Android 12: Diese Smartphones dürfen mit dem Update rechnen

Update: Weitere LG Smartphones ergänzt
Android 12: Diese Smartphones dürfen mit dem Update rechnen

Alle Jahre wieder bringt uns Google eine neue Android-Version, mittlerweile sind wir bei Android 12 angekommen. Ebenso beschäftigt uns alle Jahre wieder die Frage, welche Smartphones mit dem Update rechnen dürfen. Dieser Artikel listet die Kandidaten nach Herstellern sortiert auf. 

Update, 14. April: Weitere LG-Smartphones ergänzt


Google wird in diesem Jahr mit Android 12 die neuste Iteration seines mobilen Betriebssystems veröffentlichen und es ist zu erwarten, dass das Procedere sich exakt so wiederholen wird wie in den Jahren zuvor:

"The same procedure as last year, Google?"

"The same procedure as every year, Casi!"

Also gab es auch in diesem Jahr wieder früh eine Developer Preview, die mehrfach aktualisiert wird, dann folgen öffentliche Betas und irgendwann im Herbst das finale OS, das dann zuerst auf den Pixel-Smartphones von Google landet. Danach schließlich beginnt das Warten darauf, wie schnell die verschiedenen Smartphone-Hersteller die angepassten Versionen auf die eigenen Geräte bringen können. 

Dabei wird nicht nur darauf gewartet, dass die Smartphones das frische Android erhalten, sondern auch darauf, ob bestimmte Modelle überhaupt noch bedacht werden. Damit Ihr Euch in diesem Produkt- und Update-Dschungel zurechtfindet, werden wir diesen Beitrag hier aktuell halten mit den bereits vorliegenden Infos und diese natürlich nach Hersteller sortieren. 

 

Google

Google selbst macht natürlich wieder den Anfang: Sobald Android 12 final ist, wird die Software auch für die eigenen Pixel-Smartphones verfügbar sein – solange sie jung genug sind. Diese Modelle dürfen mit Android 12 rechnen.

Samsung

Besonders engagiert in Sachen Updates präsentiert sich plötzlich Samsung. Die Koreaner sind mit Ihren Umsetzungen sicher nicht die flottesten, haben dafür aber kürzlich verlauten lassen, dass man viele ihrer Smartphones sogar vier Jahre mit Updates versorgen will. Daraus ergibt sich eine ganze Latte an Kandidaten, die mit Android 12 versorgt werden:

NextPit Samsung galaxy S21 Ultra screen
Samsung bietet seinen Smartphones sogar vier Jahre lang neue Software-Updates – das Galaxy S21 Ultra  gehört natürlich dazu / © NextPit

Xiaomi

Die Chinesen haben eine nahezu unüberschaubare Flut an Smartphones und dementsprechend dürfen sich auch viele Geräte Hoffnung auf ein Update machen. Bei üblicherweise zwei großen Updates, die Xiaomi seinen Modellen spendiert, könnte es für die untenstehenden Handsets klappen mit Android 12:

OPPO

NextPit Oppo Reno 4 screen
Das Reno 4 ist eines der Modelle, das auf Android 12 hoffen darf / © NextPit

Zwei große Android-Updates sind der branchenübliche Standard und auch OPPO, das derzeit dabei ist, in Europa für Furore zu sorgen, bildet da keine Ausnahme. Die Chinesen dürften also auch diverse Android-12-Eisen im Feuer haben. Dazu dürften mit Sicherheit die Modelle der Find-X3-Reihe gehören, die in Bälde vorgestellt werden.

  • Reno 4 Pro
  • Reno 4
  • Reno 4 Z
  • Reno 4 Lite
  • Find X3
  • Find X3 Pro
  • Find X2
  • Find X2 Pro
  • Find X2 Neo
  • Find X2 Lite
  • A73 5G
  • A91
  • A52

Vivo

Mit Vivo haben wir es mit einem Unternehmen zu tun, welches in Asien längst ein Gigant, in europäischen Gefilden aber noch ganz neu ist. Die hier verfügbaren Modelle sind daher noch so neu, dass im Rahmen von Vivos 2-Jahre-Update-Poitik auch alle Android 12 erhalten dürften.

Huawei

Tja, Huawei – was sollen wir sagen? Der Vollständigkeit halber führen wir die Chinesen mit auf, aber ich muss Euch vermutlich nicht erzählen, wie theoretisch derzeit die Chancen sind, dass sich überhaupt wieder ein Android-Update auf einem Huawei-Smartphone blicken lässt. Stattdessen werden die kommenden Modelle eher aufs eigene Harmony OS setzen. 

