Skullcandy Sesh Evo im Test: Der Totenkopf ist zurück

Skullcandy Sesh Evo im Test: Der Totenkopf ist zurück

Skullcandy ist wohl eine der beliebtesten Kopfhörermarken und hat sich im Laufe der Jahre eine Nische als Hersteller von erschwinglichen, aber qualitativ hochwertigen Audioprodukten geschaffen. Doch an den großen Erfolg aus den 2000ern konnte das Unternehmen in den vergangenen Jahren nie anknüpfen. Wir haben uns die neuen kabellosen In-Ear-Kopfhörer angesehen. So schlagen sich die Skullcandy Sesh Evo.

Bewertung

Pro

  • Gute Bauqualität
  • Guter Bass
  • Angemessene Akkulaufzeit

Contra

  • Der Wettbewerb hat gleichwertige oder bessere Angebote
  • Die Platzierung der Knöpfe kann gelegentlich Schmerzen verursachen

Preis und Lieferumfang

Wie von kabellosen Kopfhörern der Einstiegsklasse erwartet, kommen die Skullcandy-Kopfhörer mit Standard-Lieferumfang. Im Karton befinden sich:

  • Ladecase
  • Linke und rechte Ohrstöpsel
  • Zwei Paar zusätzliche Ohrstöpsel
  • Ladekabel
  • Dokumentation

Die Skullcandy Sesh Evo kosten 59,99 Euro und sind in den Farben Hellblau und Schwarz verfügbar. Ihr könnt Die Ohrstöpsel bei Amazon kaufen:

 

Skullcandy Sesh Evo: Design und Verarbeitung

Der Skullcandy Sesh Evo tritt die Nachfolge seines Vorgängers aus dem Jahr 2019 an – des "ursprünglichen" Skullcandy Sesh. Es gibt zwar mehrere Hardware- und Software-Updates für das neue Modell, aber das Gesamtbild hat sich nicht verändert. Der neue Sesh Evo sieht daher genau so aus wie sein älterer Bruder. Wie von einem Einstiegsprodukt erwartet , scheint der Sesh Evo vollständig aus Kunststoff gefertigt zu sein – wenn auch von ausgezeichneter Qualität. Das Ladegehäuse ist zwar nicht das ergonomischste, das man mit sich herumtragen kann, aber es fühlt sich ziemlich gut gebaut an und hat ein schönes "Gewicht", was zum Gesamtgefühl beiträgt. Auch die Art und Weise, wie sich das Case öffnet und schließt, hat mir sehr gut gefallen. Mit dem starken Magneten kann man den Deckel fest verschließen und ist gleichzeitig nicht zu fest, was den Öffnungsvorgang behindert. Das Etui verfügt außerdem über vier kleine LEDs, die den Ladestatus anzeigen.

Sesh Evo closeup dock
Die Ladestation des Skullcandy Sesh Evo / © NextPit

Die Ohrstöpsel und das Ladegehäuse scheinen aus identischen Materialien gefertigt zu sein, was dem gesamten Aufbau ein kohärenteres Gefühl verleiht. Die Ohrstöpsel selbst sind recht winzig und wiegen fast nichts. Das Skullcandy-Logo ist an den Seiten der Ohrstöpsel zu sehen (es dient auch als Knopf für die Schnellsteuerung). Das Logo war jedoch auf der "True Black"-Farboption, die uns zum Test vorlag, schwer zu erkennen. Ich persönlich würde die Farbvariante Schwarz allein schon wegen ihres dezenten Aussehens wählen. Die anderen Farbvarianten werden die Leute ansprechen, die etwas auffälligeres bevorzugen.

Sesh Evo Earcups Closeup
Das Skullcandy-Logo ist unübersehbar / © NextPit

Die Skullcandy Sesh Evo bieten die Schutzklasse IP55 für den Schutz vor Wasser und Staub. Das ist eine großartige Eigenschaft, die man haben sollte, besonders wenn man jemand ist, der Staub ausgesetzt ist und während des Trainings viel schwitzt. In den Pool oder die Badewanne dürfen die Kopfhörer aber nicht mitgenommen werden.

So fühlen sie sich an

Das erste, was auffällt, wenn man das Gehäuse öffnet, sind die beiden hellen LED-Anzeigen. Die beiden Ohrhörer gehen automatisch in den Kopplungsmodus, wenn Ihr sie zum ersten Mal aus dem Etui nehmt. Wwaren die Kopfhörer schon einmal mit dem Gerät verbunden, verbinden sie sich  automatisch mit dem Gerät. Der anfängliche Einrichtungsprozess ist einfach und selbsterklärend.

Skullcandy Sesh Evo Box
Die Verkaufsverpackung und die Ladestation des Sesh Evo/ © NextPit

Die Standard-Silikonaufsatz, mit denen der Sesh Evo geliefert wurde, passten perfekt zu meinen Ohren, und ich habe die zusätzlichen Aufsätze nicht verwendet. Ich hatte zwar mehrere Beschwerden darüber, dass die Ohrstöpsel bei intensivem Training oder intensiver Aktivität abfielen, aber in meinem Fall blieben sie an Ort und Stelle. Es dauerte jedoch eine Weile, bis ich sie perfekt eingesetzt hatte.

