sich mit dem 'rausfahren' einfacher realisieren....

    So ist es einfach nur Marketing: 'Guck mal, meine Kamera ist besser, die fährt raus'
    Wobei die Periskop-Kamera das selbe macht, halt nur innerhalb des Handys. Dadurch ist die Optik sogar noch besser geschützt, da außen nichts 'abbrechen' oder irgendwo anstoßen kann.


  • Freut mich das die Entwicklung weitergeht! Die Kameras werden immer besser. Zum Glück bleiben die Hersteller nicht bei 12MP. Apple wird das mit dem 13er auch ändern dann werden die Kameras dort auch nochmals einen großen Schritt nach vorne machen


    • Tim vor 2 Wochen Link zum Kommentar

      Nein, wird Apple nicht 🙄 Hör' doch einfach mal auf mit diesem Megapixel-Unsinn. Apple ist nicht so dumm, wie andere Hersteller, die aktiv Funktionen entfernen, nur um die Megapixel zu erhöhen. Dass sie selbst beim größeren Sensor des 12 Pro Max bei 12MP bleiben, zeigt schon, wohin die Reise bei Apple weiterhin geht nämlich NICHT zu unsinnig mehr Megapixeln, die absolut gar nichts bringen, sondern bestenfalls Nachteile mit sich bringen.

      Ausnahmslos ALLE Hersteller setzen nach wie vor auf 12-16 MP. Nur wird das meist hinter großem Marketing versteckt. Auch das Note20 Ultra mit seinen sinnlosen 108MP nutzt, um gute Bilder machen zu können, einen 12MP-Modus. Genauso wie alle anderen 48, 64, 50MP usw. Smartphones.

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