Honor

Bei Honor sieht es ganz ähnlich aus wie bei Huawei. Zwar ist man nun von Huawei losgelöst und hat für dieses Jahr sehr ehrgeizige Ziele formuliert, dennoch muss Honor auch unter dem Dach des Konsortiums "Shenzhen Zhixin New Information Technology" erst wieder zurück in die Google-Spur finden. Neue Modelle wie die internationale Version des View 40 können wieder auf Android und Google-Dienste bauen, aber wie sich die Entwicklung auf die alten Smartphones auswirkt, bleibt abzuwarten. 

Honor View 40

OnePlus

Von OnePlus sind wir eigentlich eine vorbildliche Update-Politik gewohnt mit flotten Umsetzungen. Durch die Einführung zusätzlicher Reihen kippt das aber ein wenig, denn für Modelle wie das Nord N10 5G will OnePlus nur noch ein großes Update ausliefern. Für das mit Android 10 ausgelieferte N10 5G bedeutet das, dass bereits nach Android 11 Schicht ist. Hier sind also die Modelle, von denen wir erwarten, dass sie mit Android 12 bedacht werden.

NextPit OnePlus 8T screen
Das OnePlus 8T ist auch klarer Android-12-Kandidat! / © NextPit

Lenovo/Motorola

Auch Motorola ist so ein Android-Sorgenkind. Einst war man Musterknabe, wandelte sich unter dem Lenovo-Dach aber leider irgendwie von Hero to Zero. Längst nicht jedes Modell bekommt zwei Jahre lang Updates und die Motorola-Nutzer warten auch lange auf ihre neue Software. Das hier sind die wahrscheinlichsten Kandidaten für das Update auf Android 12:

Realme

Für seine Flaggschiff-Serien X und Pro hat Realme 2 große Updates verkündet und auch das kommende Realme GT ist natürlich ein glasklarer Android-12-Kandidat. 

LG

Im April 2021 kündigte LG nach 19 Jahren die Schließung seiner Smartphone-Sparte an. Gleichzeitig gab es auch die Bestätigung der Smartphones, die das Update für Android 12 erhalten werden. Die Information wurde auf der offiziellen Seite von LG in Korea veröffentlicht.

Neben der Liste der Updates für Android 12 gab es auch eine Bestätigung der Modelle, die bis Ende 2021 Android 11 erhalten werden, sowie der Modelle, die auf Android 13 aktualisiert werden. Die LG Smartphones, die fürs Update auf Android 12 bestätigt sind, lauten:

  • LG Wing (auch Android 13 bereits bestätigt)
  • LG Velvet (auch Android 13 bereits bestätigt)
  • LG V50S
  • LG V50
  • LG G8
  • LG Q31
  • LG Q52
  • LG Q92
NextPit LG Wing screen

Das LG Wing ist mit Sicherheit eines der ungewöhnlichsten Smartphones. Wird es Android 12 erhalten? / © NextPit

HMD Global/Nokia

Nokia ist auch so ein Kandidat, der zwar im Grunde zuverlässig Updates liefert, sich dabei aber auch gerne mal richtig Zeit lässt. Bei folgenden Modellen können wir uns vorstellen, dass das Update auf Android 12 irgendwann auf den Devices aufschlägt:

Sony

Die Japaner reihen sich ein in die Phalanx derjenigen Hersteller, die zwei große Updates zumindest für die Flaggschiff-Smartphones versprechen. Offiziell bestätigt hat Sony noch kein Update, aber wir rechnen mit Android 12 auf folgenden Geräten:

ASUS

ASUS dürfte zumindest seinem aktuellen Gaming-Smartphone und dem ZenFone 7 (Pro) Android 12 gönnen. Mit dem ROG Phone 5 steht ein neuer Gaming-Bolide der Taiwander direkt vor der Tür und drängt sich somit natürlich auch für Android 12 auf. 

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Top-Kommentare der Community

  • Oleole vor 2 Monaten

    "Ich muss mich als Kunde vorher überhaupt nicht informieren"

    Interessanter Ansatz... Ich glaube, da haben wir ein grundsätzlich anderes Verständnis vom aufgeklärten und mündigen Menschen.

27 Kommentare

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  • Warten wir mal die "deutschen" LG Updates ab... Mein sexy Velvet würde sich bestimmt freuen bis Android 13 zu kommen!

