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Mehr RAM für Euer Xiaomi-Handy: So nutzt Ihr Virtual-Memory

Memory Extension
© BongkarnGraphic / Shutterstock.com

In MIUI 13 bietet Xiaomi eine Funktion an, mit der Ihr den Arbeitsspeicher Eures Xiaomi- oder Redmi-Smartphones erhöhen könnt. Diese Funktion zur Erweiterung des RAMs soll Euer Smartphone flüssiger machen, insbesondere beim Multitasking.

Dieses Feature in MIUI 13 ermöglicht es Euch, einen Teil Eures internen Handyspeichers für die Auslagerung von Programmen nutzen könnt. Dabei sind maximal drei Gigabyte drin, die Ihr bei Eurem Xiaomi-Handy umverteilen könnt.

Mit dem virtuellen RAM soll Euer Xiaomi-Smartphone es schaffen, Aufgaben schneller und effizienter zu bewältigen. Das ist vor allem bei günstigeren Smartphones unter 200 oder 300 Euro sinnvoll, die in der Regel mit weniger RAM ausgestattet sind.

So könnt Ihr den RAM Eures Xiaomi-Smartphones aufstocken

  1. Geht in die Einstellungen Eures Handys
  2. Geht in die Zusätzliche(n) Einstellungen.
  3. Wählt hier Speicher erweitern.
  4. Aktiviert den Schalter, um den Speicher zu erweitern.
La fonction Extension de mémoire de MIUI
Boostet den RAM Eures Xiaomi-Smartphones mit der Speichererweiterungsfunktion in MIUI 13 / © NextPit.

Ihr könnt diese Funktion von MIUI 13 nach Belieben ein- und ausschalten. Damit sie funktioniert, müsst Ihr natürlich über mindestens 3 Gigabyte freien Speicherplatz verfügen. Nach der Aktivierung wird Euer Smartphone also mit 3 Gigabyte zusätzlichem RAM ausgestattet.

Auf meinem Xiaomi 12X musste ich das Smartphone jedoch bei jeder Aktivierung / Deaktivierung neu starten. Wie ich bereits bei den Gaming-Modi, die die Spieleleistung steigern sollen, erläutert habe, sind die virtuellen RAM-Funktionen kein Wundermittel. Wenn Euer Smartphone langsam ist, wird die Speichererweiterung von MIUI es nicht so schnell und flüssig machen wie ein aktuelles Flaggschiff. Aber das ist etwas, das ich wirklich mit Benchmarks und mehreren Modellen testen müsste.

Was in MIUI 13 "Speichererweiterung" heißt, gibt es auch bei anderen Herstellern und Android-Overlays wie bei Oppo in ColorOS 12, OnePlus in OxygenOS 12 oder Samsung in One UI 4. Mein Kollege Rubens hat dabei genau beschrieben, wie Samsungs RAM Plus-Funktion funktioniert, falls Ihr mehr darüber wissen wollt.

Habt Ihr schon Erfahrungen mit virtuellem RAM bei Smartphones? Konntet Ihr einen Boost in der Geschwindigkeit oder beim Multi-Tasking feststellen? Teilt es uns in den Kommentaren mit!

Antoine Engels

Antoine Engels

Französischer Techjournalist, der auch fließend Englisch und Deutsch spricht. Ich bin für NextPit France verantwortlich, die französischsprachigen Abteilung der NextPit GmbH, einem auf Technik spezialisierten Online-Medium. Testberichte, Vergleiche, Kaufanleitungen, Interviews und Berichte über die Smartphone-, Wearables- und AIoT-Branche.

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6 Kommentare

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  • Gerd Gommel vor 5 Monaten Link zum Kommentar

    Leute, hört bloß auf über so einen Mist zu schreiben. Ein Großteil der Smartphone Generation hat von der Technik kaum, bis gar keine Ahnung. Sie glauben das und feiern es als super Feature.
    Folglich werden es die Hersteller immer häufiger implementieren bis es zum Standard geworden ist.