Wie bereits beschrieben, dient die gesamte flache Außenfläche der Sesh Evo-Ohrstöpsel als Knopf. Es ist zwar schön, diese Knöpfe zu haben, aber für fast jede Funktion, die man mit ihnen ausführen kann, muss man sie fest gegen die Ohren drücken – was nicht gerade bequem ist. Tatsächlich werden die meisten Menschen dies sicherlich als ziemlich schmerzhaft empfinden.

Sesh Evo Usage
Der Sesh Evo ist klein und kann manchmal etwas eng anliegen/ © NextPit

Eine interessante Funktionserweiterung des Skullcandy Sesh Evo ist die Unterstützung der Tile-App. Mit dieser Funktion könnt Ihr die Ohrstöpsel leicht suchen und lokalisieren Der Sesh Evo ist vielleicht die einzige TWS, die diese Funktion bietet.

Anruf- und Audio-Performance

Ich habe den Sesh Evo nicht ausgiebig für Anrufe benutzt, aber der Sprachempfang war anständig, und die Person am anderen Ende konnte mich ziemlich gut verstehen. Aber der Sesh Evo ist sicherlich nicht der beste in diesem Segment, was die Anrufqualität betrifft. Eine andere Sache, die mir auffiel, war der Effekt, den meine Kieferbewegung (während ich telefonierte) auf die Ohrhörer hatte. In meinem Fall fiel der Sesh Evo, da er eng anliegend war, nicht raus. Dieses Problem plagt die meisten anderen In-Ear-Kopfhörer.

Sesh Evo Case Only

Das Ladecase der Skullcandy Sesh Evo. / © NextPit

Skullcandy-Produkte sind dafür bekannt, dass sie straffe, druckvolle Bässe bieten, und der Sesh Evo liefert in dieser Hinsicht mit Sicherheit die besten Ergebnisse. Die winzigen 6-mm-Treiber leisten eine lobenswerte Arbeit bei der Wiedergabe der unteren Frequenzen. Allerdings ist der Bass manchmal überheblich und wirkt sich schließlich sogar auf die Mitten aus. Bestimmte Titel klingen verworren.

Ihr könnt jedoch einen grafischen Equalizer verwenden, um das zu zügeln. Der Sesh Evo verfügt auch über einen eigenen Satz voreingestellter Klangmodi, die durch viermaliges Drücken der Taste aufgerufen werden können. Die drei angebotenen Modi sind Podcast, Film und Musik. Bei weichen Titeln mit Betonung auf den Mitten und Höhen machte der Wechsel in den Podcast-Modus einen großen Unterschied.

Um das Klangstadium des Sesh Evo zu beurteilen, spielte ich meinen Lieblingstitel, 'Hunter' von Bjorg. Die Besonderheit dieses Tracks sind die kontinuierlichen Trommelschläge, die über den rechten und linken Kanal fast während der gesamten Dauer des Liedes verebben. Der Sesh Evo hat es geschafft, den Track zu meiner Zufriedenheit zu reproduzieren. Das Klangbild hätte etwas breiter sein können, aber ich habe die Grenzen kleiner In-Ear-Kopfhörer mit einem 6-mm-Treiber verstanden. Insgesamt bietet der Sesh Evo eine gute Leistung für das Geld.

Der Skullcandy Sesh Evo bietet eine Akkulaufzeit von 24 Stunden – eine deutliche Verbesserung gegenüber seinem Vorgänger. Zusammen mit dem Ladegehäuse können die Ohrstöpsel bei normaler Nutzung problemlos eine Woche halten. Ich habe weit über zwei Tage gebraucht, um die Batterie der Ohrstöpsel vollständig zu entladen, wobei ich sie während der gesamten 48 Stunden fünf Stunden lang benutzt habe. Das Etui kann leicht über Nacht mit einem beliebigen USB-C-Kabel aufgeladen werden. Insgesamt gibt es keine Beanstandungen, was die Akkulaufzeit des Sesh Evo betrifft.

Skullcandy Sesh Evo: Lohnt sich der Kauf?

Sesh Evo Conclusion
Die Skullcandy Sesh Evo / © NextPit

Es lässt sich nicht leugnen, dass der Skullcandy Sesh Evo ein kompetentes Produkt ist. Obwohl er etwas teurer ist, verfügt er doch über die nützliche Tile-App-Funktionalität, die ihn etwas einzigartig macht. Es gibt jedoch mehrere Konkurrenzprodukte in seinem Preissegment, die jetzt eine gleichwertige oder bessere Leistung bieten. Dazu gehören der Oppo Enco W31, die OnePlus Buds oder die Honor Magic Earbuds.

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1 Kommentar

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  • Schwarz ist auf jeden Fall dezenter als die blaue oder mintfarbene Variante aber wirklich unauffällig ist für mich was anderes.