Im Rahmen unserer Websites setzen wir Cookies ein. Informationen zu den Cookies und wie Ihr der Verwendung von Cookies jederzeit widersprechen bzw. deren Nutzung beenden könnt, findet Ihr in unserer Datenschutzerklärung.

Gewinner und Verlierer: iPhone-Reparatur für alle und tickende Uhren

Gewinner und Verlierer: iPhone-Reparatur für alle und tickende Uhren

Es ist Sonntag, und wir haben die Gewinner und Verlierer der Woche ermittelt. Es gab großartige Neuigkeiten für freie Tech-Werkstätten in Europa und negative Schlagzeilen für das soziale Netzwerk TikTok. Werfen wir gemeinsam einen Blick auf die Gewinner und Verlierer der Woche. 

Irgendwie fühlte sich diese Woche seltsam an. Ein bisschen wie die Ruhe vor dem Sturm. Ein Orkan, der aus nördlicher Richtung auf uns zueilt. Wir alle hoffen, dass OnePlus’ angekündigter Nord-Sturm nicht als laues Launch-Lüftchen endet und warten gespannt auf die kommende Woche. Dann ist da noch die Vorstellung des güldenen Hoffnungsträgers aus Süd-Korea. Mit einem kleinen Teaser-Film hatte Samsung in der vergangenen Woche das Design des Galaxy Note 20 bestätigt. Meine lieben Kollegen und ich sind uns einig, dass dieses Flaggschiff hyper-sexy wird. Ist aber Geschmacksache, na klar!

Gewinner der Woche: Apple und unser Recht auf Reparatur

Apple-Hater, sorry! Ab sofort habt Ihr einen Grund weniger, Euch über den Konzern aus Cupertino aufzuregen, ätsch! Viel zu lange hatte Apple daran festgehalten, Original-Ersatzteile für seine Produkte nur an zertifizierte Partner auszuliefern. Unser Recht auf Reparatur wurde somit nicht nur eingeschränkt. Auch freie Werkstätten mussten sich Originalteile für Apple-Produkte über Umwege besorgen oder verbauten alternative Teile.

Problem: Diese Bauteile sind oft von minderwertiger Qualität. Ich erinnere mich nur zu gut daran, dass ich mein iPhone X damals nach Hamburg zu einem Reparatur-Service geschickt hatte, der angeblich Original-Teile verbaut, um mein Display zu tauschen. Zwei Monate später löste sich das Display aus dem Gehäuse und wies seltsame Flecken auf. Check bei Apple ergab: Alles, aber kein Original-Bauteil. Bezahlt habe ich trotzdem viel.

Diese ärgerlichen Situationen könnten endlich der Vergangenheit angehören, denn freie Werkstätten sollen genau wie Apples zertifizierte Partner zugriff auf Originalteile erhalten – zu den selben Konditionen. Sie müssen allerdings vertraglich versichern, dass sie für die Reparaturen qualifiziert sind. Apple behält sich das Recht vor, die Werkstätten zu überprüfen

Puh, da hat Apple aber gerade noch mal die Kurve gekriegt in dieser Woche. Wir haben eigentlich nur darauf gewartet, dass die Gerüchte um Apple und Samsung sich bestätigen. Denn dann hätten wir diese Headline gehabt: Gewinner und Verlierer: Apple und Samsung und die Ladegerät-Lapalie. Boom. Lapalie? Haben wir nicht diese Woche noch getitelt, dass Samsung und Apple uns "verarschen"? Stimmt schon, aber ich habe nach Antoines Artikel noch mal darüber nachgedacht und komme zu dem Schluss, dass wir uns genauso an fehlende Lagegeräte gewöhnen werden, wie an dicke Notches, fehlende Home-Buttons und gestrichene Klinkenstecker. Es wird ein paar Wochen oder Monate gejammert, dann ziehen sämtliche Smartphone-Hersteller mit und es wird zur Normalität. So ist es doch immer.

Arbeiten am iPhoneSE
Künftig können freie Werkstätten auf Originalteile von Apple zugreifen. / © iDoc

Verlierer der Woche: TikTok, TikTok … ist deine Zeit schon abgelaufen?

Ich bin vermutlich zu alt für das vielgehypte Soziale Netzwerk. Snapchat ist der letzte Trend, den ich mitgegangen bin und ich muss sagen, dass ich schon viel mitmache und installiere und ausprobiere. TikTok habe ich allerdings nie angerührt. Hauptgründe sind die umstrittene Sicherheit und die fragwürdigen diskriminierenden Algorithmen, die den Content filtern. Wie dem auch sei – es kann sein, dass TikToks Zeit nun abgelaufen ist.

