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Pixel 6: Diese Features bleiben (vorerst) exklusiv – selbst für Google-Fans!

Pixel 6: Diese Features bleiben (vorerst) exklusiv – selbst für Google-Fans!

In den letzten Wochen hat Google uns mit neuen Software-Tricks den Mund wässrig gemacht. Nach dem Release des Pixel 6 und des Pixel 6 Pro ist klar: Einige der Funktionen bleiben selbst für Besitzer der Vorgängermodelle exklusiv. NextPit verrät Euch, welche Funktionen mit dem Pixel 6 (Pro) vorerst exklusiv sind.

Die Vorstellung neuer Pixel-Smartphones ist für Google-Fans spannend, auch wenn ein Upgrade gar nicht in Frage kommt. Denn in der Regel bringt Google neue Funktionen der aktuellsten Pixel-Modelle auch auf ausgewählte Vorgängermodelle. Da Google beim Pixel 6 allerdings hardwaretechnisch größere Sprünge wagt, ist das im Jahr 2021 nicht selbstverständlich.

Inhalt

  1. Diese Features bleiben (vorerst) Pixel-6-exklusiv
    1. Googles Magischer Radierer
    2. Face Unblur
    3. Die neuen Motion-Modi
    4. Live-Übersetzungen, ganz ohne Cloud
    5. Videos mit neuem HDR-Codec "HDRnet"
  2. Pixel 6: Verkaufsstart ab 28. Oktober

Denn mit den neuen Pixels hat Google auch sein erstes eigenes SoC integriert. Googles Tensor legt dabei einen starken Fokus auf Komponenten, welche die Rechenaufgaben für maschinelles Lernen und KI-Verarbeitung auf dem Gerät realisieren. Welche der neuen Features machen also vom neuen Tensor-SoC Gebrauch und kommen folglich nicht auf andere Smartphones?

Diese Features bleiben (vorerst) Pixel-6-exklusiv

Nachfolgend zeige ich Euch, welche Funktionen Ihr aktuell nur auf dem Pixel 6 findet und was genau diese bewirken. In meiner Überschrift habe ich "vorerst" geschrieben, da Google sicher auch ein Pixel 7 plant. Und da Google gegenüber dem Magazin AndroidAuthority geäußert hat, dass derzeit versucht werde, die Features auch auf ältere Pixel-Modelle zu bringen. Hierfür seien weitere "technische Investitionen" nötig.

Worauf Google genau anspielt, lässt sich aktuell nur spekulieren. Theoretisch ließe sich die zusätzliche Rechenleistung, die das Tensor-SoC bietet, aber auf älteren Geräten in die Cloud auslagern. Die Verarbeitung der Bilder erfolgt dann nicht auf der langsameren Hardware älterer Modelle, sondern auf Googles Servern. Das ist aber noch Zukunftsmusik, lauschen wir also erstmal ins Hier und Jetzt!

Googles Magischer Radierer

Starten wir mit Googles liebstem Marketing-Rennpferd: Dem "Magischen Radierer". Ein Feature, das Samsung-Nutzer:innen und Photoshop-Expert:innen schon längst kennen. Google bietet hier die Möglichkeit, störende Objekte aus Bildern zu entfernen. Die Nutzung erfolgt über die App Google Fotos und Ihr müsst nur einen Rahmen um das störende Objekt zeichnen. Das Tensor-SoC übernimmt dann den Rest.

Magic Eraser Pixel 6 NextPit
Funktioniert manchmal echt gut, der magische Radierer! / © NextPit

Die Herausforderung ist hierbei, zu rekonstruieren, was sich bei der Aufnahme hinter dem Motiv befand. Bei der Arbeit mit Bildbearbeitungsprogrammen nutzt man hierzu in der Regel den Kopierstempel, der eine andere Stelle des Bildes auf die zu bearbeitende kopiert. Das Verfahren ist mühsam und Googles magisches Feature sorgt hier leider für gemischte Gefühle. Bei einfarbigen Hintergründen überzeugt das Radierer, bei komplexeren Aufgaben stinkt das Tool ziemlich ab.

Face Unblur

Gehört ebenfalls zu Googles liebsten Werbe-Tricks: Das Feature "Face Unblur". Nehmt Ihr ein Bild von einer Person auf, die sich bewegt und ist das Gesicht verwackelt, lässt Google das Tensor-SoC spielen. Algorithmen sollen das Gesicht bestmöglich scharfstellen und in Googles Video sieht das wirklich praktisch aus.

In der Praxis konnte ich nicht wirklich erkennen, wann Google das Feature anwendet. Den Hinweis in Google Fotos, den die Kollegen von Pocket Lint beschreiben, konnte ich nicht finden. Auf jeden Fall werdet Ihr die Funktion erst einmal nicht auf Eurem Pixel-Smartphone zu sehen bekommen. Ich lasse Ezequiel in der Zwischenzeit noch weiter auf- und abspringen – bis die Nachbarn klingeln!