    Soweit ich die Situation verstanden habe ist LG noch verpflichtet Geräte an Mobilfunkanbieter in den USA sowie Korea auch bis nach Juli 2021 zu liefern.

    Daher könnten diese Länder wieder bei den OS-Updates natürlich bevorzugt behandelt werden 😬


  • Ich finde, dass da viel zu viel Wirbel um die Updates gemacht wird. Sicherheitsupdates ok, wobei es ja auch drauf ankommt, wo ich mich so rumtreibe. Aber die großen Sprünge sind doch gar nicht mehr so dabei.


    • Das ist aber Sache des Herstellers. Solange Google jährlich eine neue Version bringt, hat der Kunde auch den Wunsch, diese zeitnah nutzen zu können. Denn alles andere wäre nun mal veraltet, ganz egal, welche Features dazugekommen sind oder auch nicht. Google könnte natürlich auch den Weg gehen, und nur noch alle zwei Jahre eine neue Version bringen, was ja aufgrund der ziemlich stagnierenden Entwicklung auch ausreichend wäre. Dann wären viele Smartphones länger up to date und Anpassungen müssten nicht mehr so oft gemacht werden. Da Google das aber nicht so handhabt, finde ich ein wenig Aufregung seitens der Käufer durchaus angebracht. Denn sie sind es schließlich, die veraltete Produkte teuer erwerben sollen.


      • Wäre interessant zu wissen, wie viele User sich tatsächlich darüber aufregen. Ich denke, dass es wahrscheinlich nicht mehr als 5 % sind. So what?


      • Selbst wenn es kein einziger Käufer wäre, würde es nichts daran ändern, dass man veraltete Produkte zum vollen Neupreis anbietet. Und wer versucht, seine Kunden auf diese Weise über den Tisch zu ziehen, verdient auch sonst wenig Vertrauen.
        Und auch nur 5 % sind trotzdem einige Millionen Leute. Haben die keinen Anspruch auf aktuelle Software?


      • Ob sie einen Anspruch haben, bezweifle ich. Ob es die meisten Leute interessiert, bezweifle ich ebenfalls. Meine Freundin ist z.B. genervt von den iOS-Updates. Die will das Gerät nutzen und nicht ständig langwierige Updates laden. Man sollte halt nicht immer von sich auf andere schließen.


      • Du meinst, so wie du von deiner Freundin auf andere? Gar auf 95 % der Nutzer?

        Wenn deine Freundin nicht updaten will, muss sie das ja nicht. Aber nur, weil es deine Freundin nicht interessiert, kannst du nicht darauf schließen, dass es den meisten Nutzern egal ist.


      • Hier wird niemand "über den Tisch gezogen". Wer ein Gerät mit vielen Updates haben möchte, der informiert sich und kauft dann das entsprechende Modell. Ich bin nicht gezwungen, mich für ein veraltetes Gerät zu entscheiden. Das nennt man Marktwirtschaft.

        Wenn viele Kunden nur Geräte mit langem Update-Zyklus haben wollten, würde sich das auch generell durchsetzen. Außerdem hat Google schon des öfteren Schritte unternommen, den Herstellern das Updaten zu erleichtern.


      • Es war eine Annahme von mir. Das hast vielleicht falsch verstanden. Dreh mir bitte nicht die Worte im Mund herum.


      • @Oleole
        Ich muss mich als Kunde vorher überhaupt nicht informieren, weil ich davon ausgehen kann, dass ich bei einem neuen Gerät auch aktuelle Software erhalte. Alles andere nenne ich über den Tisch ziehen, zumal ja nicht groß auf der Packung darauf hingewiesen wird, dass das Gerät mit veralteter Software ausgeliefert wird. Die meisten Käufer dürften keine Ahnung haben, welche Version eines Betriebssystems gerade aktuell ist. Stellt man dann fest, man hat eine alte Version angedreht bekommen, ist doch nicht der Käufer schuld, weil er sich nicht richtig informiert hat. Das wäre ja noch schöner.


      • Es gibt Dinge, von denen ich behaupten würde, dass sie objektiv betrachtet schlecht sind. Zum Beispiel das Ausbleiben von Sicherheitspatches.
        Und dann sind da noch die großen Versionsupdates, wo jeder seine eigene Meinung zu hat.
        Und da finde ich es auch total irrelevant, was die meisten Menschen davon halten. Und wenn man mit seiner Meinung alleine dahsteht, na und?
        Wieso muss man da jedes Mal so ein Fass aufmachen?