In dieser Woche titelten viele Medien über den Video-Dienst, der immer wieder in der Kritik steht. Diesmal ist es ernst. Die indische Regierung hat TikTok nebst 58 anderen Apps aus China verboten. Das ist deshalb dramatisch für den Dienst, da von weltweit 500 Millionen Nutzern allein 120 Millionen in Indien leben. 

Als Grund nennt die indische Regierung Sicherheitsbedenken. So habe das indische Informationstechnologieministerium Berichte erhalten, wonach Nutzerdaten auf Server außerhalb des Landes übertragen wurden. Die gesperrten Apps seien in Aktivitäten verwickelt, die schädlich für Indiens Verteidigung, nationale Sicherheit und öffentliche Ordnung sein könnten. 

shutterstock 1309336414
Steht das soziale Netzwerk TikTok vor dem Aus? / © BigTunaOnline / Shutterstock

Die Sicherheitsbedenken bei TikTok sind nicht neu, wie ich bereits eingangs erwähnte. Bewiesen ist es nicht, aber der Dienst steht im Verdacht, Nutzerdaten mit der chinesischen Regierung zu teilen. In den USA mussten die Macher von TikTok, Bytedance, bereits eine Millionenstrafe zahlen, da auch Nutzerdaten von Minderjährigen gesammelt wurden. Angesichts der Einnahmen von 17 Milliarden Dollar im Jahr 2019 erscheint diese "Strafe" geradezu lächerlich. 

Mittlerweile prüfen die USA ebenfalls ein Verbot der App, und Europa beäugt den Dienst kritisch. So teilt die Pressestelle des Bundesbeauftragten für Datenschutz in Deutschland (BfDI) gegenüber dem Focus mit: "Die Datenverarbeitung von TikTok ist Gegenstand der Beratungen auf europäischer Ebene, in den Gremien des Europäischen Datenschutzausschusses (EDSA). Dort wurde auch der Einsatz einer Taskforce hierzu beschlossen." Eine Taskforce! Das klingt mega-wichtig. "Arbeitsgruppe" klingt ja auch eher nach Grundschule. Schauen wir mal, wie viele Zeigerumdrehungen TikTok noch auf der Uhr hat. 

Neueste Artikel

Empfohlene Artikel

14 Kommentare

Neuen Kommentar schreiben:
Alle Änderungen werden gespeichert. Änderungen werden nicht gespeichert!
Neuen Kommentar schreiben:
Alle Änderungen werden gespeichert. Änderungen werden nicht gespeichert!

  • Apple Hater, ätsch, ... ich werde mich hier verabschieden. Nur so viel:
    Ein Plus für freie Werkstätten hin oder her. Nachdem bei meinem MacBook Pro 2017 Touchbar nicht einmal Apple/autorisierte Partner RAM und Festplatte erweitern können, bringt das den Kunden einfach mal NICHTS. Von der miserablen Butterfly Tastatur mal abgesehen. Tastatur/Top im Rahmen der Reparatur Übernahme machen lassen und verkauft. Mein ThinkPad von 2014 läuft übrigens immer noch wie ne Eins, kann erweitert werden und es gibt für jedes erdenkliche Teil Ersatzteile.
    Tschüss Apple, tschüss Applepit.


  • macrumors.com/2020/02/06/apple-independent-repair-shops-contracts/

    de.ifixit.com/News/35840/apples-independent-repair-program-still-needs-fixing

    Wieso lässt man sich überhaupt auf irgendwelche Hater und Trolle ein? Damit wird die Debatte von jenen Betroffenen abgelenkt, die berechtigte Kritik an Apples Umgang mit Reparaturen äußern. Denn mit dem Programm wird anbei die Reparatur anderer Apple-Produkte unterbunden, sowie allem, das über den Austausch von Batterie, Display, Kamera, Lautsprecher und der Taptic Engine im iPhone hinausgeht.
    Zur selben Zeit setzt Apple ihre Lobbyisten gegen das Recht auf Reparatur an, und ich müsste immer noch 550€ für die Reparatur eines fehlerhaften Displays in meinem iPad Pro 10.5 zahlen. Ätsch.


  • Tik Tok🙈.... ich versteh den Sinn dahinter nicht außer dass es Idioten gibt die zu dämlichen Challenges aufrufen, wie Kühe erschrecken ( wenn da was passiert
    😵💥🐮💨, selber schuld).


  • Mal wieder typisch APit. Reißerische Überschrift. In der Überschrift Uhren erwähnen, im Text dann von einem Videoportal sprechen.

Neuen Kommentar schreiben:
Alle Änderungen werden gespeichert. Änderungen werden nicht gespeichert!