Die neuen Motion-Modi

Schonmal einen Fotografen gesehen, der wie ein Idiot mit der Kamera vor dem Auge nach links oder rechts schwenkt? Eventuell hat er versucht, ein Bild mit perfekter Bewegungsunschärfe zu kreieren. Denn nach alter Fotografenschule stellt man dabei die Belichtungszeit ein wenig zu hoch ein und folgt der Geschwindigkeit des sich bewegenden Motivs. Währen dieses scharf abgebildet wird, verschwimmt der Hintergrund.

Motion Blur Pixel 6 NextPit
Man spürt den Speed, mit dem die Tram ohne Rücksicht auf Verluste durch Berlin heizt, oder? / © NextPit

Mit den neuen Pixels müsst Ihr solche Sperenzchen nicht mehr machen. Exklusiv auf den neuen Geräten gibt es in der Kamera-App den Reiter "Motion", der Euch zwischen Langzeitbelichtung und Bewegungsunschärfe wählen lässt. Die Ergebnisse sind echt ansehnlich. Im obigen Beispiel ist die Tram knackscharf und der Hintergrund schön blurry.

Live-Übersetzungen, ganz ohne Cloud

Das nächste Feature hat während der Erstellung dieses Artikels für Verwirrung gesorgt. Denn einen Live-Übersetzer gibt es in der Gboard-Tastatur auch auf weiteren Handys. Was Google im Pixel 6 aber neu anbietet, ist der Menüpunkt "Live-Übersetzungen". Dabei übersetzt das Handy automatisch und ohne Internetverbindung fremdsprachige Inhalte, sofern Ihr das benötigte Sprachpaket herunterladet. Diese sind jeweils ungefähr 250 Megabyte groß.

Live Translations Pixel 6
Die neuen Live-Übersetzungen machen Gebrauch von der Leistung des Tensor-SoC. / © NextPit

Einmal installiert und aktiviert geht das Ganze wie folgt. Camila schreibt mir eine Nachricht via WhatsApp auf Portugiesisch. Ohne dass ich etwas tun muss, wird mir die Nachricht auf Deutsch übersetzt angezeigt. Meine Nachricht kann ich ebenfalls auf Deutsch tippen und Camila bekommt dann einen portugiesischen Text. Leider ist das Feature derzeit auf WhatsApp und Snapchat beschränkt. Wenn weitere Integrationen folgen, wird das Ganze sicher sehr praktisch sein.

Videos mit neuem HDR-Codec "HDRnet"

Googles Pixel-Smartphones sind als Fotohandys bekannt – Videoaufnahmen sind erfahrungsgemäß weniger optimal. In drei Jahren Pixel-3-Nutzung habe ich irgendwann aufgegeben, gute Videos mit dem Handy aufzunehmen. In das Tensor-SoC hat Google jetzt aber den Algorithmus HDRnet integriert und dieser arbeitet sogar bei 4K und 60 Bildern pro Sekunde.

Das Video habe ich auf dem Pixel 6 aufgenommen und, um den Tensor-Chip zu testen, auch auf dem Device geschnitten. Das Ursprungsmaterial löste in 4K bei 60 fps aus. Zum Schneiden habe ich die App "Kinemaster" genutzt.

Der Dynamikumfang auf dem Testvideo oben ist wirklich gut. Vor allem schafft es Google trotz krasser Helligkeitsunterschiede irgendwie, einen halbwegs natürlichen Look beizubehalten. Neben dem HDR-Modus bietet das Pixel 6 auch verschiedene Features für die Videostabilisierung. Schaut hierfür mal in Antoines Test zum Pixel 6 vorbei!

Pixel 6: Verkaufsstart ab 28. Oktober

Habt ihr Bock aufs Pixel 6? Dann könnt Ihr das neue Google-Smartphone einen Tag nach Veröffentlichung dieses Artikels bei allen bekannten Händlern kaufen. Lest Ihr diesen Artikel noch rechtzeitig, profitiert Ihr eventuell noch vom Bose-Bundle, das Google für Vorbesteller anbietet. Im verlinkten Artikel findet Ihr alle weiteren Infos.

 

Verkaufsmöglichkeiten zum Pixel 6 und zum Pixel 6 Pro findet Ihr direkt über diesem Absatz. Natürlich habt Ihr auch die Möglichkeit, den Preis im Rahmen eines Vertrags abzustottern. Hier steuert Ihr am besten unseren Handyvertrags-Guide an, in dem Ihr einen Tariffinder samt Auswahl für das passende Smartphone findet.

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1 Kommentar

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  • Tom vor 1 Monat Link zum Kommentar

    Call Screening funktioniert wohl auch nur bei pixel 6 Geräten "out of the box", auch wenn wohl allerdings pixel nach und nach freigeschaltet werden. www.android-user.de/telefon-app-call-screen-anruf-filter-in-beta-version/