WhatsApp: Starke Einschränkungen für AGB-Verweigerer

WhatsApp: Starke Einschränkungen für AGB-Verweigerer

Was passiert, wenn Ihr die neuen Nutzungsbedingungen von WhatsApp nicht akzeptiert? Darüber hat sich WhatsApp nun auf seiner FAQ-Seite geäußert. Stimmt Ihr den neuen Datenschutz- und Service-Bestimmungen nicht zu, wird die Funktionalität des Messengers stark eingeschränkt.

  • Neue Service- und Datenschutzbestimmungen treten am 15. Mai in Kraft
  • Ursprünglicher Termin im Februar wurde nach Zweifeln von Anwendern verschoben
  • Akzeptiert Ihr die Bedingungen nicht, könnt Ihr nur noch Anrufe und Benachrichtigungen empfangen

Laut WhatsApp verlieren diejenigen, die den neuen Regeln nicht zustimmen, nicht den vollen Zugriff auf die App oder das persönliche Konto. Stattdessen könnt Ihr nur noch Anrufe und Benachrichtigungen empfangen – allerdings nicht mehr auf Nachrichten antworten. Auf seiner FAQ-Seite erklärt WhatsApp, dass diese Funktionen ebenfalls nur "für eine kurze Zeit" verfügbar sein werden, was darauf hindeutet, dass sie in Zukunft deaktiviert werden können.

whatsapp block
Bei Ablehnung der neuen Nutzungsbedingungen werden einige Funktionen der App blockiert / © google

Die viel kritisierten Nutzungsbedingungen nicht zu akzeptieren, machen den Messenger also im Grunde genommen unbrauchbar. Schließlich fallen die essenziellsten Funktionen – der Austausch von Nachrichten, Bildern und Sprachnachrichten – sowohl für das Senden als auch für das Empfangen weg.

Als Alternative für diejenigen, die mit den neuen Datenschutzregeln nicht einverstanden sind, erinnert der Dienst daran, dass es möglich ist, den Gesprächsverlauf auf Android und iPhone zu exportieren. Anschließen müsstet Ihr also zu einer WhatsApp-Alternative greifen und Euch vom Messenger befreien. Benutzer, die sich mehr Sorgen um die Privatsphäre machen, können das Konto jederzeit löschen, doch das Unternehmen warnt, dass die Backups anschließend nicht mehr exportiert werden können.

Weitere Erklärungen

Eine weitere Aktion von WhatsApp, um gegen die Zweifel der Nutzer und deren Kritik anzugehen, ist eine neue Benachrichtigung, die laut der WABetaInfo in einigen Ländern verteilt wird. In der App werden Nutzer dabei über die neuen Nutzungsbedingungen informiert.

Die Nachricht erinnert daran, dass das Unternehmen (oder Facebook) keinen Zugriff auf den Inhalt Eurer Nachrichten hat und dass die neuen Bedingungen hauptsächlich für Kommunikationsfunktionen mit Unternehmen, die von Facebook gehostet werden, oder für die Bereitstellung von integrierten Diensten gelten. Die Nutzungsbedingungen und die Datenschutz-WhatsApp könnt Ihr auf dieser Seite vollständig einsehen. Es sei nochmals darauf hingewiesen, dass die neuen Regeln am 15. Mai in Kraft treten.

Quelle: WhatsApp, WABetaInfo

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Top-Kommentare der Community

  • C++ vor 5 Monaten

    Mich stört eher, dass Facebook meine Daten inkl Kontaktfoto alleine schon deshalb besitzt, weil ich in den Kontakten anderer WhatsApp-User abgespeichert bin. Ehrlich gesagt kotzt mich das an.

    Ich hoffe, der EUGH regelt das endlich mal. Aber wenn ich mir diesen Geriatrieverein so ansehe, bin ich mir nicht sicher, ob die das überhaupt auf ihrer ToDo-Liste haben.

  • C. F.
    • Blogger
    vor 5 Monaten

    Man hat immer eine Wahl...die Frage ist nur, welchen Weg man einschlägt. Den bequemsten für alle, oder den besten für sich. Ohne Opfer geht's nicht, das ist klar. Ich nutze seit 2015 kein WhatsApp mehr, und in meinem Leben hat sich nichts verschlechtert. Im Gegenteil.

  • Antiappler vor 5 Monaten

    Ich würde es eher als Hausrecht ansehen, da es ja genug andere Messenger gibt und niemand gezwungen ist WhatsApp zu nehmen oder dort zu bleiben.

    Ist halt nur die Frage: Wie gut ist die Überzeugungsarbeit der Leute, die nicht mehr bei WhatsApp bleiben und versuchen ihre Kontakte mitzunehmen?

34 Kommentare

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  • Benny B. vor 5 Monaten Link zum Kommentar

    Nun ist genug!
    Tschüss liebe Freunde. OK die beliebte Status-Funtion wird mir dann bissl fehlen, weil ich ja auch nicht bei Facebook meine Freunde stoken kann. Aber es geht auch OHNE. Man muss nicht immer allem zustimmen. Wir sehen uns bei einem anderen Messenger!
    Tschüss liebe (Facebook-) WHATSAPP-GEMEINDE


  • Martin vor 5 Monaten Link zum Kommentar

    @Rene ..... ich geb Dir da mal voellig Recht, wenn man liest, was viele Menschen schreiben, denkt man, dass ihr Leben erst durch ein Smartphone moeglich wird.

