Gewinner und Verlierer: Apple wird großzügig und OnePlus verliert Übersicht

Gewinner und Verlierer: Apple wird großzügig und OnePlus verliert Übersicht

Hält Apple etwa ein günstiges iPhone bereit oder warum bezeichnen wir das Unternehmen plötzlich als großzügig? Nicht ganz, denn solange Ihr keine App-Entwickler seid, wird Euch die neue Großzügigkeit nicht direkt betroffen. Anders ist das bei OnePlus, die offenbar die Übersicht über ihre eigenen Smartphones verlieren. OnePlus Nord, Nord N100, Nord N10, 8T ... und schon wird man von Tech-Magazinen als Verlierer der Woche gekürt.

Womöglich hätten wir in dieser Woche viele Unternehmen zum Gewinner und Verlierer küren können. Doch wie gewohnt greifen wir in diesem Artikel gerne Stories auf, zu denen wir in dieser Woche nicht gekommen sind. Eine echte Loser-Aktion hat Google letzte Woche mit dem Einschränken von Google Fotos gebracht. In meinen Augen gibt es dadurch sehr viele Verlierer, doch lest im verlinkten Artikel selbst. Einige glückliche Gewinner durften sich diese Woche auch über ein Oppo Reno4 Z 5G freuen, zu denen sie im Gegenzug ihre Meinung im Forum zum Besten geben müssen. Seid Ihr Teil der Auserwählten?

Apple hat ein Herz für Entwickler

Bleiben wir noch ein Weilchen bei diesem positiven Duktus. Habt Ihr es mit einer selbst entwickelten App in den Apple AppStore geschafft, könnt Ihr Euch bald womöglich selbst ein Reno 4Z 5G kaufen. Denn wie die US-amerikanischen Kollegen von TheVerge berichten, will das Unternehmen kleinere Entwickler mit geringeren Abgaben bei Einnahmen über den AppStore belohnen.

So werde die prozentuale Abgabe im AppStore auf 15 Prozent gesenkt, sofern ein Entwickler oder ein Unternehmen dabei weniger als eine Million US-Dollar im Jahr verdient. Bislang lagen die Abgaben für alle Entwickler bisher bei 30 Prozent – ein ganz großer Batzen also. Die Änderungen werden ab dem 1. Januar 2021 in Effekt treten und im Vorfeld wandte sich Tim Cook selbst an die Geringverdiener unter den Entwicklern:

Kleine Unternehmen sind das Rückgrat unserer globalen Wirtschaft und das schlagende Herz der Innovation und des Potenzials von Gemeinschaften auf der ganzen Welt. Wir starten dieses Programm [die Verringerung der Abgaben], um kleineren Unternehmern dabei zu helfen, das nächste Kapitel der Kreativität und des Reichtums im AppStore aufzuschlagen und die Art von Apps zu entwickeln, die [unsere] Kunden lieben. 

Gerade in diesem wirtschaftlich sehr kritischen Jahr ist Apples Entscheidung begrüßenswert. Womöglich hat man beim Kauf von Apps auch ein besseres Gefühl, zu wissen, dass man kleinere Entwickler mit der Überweisung ein wenig mehr unterstützt. Hierfür wäre eine Übersicht praktisch, welche Apps von großen und welche von kleinen Unternehmen stammen. Was meint Ihr?

OnePlus verliert offenbar die Übersicht

À propos Übersicht! Die scheint der Hersteller OnePlus aktuell ein wenig zu verlieren. Denn offiziell stattet OnePlus sein neues Preis-Leistungs-Smartphone Nord N100 mit einem 60-Hertz-Display aus. AndroidAuthority kaufte das Gerät anschließend und merkte, dass im N100 in Wahrheit ein 90-Hertz-Bildschirm schlummert. Wie C. Scott Brown bei AndroidAuthority schreibt war das schon fast vorauszusehen, handele es sich beim N100 lediglich um ein neu-vermarktetes Oppo A53. Das A53 wurde sowohl mit einem 90-Hertz-Screen beworben und hielt das Versprechen beim Release auch ein.

oneplus nord 2020
Das OnePlus N100 (rechts) kommt wohl doch mit 90-Hertz-Display. Diese Meldung sorgte diese Woche für viel Verweirrung. / © OnePlus

 

Brown hakte noch einmal beim Hersteller nach und dieser bestätigte die Bildwiederholfrequenz im OnePlus-Smartphone. Das N100 verfüge über ein 90-Hertz-Display, die Wiederholrate hänge aber von der Software und von den genutzten Apps ab. Zwar äußerte sich OnePlus gegenüber AndroidAuthority zu der Verwirrung nicht, Brown vermutet hinter dem "Missverständnis" aber eine Marketing-Strategie. Denn die Hardware des N100 garantiert eine flüssige Darstellung mit 90 Hertz nicht in allen Apps. Nun heißt OnePlus' Begriff für 90-Hertz-Displays nunmal "FluidDisplay" und nicht "SometimesFluidDisplay". Um das Versprechen, ein "flüssiges" 90-Hertz-Display zu bieten, nicht einhalten zu müssen, könnte sich OnePlus gegen eine dementsprechende Vermarktung entschieden haben.

Nichtsdestotrotz ist Intransparenz eine Verlierer-Eigenschaft, das haben wir alle schon in der Grundschule gelernt (Habt Ihr nicht?!)! Seid Ihr einverstanden mit unserer Auswahl oder habt Ihr weitere Heldentaten und Instransparenz-Verlierereigenschaften beobachtet? Dann teilt es uns in den Kommentaren mit!

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3 Kommentare

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  • "SometimesFluidDisplay" 🤣👍


  • Ich finde es merkwürdig Apple hier als Sieger darzustellen. Die Lockerung für kleinere Appentwickler betrifft ca 5% des Umsatzes, also kann Apple maximal 2,5 % verlieren. Dazu kommt, dass sich die entsprechenden Entwickler für diese Reduzierung bei Apple einem Verfahren unterziehen müssen, was die Zahl nochmal stark drücken wird.
    Es ist wirklich schade, dass das unreflektiert als ein nobler Akt dargestellt wird, während unerwähnt bleibt dass Apple statt wie üblich bei Zahlungsunternehmen nicht 2-3 Prozent (Kreditkarten z.b. berechnen so viel) sondern 30% berechnet. Dass Google das auch tut macht es nicht besser.


  • Ich verstehe die Strategie von ONEPlus auch nicht mehr. Früher bekannt als Killer der Elite; nun ein Mix aus Verwirrung und teuer...

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