    Wie Lamensis schon richtig schrieb, produziert so eine Auslagerungsdatei/Swap viele Schreibvorgänge auf dem Flash Speicher und egal ob NOR oder NAND Technik, Flash ist immer DEUTLICH langsamer als RAM.
    Die Auslagerung von Dateien bremst das System aus und macht es nicht schneller!
    Dieses Feature wurde lediglich erfunden um den Smartphone Herstellern noch höhere Gewinne zu ermöglichen.
    Denn Flash Speicher ist mehr als den Faktor 10 günstiger als RAM.

    Die Weisheit "RAM ist durch nichts zu ersetzen" hat auch heutzutage noch Gültigkeit. Lasst euch bitte nicht blenden von den Smartphone-Herstellen oder Schreiberlingen auf Plattformen wie Nextpit..
    Moderne Betriebssysteme sind sehr wohl in der Lage Tasks zu beenden und bis zu einem gewissen Maße RAM selbstständig freizuschaufeln..
    Reicht das dennoch nicht, ist schlechtweg zu wenig RAM verbaut. Da hilft auch kein Auslagern des Arbeitsspeichers in der Hoffnung das System wieder zu beschleunigen zu können.

    Von daher sollte man sich vor dem Kauf eines neuen Smartphone informieren, welche Software (Übersetzung für die jüngere Generation: "Apps") man benötigt/haben möchte und wie viel Arbeitsspeicher diese veranschlagen wird.


    • Thomas_S vor 5 Monaten Link zum Kommentar

      Off-topic, auf meinem Amiga konnte ich bei RAM-Überschuss (ist natürlich was anderes) eine extra Floppy DF1: emulieren:-)Das war schon sehr nützlich. 1987:-)


      • Lamensis vor 5 Monaten Link zum Kommentar

        Das geht auch heute noch ;) unter Windows zb. mit RAMdisk
        Damals konnte man damit die Ladezeit von League of Legends von 1-2 Minuten auf wenige Sekunden reduzieren.


    • Tim vor 5 Monaten Link zum Kommentar

      Finde die Aussage auch mehr als fragwürdig, zu behaupten, das Smartphone würde dadurch schneller. Selbst der schnellste UFS Speicher, den man derzeit in einem Smartphone findet, erreicht beim sequentiellen Schreiben (von random braucht man gar nicht erst anzufangen) bestenfalls ein ZEHNTEL der Geschwindigkeit vom RAM.

      Hat seine Gründe, wieso (teurer) RAM verbaut wird und nicht bspw. 128GB UFS Speicher als "RAM". So wie das hier aber hingestellt wird, wäre das ja besser bzw. macht keine Unterschiede.


  • Lamensis vor 5 Monaten Link zum Kommentar

    "Nach der Aktivierung wird Euer Smartphone also mit 3 Gigabyte zusätzlichem RAM ausgestattet."
    Mit dieser Aussage wäre ich vorsichtig. Echter RAM Speicher ist flüchtiger Speicher der darauf ausgelegt ist permanent geschrieben zu werden. Und genau das ist Flash Speicher, also der interne Speicher, nicht. Dort gibt es zwar ein wear leveling, aber übermäßiges I/O ist der Tod für jeden flash Speicher. Für Leute die ihre Smartphones jährlich oder alle zwei Jahre ersetzen bestimmt unkritisch, für alles drüber halte ich das jedoch schon für bedenklich.
    Diese Technik gehört übrigens zu den Grundfunktionen von Linux, nennt sich Swap :) (dort jedoch seinerzeit für HDDs konzipiert)


    • Michael K. vor 5 Monaten Link zum Kommentar

      Auch Windows 10 und 11 und MacOS nutzen eine Auslagerungsdatei, auch auf neuen Rechnern, die nur noch mit SSD ausgestattet sind. Und die kann man tatsächlich als virtuelles RAM betrachten, denn wenn das echte RAM knapp wird, lagern die Betriebssysteme selten benutzte Teile des RAM dorthin aus. Das dient allerdings nicht der Beschleuinigung des RAM, sondern dazu, überhaupt mehr Anwendungen gleichzeitig offen haben zu können, als ins RAM passen. Sorgen um die Lebensdauer der SSD muss man sich angesichts deren hoher möglicher Schreiblast i.d.R. jedoch nicht machen, die häufig die gemachten Herstellerangaben dazu noch deutlich übertrifft.

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