    Diese Dinger erleichtern einem zwar das Leben, aber man kann auch ohne.


    • René H. vor 5 Monaten Link zum Kommentar

      Der Psychologe nennt das "Herdentrieb".


      • C. F.
        • Blogger
        vor 5 Monaten Link zum Kommentar

        Oder Sucht...


      •   28
        Gelöschter Account vor 5 Monaten Link zum Kommentar

        Oder Alternativlos.


      • C. F.
        • Blogger
        vor 5 Monaten Link zum Kommentar

        Alternativen gibt es genügend...


  • danny kinda vor 5 Monaten Link zum Kommentar

    Also ich lasse es mal darauf ankommen weil offen gesagt entgeht mir nicht viel wenn ich WA nicht mehr nutzen kann. Etwa so habe ich 2013 auch mit Facebook verfahren. Heute habe ich den seit damals deaktivierten Account nur noch damit ich (theoretisch) die Kommentare von 2008 zu meinen gar lustigen Bildchen sehen kann.


  • C++ vor 5 Monaten Link zum Kommentar

    Mich stört eher, dass Facebook meine Daten inkl Kontaktfoto alleine schon deshalb besitzt, weil ich in den Kontakten anderer WhatsApp-User abgespeichert bin. Ehrlich gesagt kotzt mich das an.

    Ich hoffe, der EUGH regelt das endlich mal. Aber wenn ich mir diesen Geriatrieverein so ansehe, bin ich mir nicht sicher, ob die das überhaupt auf ihrer ToDo-Liste haben.


  • Conjo Man vor 5 Monaten Link zum Kommentar

    WhatsApp muss Nutzer ausdünnen, sind zu groß geworden, daher diese drastische Maßnahme nach dem Motto "Friss oder stirb" ;-)


  • Tim vor 5 Monaten Link zum Kommentar

    Hoffentlich kommt da direkt der nächste Aufschrei. Die Umschreibung "es werden einige Funktionen blockiert" ist eine nette Umschreibung für "die App wird schlicht unbrauchbar". Ein Messenger, mit dem man eben jene Messages nicht mehr abschicken kann.
    Wie René schon sagt, ist das Erpressung. Man hat keine Wahl, als zuzustimmen, wenn man den Dienst weiter nutzen muss oder möchte.


    • C. F.
      • Blogger
      vor 5 Monaten Link zum Kommentar

      Und drum klicken alle ungelesen auf "Ich stimme zu"...


      • Michael B. vor 5 Monaten Link zum Kommentar

        Ganz Deiner Meinung...

        Die paar wenigen, die jetzt vielleicht noch "weglaufen", sind für WA überhaupt nicht relevant, die Meisten stimmen eh allem zu oder haben bereits akzeptiert.

        Die erste Empörung hat sich ganz schnell in Luft aufgelöst und über Threema oder Signal wird eh schon kaum noch gesprochen...


      • Tim vor 5 Monaten Link zum Kommentar

        @C. F.
        Weil man ohnehin eben keine Wahl hat. Das ist ja der Punkt. Ob man sich das vorher noch mal durchliest oder nicht, ändert daran nichts.
        Man kann quasi nicht widersprechen. Viele sind aufgrund von Beruf und Bekanntenkreis einfach gezwungen, WhatsApp zu benutzen, weil man sich sonst aktiv aus diesem Kreis ausgrenzt. und das weiß WhatsApp.


      • C. F.
        • Blogger
        vor 5 Monaten Link zum Kommentar

        Man hat immer eine Wahl...die Frage ist nur, welchen Weg man einschlägt. Den bequemsten für alle, oder den besten für sich. Ohne Opfer geht's nicht, das ist klar. Ich nutze seit 2015 kein WhatsApp mehr, und in meinem Leben hat sich nichts verschlechtert. Im Gegenteil.


      • M. A. vor 5 Monaten Link zum Kommentar

        Ich meine, man hat immer eine Wahl!


      • danny kinda vor 5 Monaten Link zum Kommentar

        Da ist aber nicht nur WA schuld. Beispiel:
        Ich wollte meiner Freundin die Threema App kaufen und dachte das ich das mit meinem App Store Guthaben machen könnte. Irgendwann im Order-Prozess wurde ich aber von Apple darauf hingewiesen, dass ich mein bestehendes Guthaben nicht anwenden kann sondern meine KK hinterlegen soll um den Kauf abzuschliessen. So geht das...


      • C. F.
        • Blogger
        vor 5 Monaten Link zum Kommentar

        Und warum fügst Du Deine Freundin nicht zur Familienfreigabe hinzu? Dann braucht sie Threema nur zu installieren und zahlt nichts? So geht das...


      • Antiappler vor 5 Monaten Link zum Kommentar

        @C. F.

        "Und drum klicken alle ungelesen auf "Ich stimme zu"..."

        Alle wohl eher nicht, aber sehr viele.


  • René H. vor 5 Monaten Link zum Kommentar

    Das nennt man Erpressung. Mal wieder ein Fall für den EuGH.


    • Antiappler vor 5 Monaten Link zum Kommentar

      Ich würde es eher als Hausrecht ansehen, da es ja genug andere Messenger gibt und niemand gezwungen ist WhatsApp zu nehmen oder dort zu bleiben.

      Ist halt nur die Frage: Wie gut ist die Überzeugungsarbeit der Leute, die nicht mehr bei WhatsApp bleiben und versuchen ihre Kontakte mitzunehmen?

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