      • "Ich muss mich als Kunde vorher überhaupt nicht informieren"

        Interessanter Ansatz... Ich glaube, da haben wir ein grundsätzlich anderes Verständnis vom aufgeklärten und mündigen Menschen.


      • Ich kann doch als Hersteller nicht die Verantwortung auf den Kunden abwälzen, nach dem Motto, selbst Schuld, wenn du dich nicht vorher richtig informierst. Das hat auch nichts mit mündigem Bürger zu tun. Nicht jeder will sich vorher groß einarbeiten. Wenn du heute zur Baufirma gehst und dir ein Haus kaufst, willst du auch nicht vorher erst noch Architektur studieren, sondern du gehst davon aus, dass du ein Haus nach aktuellem Stand der Technik bekommst.


      • Auch wenn dein Vergleich hinkt:
        Wenn du einen Architekten fragst, ob eine Konstruktion dauerhaft oder langlebig ist, kann er das bejahen und gleichzeitig einschränken, dass es auch noch bessere oder modernere Konstruktionen gibt, die dann aber teurer sind. Und als Bauherr kannst du dich entscheiden, was dir wichtiger ist.

        Im Elektrofachgeschäft kann ich den Verkäufer fragen und sofern er kompetent ist, kann er mir zum Beispiel sagen, welches Gerät lange Zeit Updates erhält und ich kann mich dann entsprechend entscheiden. Wenn sich jemand beispielsweise für ein Vorjahresmodell entscheidet, kann er vermutlich Geld sparen, aber bekommt nicht die neusten Feateres. Funktionieren wird das Gerät trotzdem.


      • C. F.
        • Blogger
        vor 4 Wochen Link zum Kommentar

        "Meine Freundin ist z.B. genervt von den iOS-Updates. Die will das Gerät nutzen und nicht ständig langwierige Updates laden."

        Sie kann doch die Updates im iPhone abstellen? Geht doch ganz einfach? Keiner muss Updates installieren. Außerdem sind die Updates von Android auch nicht viel schneller. Und die dürften sie dann genau so nerven.


    • @Thomas Oppenheim

      Das sehe ich auch so. Und ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Leute, die am lautesten nach Updates schreien, nicht Mal erklären konnten was sie an der aktuellen Version stört, und auch nicht welche Dinge in der nächst höheren Version so dringend erwartet wurden.

      Ich bezweifle auch, dass die Mehrzahl der Käufer überhaupt weiß welche Betriebsversion auf ihren Geräten ist und ob diese auch den aktuellen Sicherheitspatch haben.

      Zumal man bedenken sollte, dass die Leute aus den Foren nicht maßgebend sind. Die sind (meistens) viel besser informiert, weil sie auch einen Haufen Techseiten lesen.


  • Google sollte mal viel mehr mit den einzelnen Herstellern zusammenarbeiten, dass die Smartphones länger und vor Allem auch schneller Updates bekommen... Ich finde es eine Unverschämtheit, ein Smartphone, welches über 600€ kostet, nur mit maximal 2 Jahren an Softwareupdates zu versorgen...

    Das ist halt dann der Vorteil bei Apple. Da kommen Soft- und Hardware aus einem Haus und dadurch werden alle iPhones mit bis zu 5 oder mehr Jahren mit iOS-Updates versorgt - und alle können es gleichzeitig erhalten und müssen nicht noch 2 Jahre warten, bis sie mal ein Update bekommen, obwohl schon 2 neue Hauptversionen draußen sind...


    • Nicht nur das, auch dass neue Geräte immer noch mit altem Betriebssystem auf den Markt gebracht werden oder Updates davon erst Monate nach Veröffentlichung der neuen Version kommen. Statt etwas dagegen zu tun, zeigt man im Kreis gegenseitig auf den anderen und gibt dem die Schuld.


      • Ja, das stimmt leider... Aber ob sich da in dieser Hinsicht jemals irgendwas sichtlich verbessert, wage ich leider zu bezweifeln...


      • Es hat sich über die Jahre etwas gebessert. Wo früher 1-2 Jahre Updates üblichen waren, gibt es mittlerweile bei einigen Herstellern 3-4,5 Jahre.

        Ich fürchte aber, dass Google selbst kein großes Interesse daran hat, sonst würden die sich bei den Updates nicht von Samsung überbieten lassen. Hoffentlich verfehlt die neue Warenkaufrichtlinie der EU nicht ihr Ziel und macht Google und Konsorten richtig Druck.

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